Kräuter überwintern

Hallo!

haben im Garten folgende Kräuter:
Petersilie, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Basilikum, (Pfeffer-)Minze

welche dieser Kräuter überstehen den Winter alleine (ausser dem „Peterle“, wie auch dem Schnittlauch und dem Schnitt-Knoblauch, den wir haben…)?

wie kann man den Pflanzen helfen?
(der Rosmarin hat jetzt einmal bereits unter Holzwolle und Tannenzweigen überwintert und „dafür“ heuer toll geblüht…, aber der Winter war ja recht mild…)

was mach ich mit den anderen?

  • ausgraben und im Topf überwintern (kalt? hell?)
  • nächstes Jahr wieder ins freie oder lieber im Topf lassen?

Fuer Tips gibts auch Sternchen :wink:)

cu
kai

Hallo kai,

haben im Garten folgende Kräuter:
Petersilie, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Basilikum,
(Pfeffer-)Minze

Petersilie kommt im nächsten Jahr wieder - allerdings sollte man nach 2 Jahren den Standort wechseln bzw. neu aussäen.

Rosmarin hast du ja bereits beschrieben - die Methode ist die einzig wahre, weil der Rosmarin das Reinholen schlechter verträgt, als die Kälte.

Lavendel und Salbei sind winterhart, die kommen auch ohne Schutz durch.

Basilikum ist einjährig, d. h. du musst es nächstes Jahr neu aussäen.

Gruß, Quendi

Hallo!

kompetente Antwort! *Sternchen wert ist!*

Petersilie kommt im nächsten Jahr wieder - allerdings sollte
man nach 2 Jahren den Standort wechseln bzw. neu aussäen.

warum? (habe heuer kleine Pflänzchen gesetzt, muss ich die naechstes Jahr jetzt schon wieder rausrupfen? oder versetzen?)

so weit ich weiss waren die daheim (Garten der Eltern) immer an der gleichen Stelle - kann mich aber täuschen…
(stellte die Frage hier, weils bei uns ausser den „Klassikern“ Peterle, Dill, Schnittlauch und Maggikraut so neumodisch Zeugs wie die „Mittelmeerler“ ned gab…)

Rosmarin hast du ja bereits beschrieben - die Methode ist die
einzig wahre, weil der Rosmarin das Reinholen schlechter
verträgt, als die Kälte.

haelt er auch nen kälteren Winter aus?

wer hat genauere Überwinterungstips (mein letzter Versuch war eher laienhaft…)

kann man die Kräuter z. B. auch in Laub „eingraben“?

wann macht man das, wann kann man wieder aufdecken? (nach dem letzten Frost ist Ende Mai…) evtl. Schrittweise? (Tannenreisig Anfang April weg, Holzwolle am unteren Stammteil Anfang Mai oder so?)

Lavendel und Salbei sind winterhart, die kommen auch ohne
Schutz durch.

das’ gut!

Basilikum ist einjährig, d. h. du musst es nächstes Jahr neu
aussäen.

hm, schade, dann war das heuer ne Nullnuimmer :frowning:
(die ersten frassen die Schnecken oder verdorrten oder was weiss ich und bis die anderen „in die Puschen“ kamen isses Herbst geworden…)

Ist Basilikum „echt“ (von Natur aus) einjährig (also auch in Italien etc.) oder nur bei uns nicht „sinnvoll“ überwinterbar?

Gruß, Quendi

cu
kai

Hallo,

noch als Ergänzung: Pfefferminze bleibt auch einfach draußen, lediglich das Kraut was übrig ist abschneiden wenn es ganz verdorrt ist und einfach an Ort und Stelle liegenlassen. Im Frühjahr wegräumen und den Boden leicht mit einer Harke auflockern.

Den Basilikum würde ich ausgraben und im Blumentopf reinholen: er wird zwar nicht bis nächstes Jahr überleben, aber Du hast ein paar Wochen länger frisches Basilikum in der Wohnung zum Verbrauch.

Ciao, Holger

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Tach Holger!

noch als Ergänzung: Pfefferminze bleibt auch einfach draußen,
lediglich das Kraut was übrig ist abschneiden wenn es ganz
verdorrt ist und einfach an Ort und Stelle liegenlassen. Im
Frühjahr wegräumen und den Boden leicht mit einer Harke
auflockern.

hat es nen bestimmtne Grund, so gena so zu machen?
(und nicht z. B. „flagge’ lasse’“ oder im Frühjahr schneiden und gleich wegräumen…)

cu
kai

Hallo!

Petersilie kommt im nächsten Jahr wieder - allerdings sollte
man nach 2 Jahren den Standort wechseln bzw. neu aussäen.

warum? (habe heuer kleine Pflänzchen gesetzt, muss ich die
naechstes Jahr jetzt schon wieder rausrupfen? oder versetzen?)

so weit ich weiss waren die daheim (Garten der Eltern) immer
an der gleichen Stelle - kann mich aber täuschen…

Petersilie bildet ab dem 2. Jahr Blüten und Samen und ist dann für Blattmasse - die du ernten willst - nicht mehr zu begeistern. Deshalb zieht man sie nur 2jährig.

(stellte die Frage hier, weils bei uns ausser den „Klassikern“
Peterle, Dill, Schnittlauch und Maggikraut so neumodisch Zeugs
wie die „Mittelmeerler“ ned gab…)

Rosmarin hast du ja bereits beschrieben - die Methode ist die
einzig wahre, weil der Rosmarin das Reinholen schlechter
verträgt, als die Kälte.

haelt er auch nen kälteren Winter aus?

kommt ganz auf das Plätzchen an, das Du zu bieten hast. Meiner steht an der Garagensüdmauer, bekommt nur das Laub, das normal dort fällt und überlebt bis jetzt.

wer hat genauere Überwinterungstips (mein letzter Versuch war
eher laienhaft…)

kann man die Kräuter z. B. auch in Laub „eingraben“?

wozu? Was nicht freiwillig überlebt, geht das Folgejahr so geschwächt an, dass Du keine Freude daran hast.

wann macht man das, wann kann man wieder aufdecken? (nach dem
letzten Frost ist Ende Mai…) evtl. Schrittweise?
(Tannenreisig Anfang April weg, Holzwolle am unteren Stammteil
Anfang Mai oder so?)

warum so kompliziert? Kräuter müssen nicht geschützt werden - übrigens auch Rosen in aller Regel nicht.

Lavendel und Salbei sind winterhart, die kommen auch ohne
Schutz durch.

bzw. sie treiben aus dem Wurzelstock wieder neu, selbst wenn oberirdisch ein harter Winter mal alles erwürgt hat.

Basilikum ist einjährig, d. h. du musst es nächstes Jahr neu
aussäen.

hm, schade, dann war das heuer ne Nullnuimmer :frowning:
(die ersten frassen die Schnecken oder verdorrten oder was
weiss ich und bis die anderen „in die Puschen“ kamen isses
Herbst geworden…)

Basilikum gibt es in unzählichen Varianten mit ebenso unzähligen Variationen von Standortansprüchen. Das bekannteste dürfte das B. genevese sein. Das will 25-30° Grad tagsüber und minimum 12-15° nachts, sowie hohe Luftfeuchtigkeit. Bei mir am besten im Gewächshaus und dort im Blumenkasten, wegen der Schnecken- und Wühlmaussicherheit. Vorgezogen wird auf dem Südfenster im Haus ab April, dann kannst Du im Juni ernten.

Ist Basilikum „echt“ (von Natur aus) einjährig (also auch in
Italien etc.) oder nur bei uns nicht „sinnvoll“ überwinterbar?

„Echt“ einjährig ist keine einzig Pflanze auf Erden. Viele müssen nur in Mitteleuropa so gezogen werden, weil sie keinen Frost abkönnen. Basilikum ist „nicht sinnvoll“ überwinterbar. Du kannst die Ansprüche in der Wohnung nicht erfüllen. (12 Stunden volle Sonne, +/- 60% Luftfeuchtigkeit, 28-30° Grad tags, 12-15° Grad nachts).
Deswegen: Töpfchen im Supermarkt kaufen, abernten, wegwerfen.

viele Grüße
Geli

Ist Basilikum „echt“ (von Natur aus) einjährig (also auch in
Italien etc.) oder nur bei uns nicht „sinnvoll“ überwinterbar?

„Echt“ einjährig ist keine einzig Pflanze auf Erden. Viele
müssen nur in Mitteleuropa so gezogen werden, weil sie keinen
Frost abkönnen. Basilikum ist „nicht sinnvoll“ überwinterbar.
Du kannst die Ansprüche in der Wohnung nicht erfüllen. (12
Stunden volle Sonne, +/- 60% Luftfeuchtigkeit, 28-30° Grad
tags, 12-15° Grad nachts).
Deswegen: Töpfchen im Supermarkt kaufen, abernten, wegwerfen.

Hallo zusammen,

massiver Widerspruch von jemand, der schon mehrere Supermarkttöpfchen zu stattlichen Büschen großgezogen hat, die teilweise mehrere Jahre problemlos für Nachschub gesorgt haben (klappt nicht immer, aber sehr oft). Einfach sofort ganz normalen Dünger für Zimmerpflanzen ins Gießwasser geben und daran denken, dass die Dinger in der Produktion auf hohe Nährstoffwerte eingestellt worden sind. Also langsam auf ein Normalmaß reduzieren. Dann halten die Pflanzen Monate bis Jahre und werden auch richtig groß. Stellt man sie im Sommer nach draußen, ist dies auch kein Problem.

Gruß vom Wiz

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Hallo Kai,

noch als Ergänzung: Pfefferminze bleibt auch einfach draußen,
lediglich das Kraut was übrig ist abschneiden wenn es ganz
verdorrt ist und einfach an Ort und Stelle liegenlassen. Im
Frühjahr wegräumen und den Boden leicht mit einer Harke
auflockern.

hat es nen bestimmtne Grund, so gena so zu machen?
(und nicht z. B. „flagge’ lasse’“ oder im Frühjahr schneiden
und gleich wegräumen…)

hmm, keine Ahnung. Kann man vielleicht auch bis zum Frühjahr stehen lassen. Selbst wenn man gar nichts macht überlebt Pfefferminze, die ist sozusagen nicht totzukriegen, aber mit der Hilfe kommt sie im Frühjahr schneller und stärker nach meiner Erfahrung.

Ciao, Holger

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Petersilie bildet ab dem 2. Jahr Blüten und Samen und ist dann
für Blattmasse - die du ernten willst - nicht mehr zu
begeistern. Deshalb zieht man sie nur 2jährig.

aha, lebt also durchaus länger, „man“ ist sich nur nicht über die Art der Nutzung einig :wink:
-> wenn man genug hat isses egal
-> wenn man die Blütenansätze wegnimmt (bei Gelegnheit…)
    müßts ja reichen :wink:

Rosmarin … haelt er auch nen kälteren Winter aus?

kommt ganz auf das Plätzchen an, das Du zu bieten hast.

naja Beetrand, vollsonnig vor „ebenrasiger“ Einfassung (Garten 10 cm niedriger…), aber ziehen wird’s schon… ;-(

kann man die Kräuter z. B. auch in Laub „eingraben“?

wozu? Was nicht freiwillig überlebt, geht das Folgejahr so
geschwächt an, dass Du keine Freude daran hast.
warum so kompliziert? Kräuter müssen nicht geschützt werden -

naja, bin eigentlich auch fürs wachsen lassen (und wer net mag, hat Pech…) - zumindest Blumen und so…

Aber bei unseren „Neuanschaffungen“ (Rosmarin noch klein, ebenso unsere Buchsbäumchen, Stachelbeeren…) soll nicht eine Unachtsamkeit meinerseits am Ableben schuld sein…

(die Buchse werden anfangs bei Trockenheit gegossen, die Stachelbeeren haben im 2. Jahr schon beeren, „weil“ ich sie im Winter unten herum auch in Holzwolle gewickelt habe -> windstill -> „wärmer“)

Den Sommer über haben die Kräuter (außer dem Basilikum) prächtig geblüht und gebrummt… und wenn sie groß sind, hoffe ich auch, daß sie alles alleine können… (hoffe ich auch bei unserem erst heuer aus dem Topf ins Freie „entlassenen“ Wacholder…)

Ist Basilikum „echt“ (von Natur aus) einjährig (also auch in
Italien etc.) oder nur bei uns nicht „sinnvoll“ überwinterbar?

„Echt“ einjährig ist keine einzig Pflanze auf Erden.

Einspruch! (schau nur mal in den Schmeil-Fitschen oder jedes andere Pflanzenbuch…) es gibt botanisch sehr viele einjährige…

Basilikum ist „nicht sinnvoll“ überwinterbar.
Du kannst die Ansprüche in der Wohnung nicht erfüllen. (12
Stunden volle Sonne, +/- 60% Luftfeuchtigkeit, 28-30° Grad
tags, 12-15° Grad nachts).

das ist doch mal ne klare Aussage…

Deswegen: Töpfchen im Supermarkt kaufen, abernten, wegwerfen.

widerstrebt mir zwar, is aber wohl nicht anders zu machen…
(obwohl es mich doch wurmt, so kompliziert wie irgend ne Superkalifragilistic-Orchidee kann doch son oller Basil net sein…)

übrigens auch Rosen in aller Regel nicht.

ach, erzähl mir mehr! (käme mir sehr gelegen!!)
-> habe ein paar Rosen, die ich heuer etwas behätschelt habe, weil
    a) die an der Stelle "noch nie was geworden sind
    b) oder doch noch mal ausgetrieben haben

a) habe mich an den Grundsatz in der „Literatur“ (hört sich doch gut an, besser als „hab in zwo Büchla neigschmeggt“ *g*), daß man die verblühten Blüten abzwicken soll. Das konnte ich auch nachvollziehen, weil die Energie dann nicht in die Butten sondern ins Grün geht…

Außerdem habe ich „konkurrenzregulierend“ in Hartreiegel und Goldrute eingegriffen und den beiden „langen“ ne Bohnenstange samt Kabelbinder aufgenötigt.

Erfolg: prächtig duftende Blüten an der Südwand und rankende Dornröschen unter den Kiefern…

b) habe von nem Bekannten nen alten Rosen-Wurzelstock mitbekommen, den er schon nen Winter draussen liegen hatte, naja wegschmeissen kann ich ihn immer noch…

Leider kam nix mehr, also rausgeruft, da kam ein Blauregen hin (anderes Thema: erst mickrig und dürres Laub, aber in den letzten Wochen machte er 40 cm und mehr neue Triebe…). Aber da sah meine Freundin zum Glück, daß der Rosenstock doch noch getrieben hatte.
-> also ans andere Hauseck gesetzt und kräftig gegossen
-> und wenns ne Unterlagenrose ist, sie gedeiht

Aber zurück zum Thema: überall steht, man muß die Rosen anhäufeln
-> warum
-> mit was
-> oder warum nicht (Deiner - und vllt. auch meiner - Meinung nach)?
-> was passiert wenn nicht? (freggt oder nur später oder verzweigter?)
(oder wäre das der Zeitpunkt, um den Thread zu teilen?)

cu
kai

Deswegen: Töpfchen im Supermarkt kaufen, abernten, wegwerfen.

massiver Widerspruch von jemand, der schon mehrere
Supermarkttöpfchen zu stattlichen Büschen großgezogen hat, die
teilweise mehrere Jahre problemlos für Nachschub gesorgt haben

Danke, es gibt sie also doch, die „Nicht-wie-alle-macher“ *fg*

normalen Dünger für Zimmerpflanzen ins Gießwasser geben und
daran denken, dass die Dinger in der Produktion auf hohe
Nährstoffwerte eingestellt worden sind. Also langsam auf ein
Normalmaß reduzieren.

soweit bin ich eben grade und dann soll ich ihn unterpfügen?!?!

Dann halten die Pflanzen Monate bis Jahre und werden richtig groß.
Stellt man sie im Sommer nach draußen, ist dies auch kein Problem.

also Auspflanzen war falsch?

wie machst DU das im Winter?

  • hell, das hab ich schon mitbekommen
  • aber in der Wohnung gehts meist eben kühl oder trocken… :frowning:
  • ne Idee die ich grad hab, wäre evtl.:
      - nen grossen Untersetzer mit wasser
      - darin nen umgekehrten kleinen
      - darauf den Basil. damit er nicht einsumpft,
        aber doch Luftfeuchte hat…
    (hört sich vllt. komplikäiteter an, als es is…)

cu
kai

Petersilie bildet ab dem 2. Jahr Blüten und Samen und ist dann
für Blattmasse - die du ernten willst - nicht mehr zu
begeistern. Deshalb zieht man sie nur 2jährig.

aha, lebt also durchaus länger, „man“ ist sich nur nicht über
die Art der Nutzung einig :wink:
-> wenn man genug hat isses egal
-> wenn man die Blütenansätze wegnimmt (bei Gelegnheit…)
müßts ja reichen :wink:

AFAIK wurde bei meinen Eltern Petersilie auch immer an anderer Stelle gepflanzt, da diese einen sehr einseitigen Nährstoffbedarf hat und irgendwelche anderen Sachen im Erdreich anreichert. Nach ein paar Jahren (ohne Düngung) wird sie also an gleicher Stelle kümmern. Deshalb der Standortwechsel.

Ciao, Holger

Hallo nochmal,

also Auspflanzen war falsch?

nein, grundsätzlich nicht, ich habe auch schon welche ausgepflanzt und wieder rein geholt. Allerdings auch schon welche vergessen, bzw. aufgrund von Mistwetter stehen gelassen, und das ist dann schade. Das Töpfchen ist mit einem Griff wieder in der Wohnung.

wie machst DU das im Winter?

Einfach mit schmuckem Übertopf auf das Fensterbrett in der Küche, regelmäßig gießen, düngen und ernten, Blütenansätze immer gleich rausmachen. Einige halten ewig, andere nicht. Ich will da weder Weltrekorde erreichen noch zum ständigen Schwanzvergleich auffordern :wink: Was hält, hält, und was eingeht, geht ein und kommt auf den Kompost. Momentan haben wir nur einen schon älteren Basilikum, die anderen sind alle nur ein paar Wochen alt, zeitweise hatten wir aber auch schon einen ganzen Wald aus jahrealten Pflanzen auf der Fensterbank.

Gruß vom Wiz