Hallo!
„plot“: Garten in Kuelsheim, Landkreis TBB, Geologie Muschelkalkboeden(?) ueber Buntsandstein, ziemlich tonreich (grosse Trockenrisse vor 2 Wochen).
Da steht ein deutlich ueber 50 Jahre alte Fichte (2x haushoch oder so) mit der ueblich „fransigen“ Krone…, Weit und breit keine solch grosse Fichte zu sehen, weder in den Gaerten, noch in den Naeheren Wald-/Gebueschteilen…
Der Baum steht dort schon seit Zeiten von den Grosseltern meiner Freundin (Baujahr des Hauses 1940), gehoert also „dazu“…
unsere Frage: kann man der guten Fichte was gutes tun, damit sie die Trockenheit des letzten Jahres und evtl. den Stress durch den Kalk im Boden(?) gut (und noch lang) uebersteht?
-> sprich moegen Fichten einen bestimmten Duenger besonders?
-> wie gibt man den?
-> regelmaessiges waessern sollte nur in Ausnahmefaellen sein…
-> aber wie erkennen wir nen akuten Wassermangel?
-> gibts das ueberhaupt?
cu
kai
Hallo Kai,
-> sprich moegen Fichten einen bestimmten Duenger
besonders?
Meines Wissens freuen sich nahezu alle Nadelbäume über eine gute Magnesiumversorgung (als Magnesiumsulfat = Bittersalz oder Kalimagnesia)
-> wie gibt man den?
sind beide wasserlöslich, also unproblematisch auszubringen.
Bei relativ hohem pH-Wert werden die Salze von Magnesium gern festgelegt, da darf sicher etwas mehr sein.
-> aber wie erkennen wir nen akuten Wassermangel?
-> gibts das ueberhaupt?
Da weiß ich höchstens so viel wie Du…
Schöne Grüße
MM
Hallo!
Zwei Dinge vorneweg:
Das Alter eines Baumes ist weder an seiner Höhe noch an seinem Durchmesser fest zu machen. Allerdings gibt es natürlich für die verschiedenen Standorte Richtwerte.
Einen Mangel an Nährstoffen kann man am besten durch eine Bodenprobe feststellen.
Eine Düngergabe, die auf Vermutungen beruht, verursacht Schäden. Zum einen am Geldbeutel, weil die Nährstoffzusammensetzung vermutlich nicht dem Bedarf des Baumes entspricht und damit - zumindest von ihm - ungenutzt bleibt. Sprich: es ist hinaus geworfenes Geld!
Und wenn es ganz blöd läuft, verursacht der Dünger Schäden an der Pflanze. Besonders, wenn er relativ „scharf“ ist.
Viel wichtiger ist zur Beantwortung der Frage nach einer Düngergabe das Umfeld des Baumes. Befindet sich die Fichte in einem Gartengrundstück oder umgibt den Baum viel (teil)versiegelte Fläche? Ist das Grundstück eben oder eher hängig? Welche Ausrichtung (Himmelsrichtung) ist für den Baum prägend?
Wassermangel, sog. Trockenstress, ist leicht zu erkennen, in dem der Baum u.a. einen oder gar mehrere Nadeljahrgänge während der Vegetationszeit verliert. Im vergangenen Jahr kam zu der überdurchschnittlich langen Trockenheit noch eine hohe Samenproduktion dazu, der die Bäume zusätzlich schwächte.
Alles in allem muss man ganz klar sagen, dass sich ein Baum bei standortgerechter Auswahl über sein Wurzelsystem die Nährstoffe holt, die er braucht.
Im Bedarfsfall kann ein Baumpfleger vor Ort über die notwendigen Schritte informieren und bei Bedarf selbst ausführen.
Grüße,
ML