Hallo Nicola,
jetzt unter allem Vorbehalt, weil ich zu der Zeit, als mein Garten als ein Hängender auf dem Riesenbalkon stattfand, noch keinerlei Nutzpflanzen und nur wenig Mehrjähriges hatte:
Vom Umtopfen werden regelmäßig keine oder bloß sehr wenige Wurzeln beschädigt: Du klopfst vorsichtig den ganzen Ballen mitsamt allen Wurzeln aus dem Topf und brauchst nach so kurzer Standzeit auch die Erde nicht groß auszuschütteln.
Eher ein Problem kann sein, dass mit dem neuen Wurzelraum, den frischen Nährstoffen etc. die Pflanzen jetzt für den Winter keine rechte Ruhe finden. Alldieweil Erdbeeren ihren Rhytmus von Tageslänge und Temperatur haben, wohl kein großes Risiko. Trotzdem sicherlich nicht schlecht, bei Umtopfen jetzt darauf zu achten, dass die verwendete Erde entweder von draußen kommt oder, im Fall eines Kultursubstrates aus dem Handel, möglichst geringe Werte der Hauptnährstoffe, vor allem N, aufweist (ist auf dem Sack ausgewiesen).
Ein Vorteil vom jetzt in Pflanztröge umsiedeln kann sein, dass die Pflanzen mit mehr Erde rundherum weniger leicht austrocknen und bei strengem Frost auch nicht so gefährdet sind - Erdbeeren brauchen beiläufig vor allem in die Tiefe recht wenig Wurzelraum, die Wurzeln gehen relativ flach in die Breite. Aber etwas mehr Boden ist für Feuchtigkeit und Temperaturausgleich sicher gut.
Der Ertrag für nächstes Jahr ist jetzt übrigens bereits weitgehend programmiert: Die Blüten sind schon im Stock angelegt.
Erdbeeren im Freiland gehen jetzt zwar in Richtung Winterruhe gehen, aber sind noch ein gutes Stück davon weg - meine Monatserdbeeren fruchten jetzt noch und haben sogar noch einzelne Blüten, die sie vor dem Frost noch reifkriegen wollen.
Würde es also mit Um-/Einpflanzen probieren.
Wenns was wird, schaun wir nächstes Jahr als Erntehelfer vorbei - Adelheid will schon ewig lang einmal Strudelhofstiege, Naschmarkt und Zentralfriedhof live und draußen anschauen.
Schöne Grüße
MM