Kuckuck, Elfchen…
Ich habe mal in meiner Sammlung hexischer Rezepte gekramt und eine völlig schräge Methode zur Konservierung von Brennessel gefunden, näääääämlich
Brennessel-Bier :
10 l kaltes Wasser
1 guter Eimer junger Brennessel-Spitzen
3 bis 4 große Handvoll Löwenzahn
3 bis 4 große Handvoll Klebendes Labkraut
60 g Ingwer (ganzer, zerdrückt)
2 Teetassen brauner Zucker
1 Scheibe getoastetes Brot
30 g Hefe
1 Teelöffel Zucker
1 Eßlöffel Weinsteinsäure
Das Brennessel-Bier wurde früher als Volksheilmittel gegen Gicht und rheumatische Beschwerden verwendet. Davon abgesehen ist es ein wohlschmeckendes Getränk.
Man übergießt die Brennessel mit dem kalten Wasser, gibt Löwenzahn, das Klebende Labkraut und den Ingwer dazu und kocht vorsichtig 40 Minuten lang.
Danach seiht man ab, rührt in die Flüssigkeit den braunen Zucker ein, läßt abkühlen und füllt in ein Faß ab. Auf die Oberfläche des Saftes legt man eine Scheibe getoastetes Brot, bedeckt dieses mit der zerdrückten Hefe, die mit 1 Teelöffel Zucker und etwas Wasser verrrührt wurde. Das Faß stellt man nun für 6 bis 7 Stunden an einen warmen Ort, entfernt dann den Schaum und rührt die Weinsteinsäure ein.
Jetzt füllt man das Bier in Flaschen ab und verschließt diese gut.
Anstatt Löwenzahn und Klebendes Labkraut kann man auch den Saft von 2 Zitronen zugeben.
Ansonsten sind es die üblichen Verdächtigen wie Brennesselbrot (kann man prima einfrieren), Brennesselnudeln, Pesto, Öl oder Sirup:
Brennessel-Öl
Junge Blättchen in ein Tuch geben und gut ausschütten (auf keinen Fall waschen), in ein Glas füllen, mit Oliven- oder Sonnenblumenöl soweit aufgießen, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Kühl und dunkel mindestens zwei Wochen ziehen lassen, danach durch ein Tuch seihen. Lecker zum Salat oder als Mitbringsel.
Brennessel-Sirup
1 kg junge Brennessel-Blättchen durch den Fleischwolf drehen (falls keiner zur Hand ist: in der Küchenmaschine zermatschen). Mit 750 ml Wasser aufkochen und durch ein Tuch seihen. 500 g Zucker und weitere 250 ml Wasser untermischen und aufkochen lassen. Etwas abkühlen lassen und in genehme Flaschen füllen. Den Sirup kann man wie z. B. Waldmeister- oder Himbeersirup für Drinks verwenden.
Zwei wichtige Punkte gibt es bei Brennessel zu beachten:
- grundsätzlich nur junge Blättchen verwenden! Die älteren können arg auf die Nieren und auf den Magen gehen;
- bis auf Öl und Sirup solltest Du die Blättchen unbedingt blanchieren, um den Inhalt der Brennhärchen auszuknocken.
Nicht zu vergessen sind auch die kosmetischen Eigenschaften von Brennessel. Wer Rezepte für Haut & Haare haben will: Laut geben. 
Kommen wir nun zum Sauerampfer… Dieses Pflänzchen würde ich - vor allem im Hinblick auf Joshua - nicht großartig bzw. in größeren Mengen konservieren, weil der übermäßige Genuß wegen des hohen Gehalts der Oxalsäure und Nitrat nicht wirklich empfehlenswert ist. Wenn überhaupt, dann höchstens als Pesto konservieren und Sauerampfer während der Saison frisch als Grüne Sauce, Süppchen oder Salat genießen.
Hexenschmatzer!
Renee