Unkraut beseitigen statt Fitneßprogramm? :-)

Jetzt habe ich endlich meine stark wuchernden Brennesseln, Schöllkraut, Brombeeren und andere Kräuter manuell ausgerupft, was eine Menge Arbeit war, das könnt ihr mir glauben.
Dafür wurde ich aber auch belohnt, weil ich bei dieser Arbeit mittlerweile selten gewordene Tiere fand wie eine Blindschleiche und einen Hirschkäfer!
Da hab ich mir mal überlegt was wohl mit denen (und anderen) passiert wäre, wenn ich zur chemischen Keule oder zum Flammenwerfer gegriffen hätte. :frowning:

Was mir dann einfiel: in Haus und Garten wollen es die Leute so bequem wie möglich haben. Für alles und jedes gibt es Geräte und Maschinen, die in Produktion und Betrieb Unmengen an Energie verbrauchen.
Nachdem die Arbeit mit den Geräten erledigt ist geht es dann ab zum joggen, nordic-walken, radfahren oder gar in’s teure Fitneßcenter.
Wo bleibt denn da eigentlich die Logik?

Ich möchte gar nicht bestreiten, daß bei einer gewissen Größe des Areals, körperlichem Handicap des Gärtners oder ähnlichen Gründen der Einsatz von Maschinen oder gar chemischen Produkten sinnvoll ist.
Vor allem will ich keine (erneute) Diskussion lostreten, warum aber
Chemie Sinn macht oder wieso ich den elektrischen Rasenkantenschneider unbedingt einsetzen muß.

Aber ich möchte einfach als Anregung für den einzelnen in den Raum werfen einmal darüber nachzudenken, ob es nicht auch mal eine Anstrengung wert ist, sich mit seiner Hände Arbeit der Natur zu nähern und auch Unannehmlichkeiten und Anstrengungen in Kauf zu nehmen. Die „Befriedigung“ im Anschluß und das Ergebnis das man sieht, sind m.E. Belohnung genug dafür! :smile:

Liebe Grüße
Martina

Hallo,

ich möchte gar nicht bestreiten, dass Gartenarbeit fit hält. Nur wage ich zu bezweifeln, dass Unkrautjäten besonders gesund ist. Es ist duch schon eine recht einseitige Körperhaltung.

Gruss, Niels

Hallo Martina,

danke fuer Deinen Beitrag!
Zum Glueck verstehen immer mehr Menschen diese Zusammenhänge.
Die ewig-gestrigen mit ihren giftigen und zerstörerischen Methoden werden irgendwann aussterben; dafuer sorgen sie ja selbst.

Viele Gruesse,
Gisela

Hi Martina,

mein Nachbar hat zwei riesige Eschen. Ich habe winzige Eschen, dafür aber jedes Jahr von Mai bis Juni etwa 400 Stück - alle handgerupft, später (nicht alle werden gleich gefunden) mühsam herausgestochen. Der Vorteil: ich kenne jeden Quadratzentimeter meines Gartens, Schnecken werden bei der Gelegenheit auch gleich gefressen für Nachbars Enten gesammelt, und, wie mme drambeldier sagt, ich bin verräumt. Meine Frösche werden schon mal unwirsch, den Hornissen ist es egal, was ich treibe, und auf der Schafgarbe treiben sich 17 verschiedene Sorten Fliegen herum. Herrlich!

Die „Befriedigung“ im Anschluß und das
Ergebnis das man sieht, sind m.E. Belohnung genug dafür! :smile:

Volle Zustimmung!

Gruß Ralf