Hallo, Gartenexperten!
Bin bei den herbstlichen Arbeiten in meinem Garten und stehe vor der Frage, ob ich einige Beete - u.a. Rosen - nach dem Aufbereiten mit Blumenerde plus Rinderdung/Hornspänen mit Mulch abdecken soll. Da gibt es im Baumarkt Deko-Mulch aus Nadelholz oder Pinie, aber ich bin irgendwie misstrauisch. Wenn z.B. der Nadelholzbelag (wegen der helleren Färbung recht ansehnlich) verrottet, ist das nicht eine zu einseitige Nahrungszufuhr für den Boden? Und Pinie? Was gibt die beim Verrotten an Stoffen frei? Ich möchte nicht ein durch dieses Mulchen entstandenes Bodenungleichgewicht im näxten Jahr mit heftigen Düngergaben ausgleichen müssen.
Danke & Gruß,
Eva
Hallo Eva,
der Stand der Kunst hat sich wahrscheinlich im Lauf der letzten 15 Jahre ein wenig bewegt. Als ich den Bodenkundepapst Brunk Meyer zu diesem Thema gehört habe, wurde sich - damals waren die neuartigen Waldschäden noch ziemlich neu - gestritten, ob das brutal saure Milieu unter Nadelstreu-Auflage von den mehr oder weniger zersetzten Nadeln noch gefördert würde, oder ob umgekehrt eine Nadelstreu-Auflage nur auf brutal saurem Milieu eben Auflage bleibt und keine gescheite Bodenbildung macht.
Wieauchimmer: Rindenmulch von Fichten gleiche ich nicht bloß mit N-Düngung aus, sondern ich puffere ihn noch ein bissel mit Kalk (nicht dem ff. Dolomitkalk, sondern billigstem aus der Trinkwasseraufbereitung). Kann dabei eine ziemlich flotte Bodenbildung beobachten.
Das dürfte auch für Nadelmulch ausreichend sein. Alldieweil Rosen wohl nicht unbedingt Kalk-Fans sind, besser nicht mehr als zwei Handvoll auf den Quadratmeter unter das Mulchmaterial gemischt und nicht weiter eingearbeitet.
Als viel „gesündere“ Alternative käme natürlich ein schönes Laub wie Platane, Ahorn, vielleicht Kastanie … in Frage. Kastanie liegt wg. Gerbsäure auch eine ganze Weile, macht dann aber im Frühjahr keinerlei auszugleichende Schwierigkeiten.
Schöne Grüße
MM