Kaffeesatz und Zigarettenasche

Von: , Frage gestellt am Mo, 19. Jun 2000

Hallo zusammen!

Ich bin schon ziemlich verunsichert - stimmt das eigentlich, dass Kaffeesatz und/oder Zigarettenasche, in Blumenkistchen gestreut, für die Blumen "gesund" sein soll? Und wenn ja, warum?

Bin schon gespannt auf Eure Antworten :-))

Danke und Gruss
Moni

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 27 Minuten hilfreich
    Re: Kaffeesatz und Zigarettenasche

    Ich bin schon ziemlich verunsichert - stimmt das eigentlich,
    dass Kaffeesatz und/oder Zigarettenasche, in Blumenkistchen
    gestreut, für die Blumen "gesund" sein soll? Und wenn ja,
    warum?
    Hängt von der Pflanze ab. Kaffeesatz ist eher sauer, Asche eher alkalisch (basisch). Wenn Du eine Pflanze hast, die es gerne sauer mag (z.B. Blaubeeren) und Du streust Asche in die Erde, hast Du mit Garantie schnell die Pflanze gekillt (umgekehrt genauso). Auf einen Komposthaufen ist Kaffee eine wahre Wohltat, weil er Würmer anlockt. Asche hat dort allerdings (wenn überhaupt) nur in ganz kleinen Mengen was zu suchen.

    Gandalf

    • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
      Re^2:Asche generell nicht auf Komposthaufen?

      Hallo Gandalf, darf man generell keine Asche (aus dem Grill -Holzkohle- z.B.) auf den Komposthaufen werfen?
      Deborah

      • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
        Re^3:Asche generell nicht auf Komposthaufen?

        Hallo,

        ich kenne jemanden, dar das jahrelang mit seiner Grillasche gemacht hat. Wenn du dem seinen Garten siehst, kannst du vor Neid nur noch erblassen!

        Gruss, Niels

        • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
          Re^4:Asche generell nicht auf Komposthaufen?

          Hallo,

          ... und wir haben früher das Gleiche mit Asche aus Holzbrand (Ofen) gemacht, allerdings die Asche direkt aufs Beet gestreut. Solche Tomaten habe ich nie mehr gehabt. Die Erklärung: Holzasche ist kaliumhaltig, das mögen viele Pflanzen.
          viele Grüße, Claudia

          • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
            Kalk macht reiche Eltern aber arme Kinder

            Hallo Aschestreuer.
            es gibt diesen Satz den ich oben zitiert hab. Er bedeutet, daß eine Kalkgabe (gilt aber auch für Asche, weil beide alkalisch sind) kurzfristig dem Boden Flügel verleiht, langfristig ihn aber ruiniert. Die auftretenden Schäden sind nur sehr schwer wieder rückgängig zu machen. Ich möchte mich hier nicht darum streiten, ob es jetzt 10 Jahre sind oder 15 oder 20. Auf jeden Fall ist es langfristig nicht so gut.

            Gandalf

            • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
              Re: Kalk macht reiche Eltern aber arme Kinder

              Hallo Gandalf,

              so generell kann man das aber nicht sagen. Das Problem mit Kalk ist, dass er sehr billig ist und deshalb oft nach dem Motto "viel hilft viel" eingesetzt wird. Man sollte also eher zuwenig als zuviel geben (wie bei anderen Duengern auch). Wenn viele saure Stoffe in den Boden eingebracht werden wie zB Torf (jetzt sag nicht "wer macht denn noch sowas", ich machs nicht!) oder auch Rindenhumus, so ist zur Neutralisation Kalk (oder eben Asche) durchaus empfehlenswert. Kalkschwache Boeden sind zB am Moos zu erkennen.
              Ein Problem mit Asche scheint mir die Ueberduengung mit Kalium zu sein. Das ist in Kleigaerten oefters ein Problem, da schon der Kompost sehr kaliumreich ist.
              Eine Bodenanalyse ist da manchmal gar nicht fehl am Platz.

              Gruss, Niels

            • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
              Re^2: Kalk macht reiche Eltern aber arme Kinder

              Das Problem mit
              Kalk ist, dass er sehr billig ist und deshalb oft nach dem
              Motto "viel hilft viel" eingesetzt wird.
              Eben auf diese Gefahr wollte ich hinweisen. Daß saure Stoffe im Übermaß gegeben genauso schädlich sind ist unbestritten, aber Kalk (bzw. alkalische Stoffe) hält sich länger im Boden und zerstört die Krume nachhaltiger als saures.

              Gandalf

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^3: Vielen Dank für die ...

              sich in dieser kleinen Diskussion ergeben habenden (?!) Meinungen. Wir werden vorsichtig sein.
              Kleine Frage: bei stark lehmhaltigen Boden, darf man da mehr kalken als üblich, um die Bodenstruktur zu verbessern? Das ist in unserem Garten die wahre Feude...
              Viele Grüße, Deborah

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^4: Vielen Dank für die ...

              Hallo,

              ich wuerde Kalk nicht zur Strukturverbesserung einsetzen (aus den von Gandalf genannten Gruenden). Der beste Strukturverbesserer ist Kompost.
              Ausserdem noch als Tipp:
              Bei starkem Regen neigt lehmiger Boden zum Verschlaemmen, dh die Oberflaeche wird dicht, das Wasser bleibt stehen und bei Trockenheit verbackt das Ganze zu einer dichten, harten Oberflaeche. Wenn du ordentlich mulchst kannst du das verhindern. Ich nehme immer Grasschnitt nach dem Maehen des Rasens. Als Schicht (ca. 2cm) auf den Beeten ausgebracht, faengt er die Wucht der Regentropfen (oder des Giesswassers) ab und laesst es sanft versickern. Ausserdem schuetzt er vor austrocknung durch Wind und Sonne (weniger Giessen noetig!). Und irgendwann wird er in die Oberflaeche eingearbeitet und traegt dann ebenfalls zur Strukturverbesserung bei.

              Gruss, Niels



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