Habe davon noch nie gelesen (außer Kürbis): Aber ist das so eine dumme Idee den Komposthaufen mit irgendwelchen Gründdüngungspflanzen (Senf …) zu bepflanzen?
Das würde doch auch eine Austrocknung verhindern und den Kompost locker halten, oder? Könnte man ja vielleicht nach entsprechender Größe der Pflanzen abschneiden und neu bepflanzen.
Im Allgemeinen grüßt man sich über den Gartenzaun hinweg…
Habe davon noch nie gelesen (außer Kürbis): Aber ist das so
eine dumme Idee den Komposthaufen mit irgendwelchen
Gründdüngungspflanzen (Senf …) zu bepflanzen?
Von einer derartigen Anwendung habe ich auch noch nichts gehört.
Was ist denn der Sinn von Gründüngung? In erste Linie soll damit der Humusanteil im Boden erhöht werden.
Eine weitere sinnvolle Anwendung ist der sogenannte Fang von Nematoden durch spezielle Sorten, also der Fang dieser kleinen Bodenwürmer, die die Wurzeln der meisten Nutzpflanzen (besonders Möhren, Kohl, Zwiebeln ua.) zerfressen.
Bei ersterer Anwendung ist es wohl am besten, die Umwandlung der Pflanzenreste des Gründüngers an Ort und Stelle den Regenwürmern zu überlassen. Einfach zum Beginn der Blüte mit dem Rasenmäher drüber fahren, das Gehäckselte gleichmäßig verteilen und umgraben oder mit einer Motorhacke einarbeiten. (Keinesfalls vergraben!!!) Die Wirkung von Gründünger ähnlich des Stallmistes, nur ohne Nebenerscheinungen, kann ich bestätigen.
Nach dem Fang von Nematoden sollte auf alle Fälle der mit den Wurzeln herausgerissene Gründünger klein gehäckselt in einem Komposter verrotten. Darin entstehen mehr als 70 Grad und dies überleben die Nematoden nicht. Nach ca 1/4 Jahr kann dann der verrottete Kompost in den Boden eingearbeitet werden (gleichmäßig streuen und leicht hacken). Auch hier beginnt danach die fleißige Arbeit der Regenwürmer und ihrer Darmbakterien sehr schnell. Ein erdähnliches Aussehen des Kompostes nach dem Verrotten gehört ins Reich der Legende einiger Hersteller und ist nicht notwendig.
Gründünger gehört dem zu Folge nicht auf einen Komposthaufen. Der Samen würde sich von dort aus wie Unkraut verbreiten. Dort können auch die Nematoden wieder in den Boden abwandern und du hast nichts gewonnen. Wenn du einen Komposthaufen begrünen willst (sinnvoll bei größeren Grundstücken im Grünflächen), dann versuche es doch mal mit Melonen. Das ist ein echter Sommerspass für Kinder.
Halte dich aber beim Anbau streng an die Beschreibung auf der Samenpackung, insbesonders immer nach dem 2. Blattpaar entspitzen. Weibliche Blüten der Melonen entstehen erst an Ranken der 3. Generation !!! und lasse nie mehr als zwei Früchte an einer Pflanze reifen. Mehr schaffen die Wurzel eh nicht oder die Beeren bleiben klein. Melonen sind reif, wenn sie beim Anklopfen hohl klingen.