Gartenfrage 2: Umgraben

Hallo!

kann mir jemand die Unterschiede bzw. Vor-/Nachteile des Umgrabens

  • mit dem Spaten
  • mit der Grabgabel
    erklären?

Danke
cu
kai

Hallo Kai,

  • mit dem Spaten

kannst Du Deinen „Minutenboden“ im Spätherbst besser grobschollig ablegen, wenn Du die Frostgare fördern willst. Außerdem ist der Spaten besser geeignet zum Wenden der Schollen. Entspricht etwa dem Pflug im Landbau. Der zu meinen Göttinger Jahren dort aktive Bodenkundler Brunk Meyer warnte sehr vor der Verwendung von Pflug/Spaten wegen der Verdichtungen im Mikrobereich, die dadurch verursacht werden, und die nach seinem Dafürhalten in der Regel schwerer wiegen als die Lockerung im Makrobereich.

Ohne dazu einen noch aktuellen Überblick zu haben, kommt mir die Bedeutung der Frostgare bei schweren und ungern krümelnden Böden aber auch nicht so belanglos vor.

Rigolen geht bloß mit dem Spaten.

  • mit der Grabgabel

Ist für die meisten Zwecke das besser geeignete Werkzeug. Die beschriebene Mikroverdichtung fällt nicht so ins Gewicht, man kann vergleichsweise tief lockern, ohne zu Wenden. Das ist für die Bodenfauna tendenziell besser, aber funktioniert auf Dauer bloß, wenn man Auswaschung entgegenwirkt (kein blanker Boden im Winter).

Solang Du noch am Humusaufbau bist, wird blankes grobschollig Liegenlassen über Winter wohl nicht der schlechteste Weg sein.

Lockerung und Durchlüftung (> schnellere Erwärmung) ist jetzt im Frühjahr mit der Grabgabel ganz leicht möglich, indem man ziemlich nah beieinanger fischgrätartig versetzt einsticht und jeweils bloß ein wenig lockernd „verschiebt“, ohne eigentliche Grabbewegung. Etwa auch bei Flächen mit abgefrorener Gründüngung.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

zum Lockern wäre auch noch der „Sauzahn“ zu empfehlen. Den braucht man nur durch den Boden zu ziehen. Das setzt aber einen nicht allzu festen Boden voraus.

Gruß, Niels