Hallo,
ich habe im Garten seit Jahren ein Johannisbeerstämmmchen stehen.
Dieses Jahr trug es allerdings nur wenige kleine Früchte und Blätter. Woran konnte das liegen? Frost?
Bild: http://scifi.pages.at/xapiq/gartenreich/johannisbeer…
Außerdem habe ich nun gelesen, dass man Johannisbeeren nicht erst im Herbst sondern schon direkt nach der Ernte schneiden soll. Bisher habe ich es immer auf gut Glück im Herbst geschnitten.
Wie, wann und wo schneidet man es „profesionnell“ ab?
Zusätzlich habe ich noch einen (aus einem Ast) selbst gezogenen Johannisbeerbusch. Dieser trug dieses Jahr nur recht weit unten, aber nicht an den zum Himmel hin stehenden weiß-gräulich-bräunlichen Ästchen. Wie muss der geschnitten werden?
Gruß, Julian
PS: Kennt jemand eine Seite, auf der (evtl. auch anhand von Bildern) gezeigt wird, wie man Obstbüsche+Stämmchen, aber auch andere Büsche schneiden muss? Ich habe mir nämlich letztes Jahr auch noch einen Heidel- und einen Stachelbeerbusch dazu gekauft.
Hallo,
Johannisbeeren tragen bei mir immer an den Trieben des vergangenen Jahres. Das heist, Triebe die älter als ein Jahr sind, werden bei mir nach der Ernte rigeros abgeschnitten. Mit Erfolg
der hinterwäldler
Hallo,
weiß niemand wie und wann man die Rote Johannisbeere, Weiße Stachelbeere und Heidelbeere schneiden muss? Gibt es Unterschiede beim Schnitt zwischen Stämmchen und Büschen bei der Johannisbeere? Gibt es zu empfehlende Links?
Gruß, Julian
Hallo Julian,
weiß niemand wie und wann man die Rote Johannisbeere, Weiße
Stachelbeere und Heidelbeere schneiden muss?
der Hinterwäldler hat Dir das wichtigste zum Thema Johannisbeeren schon gesagt, obwohl das Stehenlassen ausschließlich einjähriger Triebe ziemlich radikal ist. Üblich ist, Triebe aus drei-vier Jahren parallel zu halten, also immer die ältesten weg und die jüngsten stehen lassen, insgesamt 6-8. Die älteren Leittriebe setzen immer auch ein Stück einjähriges Fruchtholz an - insgesamt führt der weniger rigorose Schnitt zu etwas höherem Ertrag und allerdings etwas kleineren Beeren.
Hochstämme werden im Sinn eines Kronenaufbaues wie beim Apfel geschnitten, allerdings die Leittriebe nur auf einer Ebene: Drei oder vier Leittriebe und eine Stammverlängerung; mehr Leittriebe behindern das Verzweigen von Fruchtholz.
Einzelheiten, auch betreffend Hochstämme, Brombeeren, Himbeeren will ich gern einem Autor überlassen, von dem ich viel gelernt habe und dem ich gerne das Copyright und die paar Cent Tantieme lassen möchtte: Rudolf Metzner, „Das Schneiden der Obstbäume und Beerensträucher“, Eugen Ulmer Verlag.
Über das Schneiden von Heidelbeeren erzählst Du mir was Neues: Mir war nicht bekannt, dass dieses einen Sinn hat.
Schöne Grüße
MM