Kakteen im Winter

Hallo,

Ich besitze seit ca. 1,5 Jahren einen Kaktus (und zwar eine Opuntia, wie ich nach Vergleich mit Photos im Internet festgestellt habe). Sie gedeiht sehr gut, wächst (geblüht hat sie allerdings noch nicht) seit sie am Ostfenster mit Sonnenbestrahlung den ganzen Vormittag über steht (oberes Stockwerk und keine Gebäude im Weg).

Allerdings bin ich jetzt verunsichert, was das Gießen betrifft. Letzten Winter hatte ich sie 1x pro Woche durchgehend gegossen. Da der Topf klein ist [im Frühjahr werde ich sie umtopfen müssen, was sicher nicht einfach wird] ist die Erde am nächsten Tag schon wieder trocken. Jetzt habe ich aber gelesen, dass man Kakteen im Winter überhaupt nicht gießt! Sollte ich mich daran halten, obwohl sie bisher sehr gut gedeiht? Alles in mir sträubt sich. Eine Pflanze nicht gießen, kann ich mir irgendwie so überhaupt nicht vorstellen.

Bitte um Aufklärung und ratschläge - wie macht Ihr das?

Viele Grüße, Walkuerax

Hi,

Ich besitze seit ca. 1,5 Jahren einen Kaktus (und zwar eine
Opuntia, wie ich nach Vergleich mit Photos im Internet
festgestellt habe).

Opuntien sind ein ziemlich widerstandsfähiges „Unkraut“ unter den Kakteen. Opuntien vertragen ziemlich viel, sind gute Pflanzen für den Anfänger.
Egal wie du es bisher gemacht hast, behandle sie weiterhin so wie du es beschrieben hast.
Ich giesse meine Kakteen (~200) im Winter (fast) gar nicht, aber das erfordert einiges mehr an Kenntnis. Das ist aber bei Opuntien nahezu egal.

Gruss,

Ok,

Hallo,

Danke, dann werde ich das auch weiter so halten. Letztendlich sieht man den Pflanzen ja auch an, wenn etwas schief geht. Zu Beginn z.B. hatte ich sie an einem Nordfenster im Büro - und das war gar nichts. Seit ich sie dann mit nach Hause genommen habe und sie genügend Licht hat, hört sie gar nicht mehr auf zu wachsen.

Ich lese bei Dir zwischen den Zeilen, dass das Nicht-Gießen doch nicht so selbstverständlich ist?

Mit vielen Grüßen, Walkuerax

Hi,

Das Problem ist eben, dass sie im winter absolut nicht wachsen darf, da sie sonst wegen Lichtmangel ausgeilt, dh. ungesunde, dünnnen, hellen austrieb zeigt.

Normalerweise ist das absolut-nicht gießen deswegen nicht so günstig, weil dann die Saugwurzeln absterben. Die Pflanze bereitet sich sozusagen auf eine lange Trockenzeit vor. Nun dauert es einige Tage, bis die Pflanze im Frühjahr wieder neue Saugwurzeln austreibt und wachsen kann. Einige Kakteen kommen auch aus Gebieten, wo es selten monatelang trocken ist und vertragen das nicht so gut (schrumpfen sehr stark, Randbereiche von kissenbildenden Arten sterben ab…)

Bei einer Opuntia ist das aber egel, die wächst sowieso bald mehr als Dir lieb ist. Ich würde daher beim Umtopfen ein sehr nährstoffarmes Substrat nehmen (Sand, Kies, Lehm und nur sehr wenig magere Erde), wenn Du nciht einen Platz im Garten und im Wintergarten hast, um ein großes Stachelgewächs zu beherbergen.

A.

Verstanden
Hallo,

Vielen Dank Ihr beiden, das scheint mir dann ja recht einfach: wenn sie weiter wächst, muss ich weniger gießen!

Bei einer Opuntia ist das aber egel, die wächst sowieso bald
mehr als Dir lieb ist. Ich würde daher beim Umtopfen ein sehr
nährstoffarmes Substrat nehmen (Sand, Kies, Lehm und nur sehr
wenig magere Erde), wenn Du nciht einen Platz im Garten und im
Wintergarten hast, um ein großes Stachelgewächs zu
beherbergen.

Das deutet sich tatsächlich schon an! Und dass ich gerade eine Opuntia habe, liegt natürlich daran, dass ein bekannter seine etwas beschnitten hatte und dann über jede Menge Ableger verfügte! Da habe ich also einen Unkraut-Kaktus!

Schönes Wochenende, Walkuerax

hi,
wenn sie schon wächst ists zu spät!

Ich gieße meine Opuntie Okt-Mai nur ausnahmsweise, wenn sie so trocken ist, dass sich die Glieder umsinken. Bei kühlem Standort (ca. 10-15° und absoluter trockenheit gibs aber auch kein Problem, nur wenn Du sie im warmen Zimmer hast.
A.