Hat wer die Pisa-Show gesehen? Dort wurde folgende Frage gestellt.
Man gebe Erde in ein Aquarium und pflanze dort Blumen und andere Pflanzen, gieße diese ausreichend, packe eine Glasplatte drauf und dichte dann alles luftdicht ab. Dieses Aqurium stelle man an die Sonne und fährt 3 Monate in den Urlaub. Was passiert?
Die -für mich überraschende- Antwort: Den Pflanzen geht es prächtig. Abgeblich soll das bis zu drei Jahre gutgehen.
Toll: 3 Jahre nicht gießen; Blumen hätten bei mir eine Überlebenschance
Nun meine Frage an die Experten: Gibt es dazu Informationen? Beispielsweise Bauanleitungen, welche Pflanzen eignen sich besonders etc.
Jörg Pilawa erwähnte noch Fachbegriff, den ich richtig verstanden habe. Kennt den jemand?
Die -für mich überraschende- Antwort: Den Pflanzen geht es
prächtig. Abgeblich soll das bis zu drei Jahre gutgehen.
Toll: 3 Jahre nicht gießen; Blumen hätten bei mir eine
Überlebenschance
wenn du das Ding komplett abdichtest und in die Sonne stellst verrecken die Pflanzen ziemlich schnell, weil die Temperatur im Aquarium locker mal 60 bis 70 Grad erreicht. Beispiel: Meine Gemüsesetzlinge hatte ich am Wochenende im kleinen Foliengewächshaus auf dem Balkon stehen. Die Temperatur ging locker über dreißig Grad, was schon kritisch für die Setzlinge ist. Und das, obwohl das Gewächshaus unten offen ist (Folie reicht nicht bis zum Boden) und ich den Reißverschluß der „Tür“ halb offen hatte. Jetzt stell dir Sommer und ein geschlossenes Aquarium (oder auch nur ein Auto) vor.
Hier den richtigen Ausgleich zwischen Helligkeit und Temperatur zu finden ist nicht so ohne.
Hinzu kommen andere Probleme wie Schimmel- und Algenbildung, sowie sonstige Verkeimung (zB Schadpilze). Die hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht für alle Pflanzen geeignet. Über Monate ein stabiles Ökosystem in einem solch kleinen Kasten aufrecht zu erhalten, ohne dass darin
unerwünschte Veränderungen stattfinden, ist sehr schwierig.
Ist ja ne tolle Show, die Pisa- (Pizza-?) Show. Herr Pilawa sollte vielleicht auch nochmal die Schulbank drücken und richtige wissenschaftliche Recherche lernen.
Hat wer die Pisa-Show gesehen? Dort wurde folgende Frage
Ich habe sie gesehen, und diese Antwort habe ich nicht gegeben, noch glaube ich an den Wahrheitsgehalt. Aus mehreren Gründen :
Erstens glaube ich nicht, dass über drei Monate hinweg eine halbwegs vernünftige Temperaturregelung in dem Ding möglich ist. Sonne + Glas = Brutzel.
Zweitens pflegt Erde Mikro- Organismen zu enthalten. Die ernähren sich nicht von Licht, und sie pflegen auch Stoffwechselprodukte abzusondern. Das bedeutet, dass irgendwann Luft, Wasser oder beides nicht mehr „neuwertig“ sind. Und bei einem relativ kleinen Aquarium dauert das m.E. keine drei Monate.
Drittens impliziert Pilabers These vom „geschlossenen System“ (ist eh Blødsinn, weil ja Energie von außen zugeführt wird), dass die Pflanzen im Glaskastl nicht mehr wachsen, also keinen Stoffwechsel durchführen. Das glaube ich sein Leben nicht. Ein bisschen mehr Aktivität als CO2 und O2 rein/raus ist denn doch bei Otto Durchschnittsgemüse durchaus zu erwarten.
Viertens, daraus folgt : wenn die Pflanzen weiterhin Stoffwechsel betreiben, ist der Boden mit der Zeit nicht mehr nährstoffhaltig (die ganzen Mineralulien sind ja in der Pflanze gelandet). Und auf Wüstenboden hat keine Pflanze mehr Meinung …
M.E. wird als erster Effekt der Hitzetod eintreten, dann fangen die verdorrten Pflanzen an zu gammeln, und somit war meine Antwort am Samstag abend richtig, und wenn der ganze Schnee verbrennt. Ergo bin ich noch besser als ohnehin.
Die -für mich überraschende- Antwort: Den Pflanzen geht es
prächtig. Abgeblich soll das bis zu drei Jahre gutgehen.
Toll: 3 Jahre nicht gießen; Blumen hätten bei mir eine
Überlebenschance
abgesehen von der Sache mit der Sonne, die schon zu Recht bemängelt wurde - er braucht hell, aber keinesfalls Sonne -, ist der bottle garden ein (noch) verbreitetes Hobby auf den Britischen Inseln. Angeblich geht er auf Versuche von Seereisenden zurück, lebend aus tropischen und subtropischen Gefilden mitgebrachte Pflanzen seefähig zu machen. Im Gegensatz zu „Bonsai Kitten“ gehts diesmal nicht um Fakes.
Viele mehr oder weniger gute Anleitungen bringt google mit der englischen Eingabe. Wie fummelig es ist, einen bottle garden zu halten, zeigen die vielen Varianten, die nur aussehen wie ein geschlossenes System, aber nicht wirklich dicht sind.
In dieser Anleitung ist allerdings nicht erwähnt, dass käufliche Blumenerde (ohne Styropor drin!) zuerst einen Winter durchfrieren und dann für eine halbe Stunde bei 90° C in den Backofen sollte. Sonst gibts bei dem relativ feuchten Klima in der Flasche sicher Schwierigkeiten mit Pilzinfektionen.