Mehltau bei Bäumen

Hallo,
ich habe noch eine Frage bezüglich Mehltau, ich habe eine Eiche (deren Blätter schon unfreiwillch abegefallen bzw.von zwei Kaninchen aufgefressen wurden).
Sie hat sehr starken Mehltau und natürlich möchte ich diese Bildung des Pilzes im nächsten Frühjahr nicht wieder haben, kann ich die Eiche irgendwie davor schützen?

Hallo Renette,

(ein schöner Name für eine Gärtnerin!) -

es dürfte sich um Echten Mehltau handeln: Blattoberseite, zuerst fleckig beginnend, dann schnell das ganze Blatt bedeckend; hie und da später ein weißer polsterartiger Belag auch auf der Blattunterseite (Falscher Mehltau besiedelt die Blattunterseite.)

Alldieweil der Mehltau die Eiche bloß ein wenig bremst, aber nicht umhaut, ist es sicher angebracht, keine zu heftigen Keulen einzusetzen.

Möglich sind u.a.:

  • Natriumhydrogencarbonat (zu Deutsch: Backpulver) in einer 0,5 - 1%igen Lösung bei Mehltauwetter (warm/feucht) mindestens wöchentlich angewendet. Gute Ergebnisse in Mischung mit Pflanzenölen & einem geeigneten Emulgator, es gibt von verschiedenen Herstellern fertige Mischungen.

  • Wenn man schnell reagiert, kann noch bei Auftreten der ersten Symptome Netzschwefel (z.B. Sulfran, Spiess-Urania)angewendet werden. Als anorganisches Pflanzenschutzmittel ist Netzschwefel vergleichsweise harmlos. Vorsicht bei Kern- und Beerenobst. Mindestabstand zu Gewässern von 10m einhalten, Netzschwefel ist giftig für Fischnährtiere.

Falls es sich um Falschen Mehltau handeln sollte: Der Klassiker seit mindestens 25 Jahren dafür heißt Dithane. Für Freunde der anorganischen Chemie: Kupferkalk entwickelt auch eine brauchbare Wirkung bei Falschem Mehltau.

Schöne Grüße

MM

Hallo Renette,Klassiker seit m
(ein schöner Name für eine Gärtnerin!) -

Der Name ist von meinem Apfelbaum abgeleitet, ich habe ihn selbst gezogen, aus dem Kern einer (Stern)Renette.

es dürfte sich um Echten Mehltau handeln: Blattoberseite,
zuerst fleckig beginnend, dann schnell das ganze Blatt
bedeckend; hie und da später ein weißer polsterartiger Belag
auch auf der Blattunterseite (Falscher Mehltau besiedelt die
Blattunterseite.)

Ja, genauso ist es.

Alldieweil der Mehltau die Eiche bloß ein wenig bremst, aber
nicht umhaut, ist es sicher angebracht, keine zu heftigen
Keulen einzusetzen.

Ich habe sowieso keine Chemie und halte auch nicht viel davon, außer in schlimmen Fällen natürlich.

Möglich sind u.a.:

  • Natriumhydrogencarbonat (zu Deutsch: Backpulver) in einer
    0,5 - 1%igen Lösung bei Mehltauwetter (warm/feucht) mindestens
    wöchentlich angewendet. Gute Ergebnisse in Mischung mit
    Pflanzenölen & einem geeigneten Emulgator, es gibt von
    verschiedenen Herstellern fertige Mischungen.

  • Wenn man schnell reagiert, kann noch bei Auftreten der
    ersten Symptome Netzschwefel (z.B. Sulfran,
    Spiess-Urania)angewendet werden. Als anorganisches
    Pflanzenschutzmittel ist Netzschwefel vergleichsweise harmlos.
    Vorsicht bei Kern- und Beerenobst. Mindestabstand zu Gewässern
    von 10m einhalten, Netzschwefel ist giftig für Fischnährtiere.

Super, danke für die Tipps, die „Behandlung“ wird meiner Eiche bestimmt gut tun.

Liebe Grüße und schönes WE
Renette