Hallo Kai,
Was taugen Komposterden aus städt. Kompostwerken?
sie sind Dingen wie TKS nicht bloß für Gutmenschen vorzuziehen, aber sie bringen (da sie weniger mit allen möglichen Mehrzellern bevölkert sind als Gartenkompost) weniger als dieser. Sie haben wegen des hohen Anteils von Baum- und Strauchschnittgut meistens eine gute Struktur.
Im übrigen schwanken die Eigenschaften stark von Werk zu Werk, so dass diese Angaben recht gute Rahmenkriterien sind:
N/P/K/Mg: 6,8/1,3/6,2/3,4 g/kg; 38,5%
Wassergehalt, pH-Wert 7,9
Positiv: K- und Mg-betont. Ordentlicher N-Gehalt, so dass das Substrat wohl verwendet werden kann, ohne dass das C/N-Verhältnis kippt. Negativ: pH-Wert nicht mehr im grünen, aber noch im gelben Bereich - oberhalb pH 6 geht die Verfügbarkeit von Hauptnährstoffen und einigen Spurenelementen zügig zurück, jenseits von pH 8 ist ein Substrat bloß noch bei eher sparsamer Einarbeitung (vielleicht 1 cm Auflage) in säuerliche Böden (mit denen Du wohl nicht geschlagen bist) mit Nutzen einsetzbar.
oder
N/P/K/Mg: 1,2%/0,6%/1,9%/0,9% g/kg; 40,0%
Wassergehalt, pH-Wert 8,4
NPK-mäßig arm, pH-mäßig fast unbrauchbar.
wie kann man die einwerten, auf was für Schadstoffe sollte man
achten
Schwermetallgehalt kann bei allen Kultursubstraten problematisch sein. Bei Kultursubstraten aus zersetztem Torf wegen der Aufdüngung mit Nebenprodukten aus der Mineraldüngerproduktion, sozusagen dem Bodensatz in der Wanne. Bei Kommunalkompost wegen aller möglichen Quellen. Wird aber ziemlich rigid schon bei der Produktion überwacht, weil die Kompostwerke auch an gewerbliche Abnehmer liefern.
was sind kritische Werte/Mengen?
Hierzu kann ich Dir nichts gescheites sagen. Es gibt aber sicher eine Brüsseler Verordnung dazu…
In „Obst und Garten“ 04-2005 - Eugen Ulmer Verlag, auch Einzelhefte kann man erwerben - ist ein Aufsatz „In der Erde gewühlt“ von Engelbert Kötter über Blumenerde und andere Kultursubstrate.
Schöne Grüße
MM