Nun ja. Ich als naturschützender und auch sonstiger Gutmensch wollte das auch einmal ausprobieren, als ich viele Blattläuse im Garten hatte. Da - vor ein paar Jahren - damals ein gutes Marienkäferjahr war, bin ich also ausgezogen mit den entsprechenden Geräten, um Marienkäfer zu sammeln. Also: ein kleines Döschen oder Schächtelchen, versehen mit ein paar Luftlöchern und ausgepolstert mit ein paar Blättern. Möglichst zwei bis drei solche Gefäße, denn wenn man mal mehrere Marienkäfer in einem Behältnis hat, dann ist es schwierig, Hinzukömmlinge zu verstauen, ohne beim Schließen des Behältnisses eventuell einen bereits vorhandenen Marienkäfer einzuklemmen. Denn die streben sofort ans Tageslicht, sobald der Behälter geöffnet wird.
So habe ich mich also zum lustigen Marienkäfer-Sammeln aufgemacht. Besonders Spaß macht es, wenn man ein oder zwei kleinere Kinder dabei mitführen kann.
Und dann das aufregende Aussetzen der Marienkäfer, möglichst unmittelbar neben einer Blattlauskolonie! Nein - die Marienkäfer haben sich nicht hungrig über ihr Futter hergemacht. Ja, ich habe auch in den nächsten zwei, drei Tagen noch den einen oder anderen Marienkäfer auf den Blumen gesehen.
Aber die Blattläuse haben sich schneller vermehrt als sie von den Marienkäfern gefressen werden konnten. Sei es, daß die Marienkäfer Angst bekamen ob der Übermacht ihrer natürlichen Beute, sei es, daß sie sie überfressen haben ob der Fülle des Nahrungs-Überangebots - in ein paar Tagen waren jedenfalls keine Marienkäfer mehr da. Futsch - futschikato, einfach wech.
So habe ich also so eine Dose genommen und - pfffffft! - ein paarmal kurz gesprüht, und in zwei Tagen waren die Blattläuse alle weg.
Gruß, Infotalk
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