Hallo !
Unser junger Birnbaum hat schon ein paar Jahre diesen Gitterrost. Anfang diesen Jahres habe ich ihn behandelt, aber anscheinend nicht richtig, denn der Pilz ist wieder da. Schade.
Jetzt habe ich im Rasen rund um den Baum so komische schwarze Flecken gesehen, die mir auch letztes Jahr schonmal aufgefallen waren. Diese fassen sich sehr schmierig an und dort wächst auch kein Gras. Im Sommer ist davon nichts zu sehen. Ich kann mir vorstellen, daß es sich um einen Pilz handelt, da es ja jetzt zunehmend feuchter wird. Ist der vielleicht ein „Mitbringsel“ des Gitterrostes ? wie kann man gegen ihn vorgehen ?
Und gibt es ein Mittel, womit ich den Baum wieder hinkriege ? Oder hilft nur Chemie ?
Danke und Gruß,
Herby_A.
Hallo Herby,
Und gibt es ein Mittel, womit ich den Baum wieder hinkriege?
Ja: Alle Wachholderpflanzen im Umkreis entfernen. Birnengitterrost braucht ihn als Zwischenwirt.
Übrigens schadet Birnengitterrost bloß sehr jungen Bäumen wesentlich, er sieht ärger aus als er ist.
Oder hilft nur Chemie ?
Bin nicht mal so überzeugt, dass es derzeit noch ein Fungizid gibt, das im nicht gewerblichen Obstbau dagegen zugelassen ist.
Da wirds dem Juniperus doch an den Kragen gehen müssen…
Schöne Grüße
MM
Der Birnengitterrost hat nichts mit den Pilzen zu tun, die um den Baum herumwachsen. Was das für eine Art ist, müsste man durch Foto klären.
Gruss!
Hallo !
Zum Birnnegitterrost: die Bekämpfung mit Chemie (wenn es überhaupt noch was gibt) ist sehr schwer und von Laien kaum durchführbar, da der Pilz nur sehr kurz mit den Fungiziden in Kontakt kommen kann. Sobald der Baum infiziert ist, wächst der Pilz innerhalb des Baumes. Hier könnte nur ein systemisches Fungizid helfen, ich kenne allerdings keines was gegen BGR wirkt.
Eine Bekämpfung ist sicher nur über die Bekämpfung des Zwischenwirts möglich - das könnte aber am lieben Nachbarn scheitern.
Ansonsten bleibt nur den Befallsdruck durch verschiedene Maßnahmen zu senken. Dazu gehört zum Beispiel ein regelmäßiges Auslichten der Bäume(beschleunigt die morgendliche abtrocknung der Blätter und damit eine Verringerung des Zeitintervalls, daß dem Pilz zur Infektion zur Verfügung steht), eine Verknappung des Stickstoffangebots (keine Volldüngung o.ä.)und Auswahl weniger anfälliger Sorten und eines geeigneten Standorts (bei Dir ja schon zu spät)
Gruß
Ludger
Hallo allerseits,
Ja: Alle Wachholderpflanzen im Umkreis entfernen.
Birnengitterrost braucht ihn als Zwischenwirt.
Das ist korrekt, allerdings betrifft dies nur den kleinen
Stink-Wacholder (Juniperus sabinae). „Richtiger“ Wacholder (J. communis) kann stehen bleiben. Der Rostpilz darauf zählt zu einer anderen Art (Gymnosporangium clavariiforme) und wechselt zum Weißdorn.
Gruß
Manfred
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