Hallo,
ich denke das ich langsam nerve mit dem Baum hier habe ich noch drei Fotos von gestern, ich weiß nicht ob es ihr auch gut geht oder ob ich zu viel gegossen habe…?
Ist an dem Baum noch alles OK oder hat er Krankheitsanzeichen, ich habe Angst, dass er Mehltau bekommt.
http://www.halfmoon-design.de/bilder/displayimage.ph…
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vielen Dank für Antworten
mvg
Jana
Hallo Renette,
nein, Du nervst überhaupt nicht. Insbesondere deswegen, weil Deine Frage zur Pilzbekämpfung an einem Apfelsämling so diffizil ist, dass sie möglicherweise niemand hier außer vielleicht Fritz a.d.Uw. oder Niels aus eigener Anschauung und Erfahrung beantworten kann - ich spekuliere da auch bloß.
Soweit man sehen kann, ist weniger Gießen sicherlich sinnvoll. Renette junior muss nicht feucht stehen. Wenn Du ihr beim nächsten Umtopfen einen lehmigen Mutterboden statt Torfsubstrat gibst, kommst Du mit viel weniger Wasser hin.
Das zweite von Deinen Bildern könnte einen Befall mit echtem Mehltau zeigen. Jetzt ist Renette jun. als Sämling noch sehr empfindlich. Was ich bloß von Stachelbeeren erprobt kenne, aber jedenfalls kein großes Risiko für das Pflänzchen mit sich bringt: Spritzen mit 1/2 Päckchen Backpulver in einen dreiviertel Liter warmem Wasser aufgelöst; tropfnass spritzen und danach gut belüftet aber nicht zu kalt zügig trocknen lassen.
Schöne Grüße
MM
Das zweite von Deinen Bildern könnte einen Befall mit echtem
Mehltau zeigen. Jetzt ist Renette jun. als Sämling noch sehr
empfindlich. Was ich bloß von Stachelbeeren erprobt kenne,
aber jedenfalls kein großes Risiko für das Pflänzchen mit sich
bringt: Spritzen mit 1/2 Päckchen Backpulver in einen
dreiviertel Liter warmem Wasser aufgelöst; tropfnass spritzen
und danach gut belüftet aber nicht zu kalt zügig trocknen
lassen.
Ist Mehltau nicht normalerweise weiß? Und es fängt doch mit vielen weißen Punkten an, die dann immer mehr werden und schließlich die Blätter austrocknen und den Baum verdorren lassen.
PS: ren. junior ist mittlerweile ein halbes Jahr alt.
Hallo Renette,
auf dem Bild, welches Du mit dem zweiten Link eingestellt hat, sieht es so aus, als hätten die beiden unteren Blätter (die auf dem Bild nach links und rechts zeigen) einen leichten Belag an der Oberseite. Aber das kannst Du aus der Nähe viel leichter beurteilen.
Der punktförmige Befall ist bei echtem Mehltau an Pflanzen mit weichen Blättern (Wein, Gurken …) stärker ausgeprägt.
Dass das Bäumchen wohl ein bissel zu feucht steht, kann man daran sehen, dass auch der Boden ein wenig anfängt zu verpilzen (ist bei Substraten aus mäßig zersetztem Torf normal und kann gehemmt werden, wenn man die betroffenen Krümel wegnimmt und die Oberfläche ab und zu ein wenig lockert).
Den Plastiktopf tät ich demnächst ersetzen. Tontöpfe sind viel besser für Feuchtigkeitshaushalt und Belüftung des Bodens.
Und dann bald (in zwei-drei Wochen) an die Luft. Die berühmten Bodenfröste zu Eisheiligen Mitte Mai dürften kein Problem sein - je nachdem, wo Du wohnst und wo/wie das Bäumlein ins Freie kommt.
Schöne Grüße
MM
Hallo Renette,
auf dem Bild, welches Du mit dem zweiten Link eingestellt hat,
sieht es so aus, als hätten die beiden unteren Blätter (die
auf dem Bild nach links und rechts zeigen) einen leichten
Belag an der Oberseite. Aber das kannst Du aus der Nähe viel
leichter beurteilen.
Ich habe den Baum gestern einmal mit ins Haus genommen und er sah eigentlich recht gut aus, Mehltau konnte ich zm Glück nicht finden.
Ich lasse die Erde jetzt erstmal etwas austrocknen, dann lockere ich sie und tue vielleicht noch etwas neue dazu.
Ich habe gehört das größte Problem bei zu viel Gießen, sei dass die Wurzel faulen, da aber der Baum recht kräftig wirkt denke ich dass auch dies nicht der Fall ist.
Den Plastiktopf tät ich demnächst ersetzen. Tontöpfe sind viel
besser für Feuchtigkeitshaushalt und Belüftung des Bodens.
Ich habe Jiffy-Töpfe, die sind aus irgendsoeinem Kork oder so… geflochten, dass dürfte für bessere Belüftung sorgen, sobald der Baum wieder anfängt zu wachsen, werde ich ihn umtopfen und dann sehen wir weiter.
Und dann bald (in zwei-drei Wochen) an die Luft. Die berühmten
Bodenfröste zu Eisheiligen Mitte Mai dürften kein Problem sein
- je nachdem, wo Du wohnst und wo/wie das Bäumlein ins Freie
kommt.
Ich wohne bei Aachen ich weiß nicht genau wie hoch aber auf jeden Fall gibt es bei uns selten noch Frost.
Für die nächsten Tage sind ohnehin schon wieder 14-15°C angekündigt, dann gucke ich ob sich ein geeigneter Platz finden lässt. (Meine Kaninchen lieben meine Apfelbäume nämlich zum Fressen gerne…)
Hallo Renette,
wegen des Topfes: Ton reicht für eine vernünftige Belüftung vollkommen aus. Ein Übriges kann man durch Verwendung von Mutterboden (Aachen klingt nach Lehm, Löss, Zuckerrüben und dergleichen - ideal!) tun.
Jiffytöpfe und Torfsubstrate machen „ökologische Fußstapfen“ von gigantischem Ausmaß: Was Du damit von den letzten Mooren Lettlands kaputthaust, wird in den nächsten ca. 20.000 Jahren kaum nachwachsen können.
Torftöpfe sind nur dort technisch sinnvoll, wo Sämlinge oder pikierte Pflanzen mitsamt dem Anzuchttopf ausgepflanzt werden sollen, ohne den gebildeten Wurzelballen zu stören.
BTW: Die Alternative zu Anzuchttöpfen aus Torf gibts u.a. bei manufactum: Einen Stempel und dazu passende Matritze aus Hartholz gedrechselt, mit denen man aus gewöhnlichem Zeitungspapier Anzuchttöpflein formen kann - benutz ich seit drei Jahren mit gutem Erfolg.
Mit Anzuchttöpfen aus Kokosfasern (Abfallprodukt bei der Kopra-Gewinnung) bin ich nicht so recht glücklich geworden. Ich habe den Eindruck, dass die ziemlich viel Stickstoff „saugen“, so dass die Pflänzlein wegen des unausgeglichenen C/N-Verhältnisses leicht ins Kümmern geraten. Die Zeitungspapiertöpchen zersetzen sich langsamer und später, wenn nach dem Auspflanzen das N-Angebot aus der Umgebung besser ist.
Schöne Grüße
MM
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Eine Frage habe ich noch:
Was ist eigentlich mit diesen roten Färbungen an den Blättern, sind sie normal und sortenbediengt?
PS: Die Methode mit den Töpfen finde ich echt interessant und werde einmal nachforschen
mvg
Jana
Hallo Jana,
Was ist eigentlich mit diesen roten Färbungen an den Blättern,
sind sie normal und sortenbedingt?
Alldieweil Du - wir haben die Frage der Samenechtheit von Apfelsorten schon diskutiert - dabei bist, eine neue Sorte zu kreieren, kann man das streng genommen erst im Ergebnis sagen. Rötliche Färbungen an jungen Trieben und an Blättern sind erstmal nichts Ungewöhnliches.
Äpfel sind relativ nah mit Rosen verwandt: Wenn Du da anschaust, wie die jungen Triebe ausschauen, die jetzt spitzen, wirst Du alle Grün-, viele Rot- und einige Gelbschattierungen sehen, die sich dann später bei den fertigen Blättern kaum mehr zeigen.
Bei Birnen - die ihnen noch näher stehen - findest Du welche, die auch als ausgewachsene Bäume dunkelrote Blätter haben.
Ich schätze, die jetzt noch deutlich gesägten Blattränder werden bei Renette junior später annähernd ganzrandig sein wie es sich für einen gestandenen Apfel gehört.
Vor langer Zeit hab ich das Experiment mal mit Samen von Cox Orange gemacht, der kam auch mit gesägten Blättern daher, und mit einem recht aparten Hellrot. Ist dann aber im Freien bald Opfer einer hungrigen Maus geworden, die das Cox-Parfüm wohl auch gut fand - um die beiden ausgewachsenen Schweizer Glocken und Klara direkt daneben hat sie sich jedenfalls nicht gekümmert.
PS: Die Methode mit den Töpfen finde ich echt interessant und
werde einmal nachforschen
Lass Dich beim Stöbern bei manufactum.de nicht von den Preisen abschrecken. Sehr viele Dinge sind da gar nicht teurer als sonst im Handel, sondern bloß besser (z.B. die Spülbürste Lola). Wenn Du magst, kannst Du dort für Renette junior auch gleich eine (zugegebenermaßen nicht billige) Schneckenfalle besorgen, nicht aus diesem ekligen dunkelgrünen Plastik, sondern bildschön aus Ton auf der Scheibe gedreht. – Ich hab den Mindestbestellwert noch allemal voll gekriegt
.
Schöne Grüße
MM
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Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort jetzt bin ich wirklich klüger, ist wirklich total interessant diese Sortenverschiedenheiten etc.
Zu der Erde ich habe noch eine Idee die ich für gut halte, und zwar kann ich ja auch ganz normale Erde aus dem Garten nehmen, denn dort kommt der Apfelbaum sowieso später rein und dann kan das doch nicht schaden…
PS: Wann topft man am besten um? Ist es nützlich auch kleine Bäume jetzt schon zu schneiden?
Hallo Jana,
PS: Wann topft man am besten um? Ist es nützlich auch kleine
Bäume jetzt schon zu schneiden?
abgesehen von der Gartenerde (je nachdem, wie gut sie krümelt, ein bissel aufgelockert, vielleicht aufgemischt mit dem Torfsubstrat, das eh schon da ist) täte ich an dem Bäumlein möglichst wenig machen. Schneiden vorerst eine ganze Weile nicht, es soll sein Wachstum ohne viel fremden Einfluss organisieren können.
Dieses Jahr wird sein erstes Jahr im Freien sein, da braucht es alles, was an Blättern und Wurzeln bereits gebildet ist. Das Thema des (einmaligen, vorher und nachher nie) Wurzelschnittes zum „Verbaumschulen“ steht erst später an. Vor dem Auspflanzen Mitte Mai allenfalls noch den Plastiktopf austauschen, wenn Du Bedenken wegen Pilzrisiko hast, und sonst: Machen lassen.
Schöne Grüße
MM
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