Hallo,
durch Baggerarbeiten sind leider von einigen Bäumen ein paar Äste (bis zu Beinstark) abgerissen.
Was kann ich machen, damit ich den Bäumen helfen kann?
Danke,
Wolfgang
Hallo,
durch Baggerarbeiten sind leider von einigen Bäumen ein paar Äste (bis zu Beinstark) abgerissen.
Was kann ich machen, damit ich den Bäumen helfen kann?
Danke,
Wolfgang
Hallo,
1.) der Baufirma eins reindrehen… (OK, das war nur so halb ernst gemeint - 'ne Schweinerei ist es trotzdem!)
Du solltest die vemutlich ausgefaserten Aststümpfe sauber abschneiden, wenn möglich so, daß einerseits die Schnittfläche möglichst klein ist, andererseits so, daß die Schnittfläche senkrecht steht oder gar leicht nach unten zeigt. Im Gartenmarkt gibt es verschiedene Präparate (meist etwas zähflüssige „Farben“ oder wachsartige Pasten, mit denen man die Schnittflächen „verkleistert“, damit keine Pilze in das Holz eindringen können.
Gruß
Manfred
Hallo,
1.) der Baufirma eins reindrehen… (OK, das war nur so halb
ernst gemeint - 'ne Schweinerei ist es trotzdem!)Du solltest die vemutlich ausgefaserten Aststümpfe sauber
abschneiden, wenn möglich so, daß einerseits die Schnittfläche
möglichst klein ist, andererseits so, daß die Schnittfläche
senkrecht steht oder gar leicht nach unten zeigt. Im
Gartenmarkt gibt es verschiedene Präparate (meist etwas
zähflüssige „Farben“ oder wachsartige Pasten, mit denen man
die Schnittflächen „verkleistert“, damit keine Pilze in das
Holz eindringen können.
Am besten: Lac Balsam, künstliche Rinde, von Celaflor. Gibt’s in Tuben oder in
Töpfen wenn man mehr benötigt.
Gruß
Manfred
Hallo Manfred,
mit denen man
die Schnittflächen „verkleistert“, damit keine Pilze in das
Holz eindringen können.
wenn man nicht kleinlichst sauber arbeitet (und wer kann das schon) tut man dem Baum keinen Gefallen mit dem Einkleistern.
Wenn Keime eingedrungen sind, schaffst Du ihnen durch das Einkleistern nahezu ideale Bedingungen!
Bei Astschnitten wird üblicherweise nicht mehr gekleistert.
Gandalf
Also ich habe, wie schon erwähnt mit Lac Balsam, künstliche Rinde, von Celaflor,
seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Dieses Mittel wird auch von vielen Gärtnern
und Baumpflegern im öffentlichen Bereich nach wie vor angewendet. Man muss nur
darauf achten, dass man das nicht während einer Wachstumsphase, besonders im
Frühling, macht, da der Baum sonst zu viel Saft absondert und der Balsam an der
Schnittstelle nicht haftet bzw. kleben bleibt.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Huhu
also wie schon mehrfach erwähnt, Lac Balsam ist zu emphehlen!
Celaflor Sachen, haben den Vorteil einer tollen Gebrauchsanweisung!
Achte eben peinl. darauf, dass du dich daran hälst
)
Also zuerst alles schön mit einem keimfreien Messer sauberschneiden ( etwa 2 cm mehr als die Bruchstelle) und dann zu machen
)
Lg Mia
Hallo Manfred,
Ueber diese Angelegenheit streiten sich die Fachleute seit über 100 Jahren (nachzulesen im Handbuch der Obstkultur von Nicolas Gaucher vierte Auflage 1908)
Mit dem Sägen werden die Pilzsporen auf der Fläche schön verteilt, perfekte Pilzzucht wenn anschliessend versiegelt wird !
Nachdem mir in den 70.iger Jahren einige Zw.-Bäume mit „Silikonverschluss“ eingegangen sind, hab ich begonnen, mit einer Gaslötlampe die grösseren Schnittflächen zu flammbieren.
Anschliessend mit einem scharfen Messer die Rinde von innen nach aussen anschneiden. Seither voller Erfolg.
(steht noch in keinem Obstbaumbuch grins)
Vorteilhaft ist auch, wenn immer alle Werkzeuge, vor dem Arbeiten, mit „Nitro“ gereinigt und ebenfalls abflambiert werden. (dies oberste Pflicht in Feuerbrand gefährdeten Gebieten)
gehe wieder auf Tauchstation in meinem Urwald
„En schöne Herbscht a alli Gartefründe“
Gruss
Fritz
a.d.Uw.
Danke für die Tips!
Leider war ich es selber der mit dem Bagger hängen geblieben ist 
also nix mit Baufirma eins reinwürgen. Man bekommt das in so einem großen Teil wirklich nicht mit wenn man einen, wenn auch starken Ast, mit dem „Arsch“ wegreißt.
Leider sind die Bruchstellen so nahe am Stamm das sauberes wegschneiden nahezu unmöglich ist ohne den armen Baum gleich zu fällen.
Ich hatte ursprünglich über Leinöl nachgedacht um die Sache so natürlich wie möglich zu behandeln ohne komplett abzudichten. Es sind zwar „nur“ Obstbäume aber ich hoffe die überstehen das.
Na ich schau mir mal diverse Produkte an, hoffentlich greife ich da zu dem richtigen.
Wolfgang,
der trotzdem noch über Leinöl nachdenkt 
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
durch Baggerarbeiten sind leider von einigen Bäumen ein paar
Äste (bis zu Beinstark) abgerissen.
Was kann ich machen, damit ich den Bäumen helfen kann?
Dieses sind schon sehr schwere Verletzungen, die höchstwahrscheinlich eine Baumoperation nötig machen. Trotzdem ist es ist erstaunlich was ein Baum alles erträgt.
Wie es geht? Es gibt ein hervorragendes Buch von Heiner Schmid; Obstbaumwunden ISBN 3 8001 6486 8. Vielleicht einfach in der Stadtbücherei ausleihen?
Trotzdem ist es für den Laien nicht leicht, wenn man das Werkzeug nicht hat. Im Moment ist es z.B. einfach unmöglich ein scharfes Baumsägeblatt zu kaufen!
Ich würde mal in der Nachbarschaft nachfragen, ob es jemanden gibt der Obstbäume veredeln kann.
Wenn ich mir überlege wie ich bei sämtlichen Arbeiten alle gescärft habe meinen Bäumen nix zu tun und dann schaff ich das selber 
Es sind zwar uralte Bäume aber irgendwie sind die mir doch lieb.
Leider hab ich niemanden in der Nschbarschaft den soetwas interessiert. Da gilt eher die Devise - hau doch die alten Krüpel um.
Naja ich find schon was - sonst gibts nächstes Jahr halt ein paar Zenter weniger Äpfel und Pflaumen
((
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Manfred,
Ueber diese Angelegenheit streiten sich die Fachleute seit
über 100 Jahren (nachzulesen im Handbuch der Obstkultur von
Nicolas Gaucher vierte Auflage 1908)Mit dem Sägen werden die Pilzsporen auf der Fläche schön
verteilt, perfekte Pilzzucht wenn anschliessend versiegelt
wird !
Nachdem mir in den 70.iger Jahren einige Zw.-Bäume mit
„Silikonverschluss“ eingegangen sind, hab ich begonnen, mit
einer Gaslötlampe die grösseren Schnittflächen zu flammbieren.
Anschliessend mit einem scharfen Messer die Rinde von innen
nach aussen anschneiden. Seither voller Erfolg.
(steht noch in keinem Obstbaumbuch grins)
Vorteilhaft ist auch, wenn immer alle Werkzeuge, vor dem
Arbeiten, mit „Nitro“ gereinigt und ebenfalls abflambiert
werden. (dies oberste Pflicht in Feuerbrand gefährdeten
Gebieten)
Da diese Antwort schon bepunktet wurde möchte ich hierzu einige Anmerkungen machen.
Es gibt natürlich schöne alte Bücher. Es gibt aber auch neuere Wissenschaftliche Arbeiten. Die Mittel die wirklich gegen Pilze geholfen haben waren Quecksilber-Beizen. Diese sind verboten worden.
Künstliche Baumrinden helfen gegen eingedrungene Pilze nicht, wie in den Arbeiten von Shigo bewiesen wurde.
An bestimmten Stellen des Baumstamms können jedoch Barrieren errichtet werden, der Baum hilft sich selbst. Die Standfestigkeit dieser Barrieren ist von Baum zu Baum verschieden. Schlecht ist es aber wenn man den Angreifern Nahrung gibt, z.B. durch Stehenlassen von sogenannten Kleiderhaken. Deshalb ist ein Wissen über die „Baupläne“ der Bäume nützlich, ebenso wie sauberes Arbeiten und rasiermesserscharfes Werkzeug. Ein Schneiden der saftführenden Rinde von innen nach außen führt zur Zerreißung der Bastschicht und ist deshalb in keinem Buch zu finden. Eine Oxidation an der richtigen Stellen dient dem Schutz, aber bestimmt kein Anbraten des gesunden Holzes, da diese Wunde ja durch Wachstum überwallt werden soll. Dieses wird so verhindert. Wundverschlußmittel dienen dazu keine Trockenrisse entstehen zu lassen, manche haben auch eine Wuchs fördernde Wirkung.
Wer seine Werkzeuge flambiert zerstört diese. Diese dürfen nur mit der Hand geschliffen werden damit die Spezialstähle nicht zu warm werden.
Es gibt zwar einen Krankheit die Feuerbrand heißt. Dieses ist jedoch keine Pilzkrankheit.
Bemerkung entfernt am 16.09.2004 durch BelRia MOD
Hallo Fritz, hallo Rüdiger!
Ist es nicht möglich, dass 2 Fachleute in einem vernüftigen Umgang miteinander, hier ihr Wissen weitergeben ??
Macht doch bitte eure Streitigkeiten per Mail aus, ihr schadet hier mehr als ihr nutzt, wenn ihr euch solche Artikel leistet wie die Letzten.
Erfahrung des Älteren hier Fritz und das Wissen des Jüngeren hier Rüdiger, ist für alle in diesem Brett eine Bereicherung.
Was dieses Brett nicht braucht ist ein Machtkampf zwischen euch Beiden.
Verständigung wäre eine Lösung zwischen Alt und Jung. Junge lernen von den Alten und Alte können noch etwas von Jungen lernen - wird ja wohl nicht so schwierig sein - oder ??
Euer beider Wissen ist hier in diesem Brett von Vorteil, auf einer vernünftigen Basis, die ihr hoffentlich finden werdet
)
Viele Grüße
BelRia (MOD)