Bonsais: Chinesische Ulmen mit Spinnmilben

Hallo liebe Experten,

seit etwa zwei Monaten habe ich zwei Bonsais (Chinesische Ulmen), die von Anfang an wahnsinnig viele Blätter verloren haben, bis ich dahinter kam, daß die beiden Spinnmilben haben. Ich hab mir daraufhin „Bio Myctan Spinnmilbenfrei“ besorgt und das Mittel, wie angegeben, dreimal im Abstand von 7 Tagen angewendet. Die Bäumchen haben sich auch sichtlich erholt und nach dem Rückschnitt der kahlen Ästchen wieder wahnsinnig ausgetrieben. Jetzt mußte ich aber gestern - bereits vier Tage nach der letzten „Spinnmilbenfrei-Sprühaktion“ - feststellen, daß die beiden wieder diese verräterischen Fäden aufweisen und auch wieder anfangen, verfärbte Blätter abzuschmeißen.

Wer weiß Rat, wie ich diese lästigen Milben doch noch und vorallem dauerhaft loskriegen kann?!? Meine Bäumchen sind mir schon ganz schön an´s Herz gewachsen…

Schon mal vielen Dank für Eure Antworten!

Viele Grüße,
Heike

Hallo Heike,

seit etwa zwei Monaten habe ich zwei Bonsais (Chinesische
Ulmen), die von Anfang an wahnsinnig viele Blätter verloren
haben, bis ich dahinter kam, daß die beiden Spinnmilben haben.
Ich hab mir daraufhin „Bio Myctan Spinnmilbenfrei“ besorgt und
das Mittel, wie angegeben, dreimal im Abstand von 7 Tagen
angewendet. Die Bäumchen haben sich auch sichtlich erholt und
nach dem Rückschnitt der kahlen Ästchen wieder wahnsinnig
ausgetrieben. Jetzt mußte ich aber gestern - bereits vier Tage
nach der letzten „Spinnmilbenfrei-Sprühaktion“ - feststellen,
daß die beiden wieder diese verräterischen Fäden aufweisen und
auch wieder anfangen, verfärbte Blätter abzuschmeißen.

Wer weiß Rat, wie ich diese lästigen Milben doch noch und
vorallem dauerhaft loskriegen kann?!? Meine Bäumchen sind mir
schon ganz schön an´s Herz gewachsen…

dauerhaft geht nicht. Dass die Ulmen bei Dir nicht wollen, liegt schlicht daran, dass Du ihnen nicht bieten kannst, was sie brauchen:

einen Platz in einem immergrünen Wald der gemäßigten Tropen.

Chinesische Ulmen werden zu Bonsais gemacht, weil sie billig zu produzieren sind. Die Erwerbsgärtner halten sie bei optimaler Luftfeuchtigkeit und sehr kühlen Temperaturen. Nachts haben sie es kalt, was bei Dir in der Wohnung nicht geht. Du willst nicht bei unter 10° sitzen. Du willst auch keine feuchten Möbel oder Schimmel an den Wänden.

Das würde übrigens auch die Spinnmilben vergraulen. Hohe Luftfeuchtigkeit können Spinnmilben nicht ab.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten: alle 7 Tage Gift - oder Du verabschiedest Dich von den Ulmen. Dieses hat meine bonseibeigeisterte Mutter nach langen Kämpfen schließlich getan.

viele Grüße
Geli

Hallo Geli,

das sind ja keine guten Aussichten für meine Ulmen…
Mit welchen Bonsais hat denn Deine Mutter gute Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße,
Heike

Hallo Heike,

das sind ja keine guten Aussichten für meine Ulmen…
Mit welchen Bonsais hat denn Deine Mutter gute Erfahrungen
gemacht?

erstens mit denen, die sie ganzjährig auf dem Balkon hält. Das sind alles einheimische „Bäume“, die wir als Sämlinge aus dem Garten zogen. Also Birke, Linde, Ahorn usw.

Im Haus funktioniert nur Ficus benjamini richtig gut. Da allerdings eine Unter-Sorte (kenne den genauen Namen leider nicht), die schon von Haus aus winzige Blätter hat und extrem langsam wächst.

viele grüße
Geli

F. Benjamini Natascha owT

Hallo und so…

Natürlich liest man oft in der Fachliteratur, dass höhere Luftfeuchtigkeit schlecht für Spinnmilben sein soll. Ist aber nicht so. Richtig hingegen ist, dass man gerade an dieser Baum-Art eine besonders hohe Anfälligkeit festgestellt hat. Ein Vermehrungsstop bei einer relativen Luftfeuchte über 70% wurde wiederlegt! Aber genau dieses Klima ist natürlich super für den Baum. Fazit: er erholte sich so gut, dass man glauben mußte die Viecher sind weg.
Da die chin. Ulme ein „Halbimmergrüner“ Baum ist, sollte sie ab Ende Mai auf alle Fälle ins Freie. Pralle Sonne schadet nach Gewöhnung auch nicht, da werden die Blätter schön rot.
Bekämpfen würde ich die Biester im Freien mit Metasystox was auch bei Schildläusen super wirkt.

Viel Spaß noch

Silvio

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