Camellia japonica

hallo pflanzenfreunde,

meine schwiegermama hatte irgendwann anfang des jahres eine camellia japonica geschenkt bekommen. die kam dann im frühjahr raus, an eine relativ schattige ecke und wuchs da so vor sich hin. sie wurde größer, aber ansonsten passierte relativ wenig. so, und nun mitte oktober treibt das ding blüten ohne ende. und weil es ihr zu kalt werden könnte (pflanze) stellte meine schwiema sie kurzerhand rein. mir mitten ins wohnzimmer… ich packte sie dann in ein schattiges eck, goß nich zuviel,aber auch nich zuwenig und nun verliert sie die blätter und noch geschlossenen blüten. die hat nicht einmal aufgeblüht.
meine frage, ist das normal? hat schwiema sie zu früh rein? was tun?
hilfe!!!

grüßle tanja

Hi Tanja,

meines Wissens können es Kamelien ganz gut draussen aushalten und sind bis zum gewissen Grad auch frosthart. Du solltest sie auf jeden Fall wieder nach draussen bringen und mit einem Schattenleinen/ Ballenleinen oder ähnlichen einwickeln. Das reicht vollkommen aus. Die Pflanze meines Vaters steht das ganze Jahr über eingepflanzt hinter dem Haus und blüht wie verrückt und geht NICHT ein. Also, viel Glück.
Skippy

Hallo Tanja,

  1. zu dunkel - Standort hell, keine direkte Sonne
  2. zu trocken - Moorbeetpflanzen brauchen feuchtes, nicht nasses Substrat
  3. zu warm - Standort während der Blüte kühl, bis 15°
  4. daher zu geringe Luftfeuchtigkeit
  5. nach der Blütenbildung nicht bewegen, drehen

Du siehst, du (oder deine Meschpoke) hast alles getan, um der Kamelie das
Blühen auszutreiben. Aber keine Angst, wenn sie den Winter überleben
sollte, was ich bezweifle, hat sie ja im nächsten Jahr noch ne Chance.

Gruß
Lantanos

Nachtrag
Die Mär, dass Moorbeetpflanzen - und zu diesen zählt, wie eine Vielzahl
anderer Pflanzen, auch die Kamelie - Schatten „wollen“, ist wohl kaum aus
den Köpfen auszutreiben. Fakt ist, dass sie zwar im Schatten überleben
können, aber ausser einer Notblüte und einem spillerigem Wuchs ist nichts
zu erwarten. Für die meisten Moorbeetpflanzen gilt wie für Clematis oder
Palmen: Kopf in der Sonne, Fuß im Wasser. Wobei Wasser nicht wörtlich
genommen werden darf, das saure Substrat (Torf) muss lediglich das ganze
Jahr, also auch im Winter feucht sein. Um dies zu erleichtern, werden sie
gerne unterpflanzt mit Bodendeckern (die Schauder-Würg-Lösung heißt
Winterheide); dass viele Azaleen im Winter eingehen, liegt weniger am
Frost, sondern schlicht an der Tatsache, dass sie vertrocknen. Die meisten
tragen ja auch im Winter Laub ("immer"grün) und verdunsten also auch.

Versuch halt, wie Speedy sagt, sie auszupflanzen. Großes Loch an einer
windgeschützten Stelle im Garten, reinen Torf rein, wässern. Im Früjahr
als Langzeitdünger Hornspäne geben, vielleicht wirds ja was. Viel Glück!

hallo,

oje, das arme dinger… na dann werde ich sie mal ganz schnell wieder nach draussen befördern.
zu meiner verdeidigung muß ich sagen,daß es nicht meine ist und ansonsten alle meine zimmerpflanzen gut gedeihen.
für die freilandpflanzen ist meine schwiema immer zuständig gewesen, da sie schon seit 30 jahren einen garten hat und ich eben erst seit zwei jahren hier wohne und im garten nicht viel tun darf…
ich wollte sie ja einpflanzen,aber schwiema möchte sie in dem überdimensionalen topf drinne lassen.
aber da ich ja kein pflanzenmörder bin,stell ich sie jetzt wieder raus. windgeschützt und eingewickelt.

aber ich wollte doch gerne noch wissen,warum die so spät erst geblüht hat, sind die nicht früher dran?

vielen dank für eure tipps

grüßle tanja

Das ist normal, sind Spät- bzw. Winterblüher.