Bärlauch auch für Hunde

Hallo,
kann mir jemand sagen ob es schädlich oder unnötig ist wenn ich meinen Hunden Bärlauch gebe. Bei Menschen soll es ja in vielen Bereichen eine Positive Wirkung auf die Gesundheit haben.

Gruß Barbara

Hallo,

und wieder schauen wir bei Vetpharm, der Giftdatenbank für Tiere und bekommen dieses:

http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0177_ve…

Gruss, Niels

Hallo Niels,
jetzt bin ich erstaunt!!! Bärlauch ist giftig!?!? Kann er dann nur in abgekochtem Zustand gegessen werden? Alldieweil ich kenne etlich Rezepte (Brot, etc.) damit und just heut mittag gab’s in unserer Kantine Bärlauch-Spätzle. Ich wusste das Bärlapp giftig ist.
Weißt du irgendwas drüber?
Gruß, Michaela

Hallo,

ups, jetzt bin ich aber auch platt. Bärlauch ist echt giftig? Nur für Hunde oder auch für den Menschen. Weiß nur, daß man ihn ernten soll bevor er blüht. Haben aber schon des öftern damit gekocht und leben noch. Also kann er so giftig gar nicht sein, oder? Man muß nur aufpassen, daß man ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchen verwechselt, sehen sich ein wenig ähnlich und an „unserer“ Stelle wächst beides nebeneinander.

gruß Heike

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hoppla,

wenn bärlauch wirklich giftig ist, dann bin ich ja schon tot.
:wink:

nähere info über bärlauch unter:
http://www.baerlauch.net/

grüße von
tinchen

Hallo Niels,

und wieder schauen wir bei Vetpharm,

wenn das stimmt

http://www.vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0048_VE…

dann ist Knoblauch auch giftig bis stark giftig!!!

Mithin hab ich noch gar nicht mitgekriegt, daß unsere Katze, unser Hund, meine Frau, meine Kinder und nicht zuletzt ich schon lange tot sind! Kann ich ja nicht, bin ja tot und krieg nichts mit.

Tschuldige, aber das ist ziemlicher Stuss der da steht!

Gandalf

Hallo nochmal,

der von mir gepostete Link stammt vom Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Uni Zürich.
Soviel mal zu Gandalfs Einwand, dass die Stuss verzapfen. Eigentlich hätte ich von Gandalf etwas mehr erwartet als „dann müsste ich (meine Katze) ja schon tot sein“. („Rauchen verursacht tötliche Krankheiten“? So ein Stuss, wieso lebt dann mein Opa noch?).

Ein Beispiel eine ältere Verwandte erzählte uns, sie hatten mal einen lieben Hund, der immer so gerne Schokolade fraß. Bis ihn irgendwer vergiftete. Ja, vermutlich haben sie ihn selbst vergiftet mit der Schokolade.

Also: nicht alles was giftig ist, tötet das Tier sofort oder tötet es überhaupt. Man bedenke, dass eine Katze mit Sicherheit keine Probleme hat, damit zu leben, dass ein bestimmter Prozentsatz ihres Hämoglobins zersetzt wird. Das muss äußerlich nicht mal auffallen (sie ermüdet vielleicht etwas schneller, wird ruhiger, vielleicht sogar schmusiger, wie toll). Deshalb aus dem Einzelfall auf die Ungiftigkeit zu schließen ist nicht nur völlig unwissenschaftlich, es ist in diesem Fall sogar gefährlich. Und dann auch noch warnende Aussagen eines auf
dieses Thema spezialisiertes Institut als Stuss abzutun klingt sehr danach, eigefahrene Gewohnheiten nicht aufgeben zu wollen.

Natürlich gelten die Aussagen des Instituts nicht für Menschen. Meines wissens ist es bis heute nicht genau bekannt, warum Allium-Gewächse zwar bei den meisten Tieren zur Hämolyse führen, nicht aber bei Primaten.

Und noch was: Wieso bekommen deine Katzen überhaupt zwiebelhaltige Nahrung, Gandalf?

Also nochmal es gibt Nahrung für Menschen, die den Haustieren nicht gegeben werden sollte:
Zwiebelgewächse, Schokolade, benzoesäurehaltige Lebensmittel.

Ausserdem sollten Katzen und Hunde kein rohes Schweinefleisch bekommen.

Gruß, Niels

Danke, habe echt nicht gewußßt das Zwiebelartigegewächse für Tiere
schädlich sein können. Bevor ich Schaden bei meinen Hunden anrichte lass ich lieber die Finger davon.

Gruß Barbara

Hi Niels,

dieses Thema spezialisiertes Institut als Stuss abzutun klingt
sehr danach, eigefahrene Gewohnheiten nicht aufgeben zu
wollen.

Und noch was: Wieso bekommen deine Katzen überhaupt
zwiebelhaltige Nahrung, Gandalf?

Unsere Tiere kriegen regelmäßig unsere Speisereste und da sind nun mal Zwiebeln und Knoblauch drin, z.T. in nicht geringen Mengen. Geschadet hat es ihnen bisher nicht und wenn ich mir anschaue, wie viele Hunde und Katzen schon seit altersher in unserem Verwandten- Und Bekanntenkreis Speisereste kriegen, ohne zu krepieren, stellt sich für mich die Frage, wei dieses Institut zu dieser Behauptung kommt.
Wenn die Tiere mit enormen Mengen davon gefüttert wurden, die weit über das übliche Maß hinausgehen, kann es sicher zu toxischen Effekten kommen, aber bei Gaben von ‚üblichen‘ Mengen ist es nach meiner Erfahrung nicht so.
Ich erinnere mich da an einen Fütterungsversuch mit Süßstoffen, wo bei Ratten Blasenkrebs induziert werden konnte.
Hochgerechnet auf einen erwachsenen Menschen waren das kg-Mengen pro Tag!

Zudem waren bei einigen Substanzen/Pflanzen speziell Tiere angegeben, bei denen toxische Effekte beobachtet wurden, bei Bärlauch und Knobi aber nicht. Das erscheint mir alles erst mal ziemlich pauschal und unspezifisch und bei solchen Angaben bin ich stets eher skeptisch.
Ich hab auch von scheinbar sehr renomierten Institutionen/Personen Blödsinn gelesen. Kritische Betrachtung von Ergebnissen die der eigenen Erfahrung widersprechen erlaube ich mir stets!

Gandalf

Hallo Gandalf,

Ich hab auch von scheinbar sehr renomierten
Institutionen/Personen Blödsinn gelesen. Kritische Betrachtung
von Ergebnissen die der eigenen Erfahrung widersprechen
erlaube ich mir stets!

es stört mich nicht, wenn du kritische Betrachtungen zu wissenschaftlichen Ergebnissen äußerst. Allerdings halte ich „Das ist Stuss“ nicht gerade für eine fundierte Kritik. Ich habe dich in dem Posting nur deshalb direkt erwähnt, weil ich dich als sehr differenziert argumentierenden Poster in WWW kennen und schätzen gelernt habe. Deswegen hat mich diese Aussage deinerseits etwas schockiert.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Wenn du fundierte Erkenntnisse hast, die aufzeigen, dass die Zwiebelgewächse nicht ungesund sind, dann teil sie uns mit. Ansonsten bin ich der Auffassung, dass wir die menschliche Unart, alles in uns hineinzustopfen solange es nur schmeckt nicht auf unsere Haustiere übertragen sollten. Speziell bei Hunden besteht zB die Gefahr, wenn sie an einen Geschmack gewöhnt sind, dass sie entsprechendes Zeug in sich hineinstopfen wenn sie Gelegenheit dazu haben. Deswegen lieber nicht an Zwiebeln oder Schokolade (auch keine Hundeschokolade) gewöhnen.
Klarheit, ob deine Haustiere irgendwelche Schäde bekommen haben, wirst du wohl nur durch eine Blutuntersuchung bekommen. Hämolyse läßt sich sehr leicht im Serum nachweisen (das Serum ist rot statt gelb).

Gib einfach mal in Google „Zwiebeln Katzen Hämolyse“ ein. Da gibts einiges (wissenschaftliches und unwissenschaftliches).

Viele Grüße,
Niels