Auf einem recht schweren Marschlandboden wollen wir zum Winter Roggen säen, damit der Boden etwas auflockert.
Welche Pflanzen eignen sich im Frühjahr zum Säen, damit der Boden einige Nährstoffe bekommt und etwas aufgelockert wird?
Auf einem recht schweren Marschlandboden wollen wir zum Winter Roggen säen, damit der Boden etwas auflockert.
Welche Pflanzen eignen sich im Frühjahr zum Säen, damit der Boden einige Nährstoffe bekommt und etwas aufgelockert wird?
Hallo Enno
Zur Gründüngung über den Winter ist sehr gut Gelbsenf geeignet. Letzter Aussaattermin ist Ende September. Bei mir (schwerer steiniger Boden) bleibt er dann bis zur Blüte im April stehen. Dann wird er mit dem Rasenmäher klein gehäckselt, gleichmäßig verteilt und in der obersten Schicht mit einer E-Motorhacke eingearbeitet. Das ergibt einen guten Humusboden mit großer Anreicherung von natürlichem Stickstoff.
der Hinterwäldler
Auf einem recht schweren Marschlandboden wollen wir zum Winter
Roggen säen, damit der Boden etwas auflockert.Welche Pflanzen eignen sich im Frühjahr zum Säen, damit der
Boden einige Nährstoffe bekommt und etwas aufgelockert wird?
Hallo,
Zur Gründüngung über den Winter ist sehr gut Gelbsenf
geeignet.
Senf und andere Kreuzblüter sind nur dann als Gründüngung zu empfehlen, wenn anschließend als Kulturpflanzen keine weiteren Kreuzblüter (Kohlgewächse, Kohlrabi, Rettiche) angepflanzt werden. Sonst droht auf Dauer Befall mit Kohlhernie.
Das ergibt einen guten
Humusboden mit großer Anreicherung von natürlichem Stickstoff.
Ich wüsste nicht, Dass Senf ein Stickstoffsammler („Anreicherung“) ist. Dafür werden normalerweise Leguminosen (Erbsen, Klee, Lupinen, Wicken) eingesetzt. Der Senf kann aber zum Binden von im Boden befindlichem Stickstoff verwendet werden, so dass er nicht ausgewaschen wird.
Ganz gut als Gründügung ist auch Spinat und Feldsalat geeignet. Beide haben ein recht ausgedehntes Wurzelwerk. Außerdem kann so auch im Winter noch etwas geerntet werden.
http://www.kuechengarten.de/Grundungung.htm
http://www.gartenbauprofi.de/?fensterinhalt=gruen
Gruss, Niels
Auf einem recht schweren Marschlandboden wollen wir zum Winter
Roggen säen, damit der Boden etwas auflockert.Welche Pflanzen eignen sich im Frühjahr zum Säen, damit der
Boden einige Nährstoffe bekommt und etwas aufgelockert wird?
Hallo !
Frag nach bei der zuständigen Landwirtschaftskammer (Beratung). Die wissen regional genau, was zu machen ist.
mfgConrad
Hallo Enno,
Gründüngung im Frühjahr auf vergleichsweise schwerem Boden:
Phacelia, kann im Seeklima schon im Februar gesät werden. Ist unproblematisch als Vorfrucht. Hilft bei früher Saat und spätem Unterhacken (nach der Blüte) Bienenvölkern beim Starkwerden, ein ausgezeichneter Nektarspender. Macht viele, extrem feine, aber starke Wurzeln - wird z.B. im südlichen Niedersachsen von den Rübenbaronen ins Vorgewende gesät, welches sie mit ihren sechsreihigen Panzern kaputtgefahren haben.
Weißklee: Kommt ebenfalls super mit verdichteten Böden zurecht. Bringt vergleichsweise viel Stickstoff durch Symbiose mit entsprechenden Bakterien (bei optimalen Bedingungen 30-40 kg N/ha, bei normalen Gartenbedingungen eher 5-10). Braucht kalkhaltigen Boden, sollte wenigstens über Sommer stehen.
Andere Stickstoffsammler:
Im Seeklima gedeiht auch recht gut die Platterbse Lathyrus Sativus, Aussaat Frühjahr bis Herbst, relativ kurze Standdauer (kann etwa im März ausgesät vor Kohl, Sommerrettich, spät ausgebrachten Rote Beete und Porree stehen). Ähnlich, aber mittlere Standzeit: Sommerwicke Vicia Sativa.
Auf jedem Boden kommt klar und verbindet N-Sammeln mit ziemlich tiefem Lockern: Vicia Faba, Ackerbohne. Kann auch schon sehr früh gesät werden, etwa in Reihen zwischen Gemüse, welches erst später groß wird (Kohlarten). Wenn die den Platz brauchen, haben die Bohnen schon geräumt. Kultursorten (z.B. Dreifach Weiße, Karmesijn) auch - eher im N - teilweise beliebtes Gemüse. In meinem Garten, der auch mit gräulich schwerem Boden gesegnet ist, werden im Frühjahr die Reihen mit Ackerbohnen markiert - die bleiben dann stehen, solange niemand anders den Platz braucht. Ackerbohnen neigen bei früher Saat arg zum Verlausen, hat aber den Vorteil, dass dann auch die Marienkäfer und Florfliegen schneller schlagkräftige Populationen aufbauen.
Rotklee und Perserklee sind einen Versuch wert, laufen aber nicht überall gut auf und haben wie Weißklee lange Standzeiten.
Eher sandig mögen es Gelbklee Medicago Lupulina und Esparsette Onobrychis Vicifolia.
Auf Standorten, die von Stickstoffauswaschung gefährdet sind, ist Spinat ein guter Gründünger im Frühjahr. Er ist für Frostsaat ab Januar geeignet und läuft schon bei niedrigen Temperaturen auf. Als ausgesprochener Stickstoffliebhaber hält er den N zusammen und gibt ihn bei Flächenkompostierung leicht wieder frei. Schützt vor Erosion und fördert die Gare. In der klassischen Mischkultur steht jede Erntereihe zwischen zwei Düngereihen Spinat, nur diese werden gegossen, flächenkompostiert und sonstwie gedüngt. Spinat gehört zu den raren Pflanzen, die betreffend Vor- und Nachfrucht und Nachbarschaften gänzlich unproblematisch sind.
Schöne Grüße
MM