Nochmals 'Rundup' (Efeu, Brombeeren)

Verwendung von Herbiziden

Bin auch der Meinung solche chemische Mittel sollen im Hausgarten nur im äussersten Notfall angewendet werden.

Bevor aber von „Extrem-Grünen“ Horrormärchen in die Gartenwelt gesetzt werden, schadet es nicht wenn man sich über die Toxizität dieser Mittel einmal eingehend informiert.

Beispiel „Rundup“ … ist wegen Genmanipulation an Mais stark in Verruf gekommen.
Weltweit wird jetzt rundup-resistenter Mais trotzdem angepflanzt. Der Wachstumshemmer „Rundup“ kann also dem Mais nicht mehr schaden, wenn das Unkraut zwischen den Pflanzen vernichtet wird.
„Rundup“ als „giftfrei“ bezeichnet verkauft, wird im Boden in 3-20 Tagen biologisch abgebaut.

Wenn die Landwirtschaft, hauptsächlich Ackerbau und Obstbau ganz ohne chemische Mittel: Pestizide (Pilzkrankheiten), Insektizide sowie Herbiziden auskommen müsste, könnte man die Produkte nicht mehr bezahlen.

Vor 70 Jahren , zu meiner Zeit gab ein 5 Hektar-Betrieb Vollbeschäftigung für 4 Erwachsene plus „Kind und Kegel“. Hacken, jäten, melken …alles von Hand.
Der Industrie-Arbeiter konnte sich damals keine Auslandferien leisten, die Lebensmittel waren zu teuer.

Heute bewirtschaftet ein Mann mit optimalem Maschinenpark 50-100 Hektaren.
Der Verdienst pro Familie ist etwa gleich geblieben !

Der Wirkstoff „Glyphosat“ in den Herbiziden ist n.m.A. weniger toxisch als Salz in der Suppe oder Insektizidrückstände in Bier und Wein.

http://www.blw.admin.ch/pflanzenschutzverz/pb_w199_d…

http://www.netdoktor.de/topic/alkohol/giftalkohol.htm

http://staff-www.uni-marburg.de/~gvw/texte.mix/chemi…

Sind bauliche Hindernisse wie Stützmauer und Hauswand, die eine Bearbeitung des Bodens nicht zulassen… bei schönem Wetter und windstill, am Morgen „Rundup“ auftragen.
Holzige Pflanzen wie Brombeeren, Efeu etc. nach einer Woche nochmals auftragen.

Nur als spezielles Beispiel: In dem Johannisbeerbusch meines Gartennachbars wächst seit 4 Jahren munter eine Esche. Nach dem Austrieb im Mai werde ich gezielt diese Pflanze behandeln.

Gruss
Fritz
a.d.Uw.

Hallo Fritz,
ich habe das Gefühl, das in diesem Forum der scheinbar unaufgeklärte Gärtner vor C-Waffen geschützt werden soll. Chemisch hergestellte Herbizide werden pauschal als Gift eingestuft. Dies ist aus Sicht der Pflanze immer, und teilweise auch für Mensch und Tier richtig. In einem E-Mail zum Thema Roundup wurde alternativ die Verwendung von Essig(säure) empfohlen. „Ein bisschen Muskelarbeit schadet nicht soviel, als einen Boden nachträglich und anhaltend zu schädigen.“ Wenn ich eine Pflanze wäre, würde ich Essig auch als Gift betrachten. Die Abbauzeiten der Pflanzentoxischen Stoffe dürften sich nicht erheblich unterscheiden.

In der FAQ 1013, mit Bearbeitungsstand 29.01.2005, wird übrigens Roundup als Mittel benannt.

Bei großflächiger Anwendung von Roundup, und in Verbindung mit resistenten Sorten, habe auch ich erhebliche Bedenken. Meine Bedenken liegen da aber bei den genetisch veränderten Pflanzen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten.

Ich bin gern bereit, Empfehlungen für die selektive Anwendung von Roundup zukünftig zu unterlassen, wenn mir das durch nachvollziehbare Argumente erklärt wird.

Bei bestimmten Standorten, mit weit verwurzelten Arten, wie an Stützmauern, in Trockenmauern, unter Sichtblenden u.ä. halte ich die gezielte Verwendung von Roundup für Richtig.

Dein Beispiel mit der Esche im Johannisbeerbusch ist aber ggf. nicht sinnvoll. Der Stockausschlag einer so jungen Esche ist durch Verschneiden noch beherrschbar. Eine Ausnahme wäre es natürlich, wenn Du nicht mehr an den Baum herankommst. Dann wird es aber auch mit der differenzierten Behandlung mit Roundup schwierig.

Ich möchte Dir danken, dass Du das Thema noch einmal benannt hast. Im Archiv findet man teilweise sehr gegensätzliche Aussagen.

Damit der Artikel nicht zu lang wird, sollten wir uns hier eventuell auf den Einsatz im gärtnerischen Bereich beschränken.

Mit freundlichen Grüßen

Ulf

schlechtes Beispiel
Hi,
ich hab lange Zeit einen Garten mit Eschensämlingen gehabt. sobald die so groß sind, dass man sie nicht mehr mit Wurzeln ausreissen kann, sind die nahezu unkaputtbar. Also so 4-5 mal abschneiden bündig über dem Boden ist erforderlich, und das auch nur, wenn man den Neuaustrieb sofort erkennt. Ein Pinselstrich Roundup auf die Blätter killt die Pflanze sofort und die Umwelt wird durch das direkte Aufstreichen auf das Blatt nicht betroffen.

A.

Hallo Andreas,
da haben wir wohl mit der Esche unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Nach Übernahme eines verwilderten Gartens konnte ich die Eschen verhältnismäßig einfach mechanisch bekämpfen. Probleme habe ich mit dem großflächigen Stockausschlag vom Flieder. Unterschiedliche Standortverhältnisse führen auch zu unterschiedlichen Erfahrungen.
Ulf