Welche Gartenmöbel aus Holz?

Hallo Zusammen.

Wir möchten uns Gartenmöbel aus Holz kaufen.
Leider ist die Auswahl sehr groß.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit den unterschiedlichen Hölzern gemacht?
Wie und wie oft muß man die Möbel behandeln.
Während der Sommersaison stehen die Möbel draußen.
Übers Winterhalbjahr würde ich sie reinstellen.

Könnt Ihr Kaufempfehlungen aussprechen?
Wo kaufe ich diese Möbel? Im Baumarkt , Möbelhaus oder Gartenhandlung…?
Das „Dänische Bettenlager“ bietet z.B. sog. Hochlehner derzeit ab 79 EURO pro Stuhl.
Und das sind die billigsten! Andere kosten weit über 100-290 EURO. Ist teurer = besser in der Qualität?

Danke für alle Infos.

Gruß
Roman

Hallo Roman!

Welche Erfahrungen habt Ihr :mit den unterschiedlichen :Hölzern gemacht?
Wie und wie oft muß man die :Möbel behandeln.
Während der Sommersaison :stehen die Möbel draußen.

Lackierte und der Bewitterung ausgesetzte Holzmöbel brauchen unabhängig von der Holzart regelmäßige Pflege, weil keine Lackschicht die durch Luftfeuchtigkeit und Temperatur verursachten Veränderungen des Holzes auf Dauer aushält. Die Lackschicht wird deshalb rissig und verlangt arbeitsintensive Behandlung.

Wenn man das alles nicht will, nimmt man Möbel aus Lärche oder Robinie. Die brauchen über Jahrzehnte keinerlei Behandlung. An Lehnen, Sitz- und Tischflächen von Gartenmöbeln sollten entweder keine während normaler Nutzung berührbaren Schrauben und andere Metallteile vorhanden sein oder diese Teile müssen aus rostfreiem Stahl sein. Verzinkte Sachen reichen nicht. Andernfalls handelt man sich Rostflecken auf der Kleidung ein.

Entsprechend gefertigte Möbel findet man eher nicht als Billig-Mitnahme-Super-Sonder-Schnäppchen. Ach ja: Solche Sachen kauft man am besten im Herbst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Roman,

wie Wolfgang schon schrieb, sind Möbel aus Lärche und Robinie erste Wahl, Eiche ist ev. auch noch zu empfehlen.
Diese Möbel sind weitestgehend wartungsfrei, es muß allerdings darauf geachtet werden, daß die Standflächen keine Staunässe haben, also nicht direkt auf den Boden stellen, sondern z.B. Gehwegplatten darunter.
Dann halten Robinienmöbel locker 50 Jahre, ohne daß sie einen tropfen Lack gesehen haben (bei der Großmutter meiner Frau)

Da es sich um eine langfristige Investition handelt, sollte man auch kein Billiggelumpe kaufen.
Wir haben unsere Robinienmöbel in einem Gartenfachgeschäft gekauft und das was zwar nicht billig, aber preiswert.

Ein großer Tisch, zwei Sessel und eine Bank für zusammen etwa 1000,- DM (so alt sind die auf jeden fall schon).

Gandalf

Hallo Roman,

Stichwort hier ist: Öliges Holz nehmen. Die meisten Tropenhölzer haben meines Wissens diese Eigenschaft. Das ist aber leider nicht billig. Die Akazienmöbel sind glaube ich derzeit ein Renner. Mahagonie ist sicher auch edel, aber allein schon dem Regenwald zuliebe sollte man das nicht kaufen (ich weiß nicht, ob man deswegen Akazie auch besser meiden sollte). Die Eigenschaft eines Outdoorholzes, ums mal neudeutsch auszudrücken, muss eben so sein, dass es sehr feinporig ist, was z.B. bei Fichte nie der Fall. Außerdem darfs nicht splittern- korreliert.

Wir möchten uns Gartenmöbel aus Holz kaufen.
Leider ist die Auswahl sehr groß.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit den unterschiedlichen Hölzern
gemacht?

Ich habe keine Erfahrungen mit den Gartenmöbeln, ich weiß nur ein bisschen was über Holz allgemein.

Wie und wie oft muß man die Möbel behandeln.

Behandlung von Holz ist schwierig und eigentlich die Sache eines Fachmannes. Man muss erst mal wissen, womit die gekauften Möbel behandelt wurden. Das dürfte nicht jeder Verkäufer wissen und auch auf den Stühlen selbst ist das schätzungsweise nicht immer korrekt ersichtlich, denke ich. Unbehandeltes Holz würde ich nie nehmen, auch wenns preiswerter ist. Wenn was draußen stehen soll, reicht eine Ölung meist nicht aus, die man problemlos und billig selbst vornehmen könnte. Alles andere ist kompliziert und meist recht teuer; ohne Übung geht da gar nix.

Während der Sommersaison stehen die Möbel draußen.
Übers Winterhalbjahr würde ich sie reinstellen.

In einem halben Jahr ist ohne gescheite Oberflächenversiegelung das Möbel- je nach Holzsorte- stark in Mitleidenschaft gezogen.

Könnt Ihr Kaufempfehlungen aussprechen?

Also zunächst mal würde ich wirklich beim Kauf solcher Möbel jemanden mitnehmen, der von Holz was versteht. Kein Tischler in der Bekannschaft? Ansonsten würde ich mir bei Möbeln, die im Freien stehen, schon überlegen, obs nicht auch Kunststoff sein kann, auch wenn es weniger edel ist.

Gruß

Hermann

Also ich stehe auf Teakholz - natürlich von Plantagen.
Entweder man lässt es in ruhe und es bekommt eine silbergraue Patina oder im Frühjahr nimmt man eine Bürste oder Hochdruckreiniger und reinigt es. Danach mit Teaköl einreiben. Sieht dann wieder aus wie neu.

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Könnt Ihr Kaufempfehlungen aussprechen?

Für Draußen Plastik oder Guß!
Kein Holz!

Wir haben Holz und Plastik.

mfgConrad

Hallo Conrad,
wir hatten auch weisses Plastik. Das war in einem Jahr trotz ständiger Putzerei von mir dreckig. Jeden Fliegenschiss hat man gesehen, daher bin ich davon abgekommen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Das stimmt allerdings.
Nur - ein gutes Holzmöbel kostet das zehn- bis zwanzigfache eines Plastikstuhls. Tisch und Bank ebenfalls.
Holz muß auch gepflegt werden!

Hat man einen Hochdruckreiniger, ist die Reinigung von Plastikmöbel kein Problem.
Plastik läßt man auf dem Rasen stehen. Holz schleppt man jeden Abend oder bei Regen hektisch unters Dach.

Holz ist sicher eleganter, aber, nur zm Sitzen geht auch Plastik.

Frauen lieben Holz! Und die haben das Sagen!!

mfgConrad

Hallo Hermann,

Die Akazienmöbel sind glaube ich
derzeit ein Renner.

nicht ganz richtig, früher wurden sie recht häufig gebaut, kamen dann aber über die Begeisterung für Tropenhölzer etwas in Vergessenheit.

(ich weiß nicht, ob man deswegen Akazie auch besser meiden
sollte).

Nein.
Robinie ist ein einheimische Holz, allerdings wird ein Großteil des Holzes aus Ungarn importiert.

In einem halben Jahr ist ohne gescheite
Oberflächenversiegelung das Möbel- je nach Holzsorte- stark in
Mitleidenschaft gezogen.

Robinie und Lärche zeichene sich dadurch aus, daß sie ohne jede Behandlung wetterfest sind. Sie vergrauen und die Oberfläche wird vielleicht etwas rau, mehr aber nicht.
Ich habs schon ettliche male geschrieben, aber ich hab eine Garnitur gesehen (und auch drauf gesessen), die fünfzig! Jahre ohne eine einzige Behandlung funktioniert hat.

Ansonsten würde ich mir bei Möbeln, die
im Freien stehen, schon überlegen, obs nicht auch Kunststoff
sein kann, auch wenn es weniger edel ist.

Ich garantiere Dir, daß Robinienmöbel zwei bis drei Generationen Kunststoffmöbel überleben - wetten!

Gandalf

Hallo Gandalf,

danke für deine Ergänzungen.

(ich weiß nicht, ob man deswegen Akazie auch besser meiden
sollte).

Nein.
Robinie ist ein einheimische Holz, allerdings wird ein
Großteil des Holzes aus Ungarn importiert.

Robinie und Akazie ist glaube ich nicht dasselbe; in meinem Tischlerbuch steht, dass Robinie auch als „falsche Akazie“ bezeichnet wird. Folglich muss Akazie was anderes sein.

In einem halben Jahr ist ohne gescheite
Oberflächenversiegelung das Möbel- je nach Holzsorte- stark in
Mitleidenschaft gezogen.

Robinie und Lärche zeichene sich dadurch aus, daß sie ohne
jede Behandlung wetterfest sind. Sie vergrauen und die
Oberfläche wird vielleicht etwas rau, mehr aber nicht.

Daher schätze ich, dass Robinie und Lärche ziemlich ölige Holzsorten sind. Möglicherweise hat Lärche als Nadelbaum diese Eigenschaft nicht, dafür aber andere Eigenschaften, die für Möbel im Freien wichtig sind; ich bin kein Profi.
Daher schrieb ich übrigens auch in meinem ersten Posting, dass das Stichwort hier „öliges Holz“ ist. Ich kenne das unter dieser Bezeichnung. Ölige Hölzer eignen sich eben für Möbel im Freien besonders, man sagt auch glaube ich „feinporige Hölzer“ dazu, womit bereits angedeutet ist, dass das Wasser nur geringe Chancen hat, ins Holz einzudringen um dort Schaden anzurichten.

Ich habs schon ettliche male geschrieben, aber ich hab eine
Garnitur gesehen (und auch drauf gesessen), die fünfzig! Jahre
ohne eine einzige Behandlung funktioniert hat.

Gut, ich glaubs ja auch.

Ansonsten würde ich mir bei Möbeln, die
im Freien stehen, schon überlegen, obs nicht auch Kunststoff
sein kann, auch wenn es weniger edel ist.

Ich garantiere Dir, daß Robinienmöbel zwei bis drei
Generationen Kunststoffmöbel überleben - wetten!

Schön, aber für eine wirklich gute Gartenmöbelgarnitur aus Holz muss man auch das entsprechende Kleingeld haben, ansonsten ist es rausgeschmissenes Geld und man sollte dann doch besser zu Kunststoff greifen.

Gruß

Hermann

Moin Herbert,

Robinie und Akazie ist glaube ich nicht dasselbe;

stimmt.
Die Robinien (Robinia) sind eine Gattung von Pflanzen in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Die Akazien (Acacia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Mimosengewächse (Mimosoideae).

Da sich Robinie und Akazie äußerlich ähneln, kommt es immer wieder zu Verwechselungen.
(Gewöhnliche Robinie, Falsche Akazie, Silberregen (R. pseudoacacia) )

Es gibt auch Meschen, die eine Platane nicht von einem Ahorn unterscheiden können :wink:

Daher schätze ich, dass Robinie und Lärche ziemlich ölige
Holzsorten sind. Möglicherweise hat Lärche als Nadelbaum diese
Eigenschaft nicht, dafür aber andere Eigenschaften, die für
Möbel im Freien wichtig sind;

Robinie ist nicht ölhaltig, sondern sehr gerbstoffhaltig.
Lärche enthält, genau wie die Douglasie, Harz, das dort aber im Gegensatz zur Fichte, Kiefer und Tanne in sehr feinen Gängen liegt und beim Schneiden/sägen nicht oder nur in sehr geringem Maße ausblutet.

Lärchenschindeln halten im Schwarzwald hunderte von Jahren die Fassaden trocken.
Und das Vergrauen (Versilbern) ist für mich eine sehr ansprechende Farbe.

Gandalf

Moin Gandalf,

Moin Herbert,

immer noch Hermann, nicht Herbert :wink:.

Robinie und Akazie ist glaube ich nicht dasselbe;

stimmt.
Die Robinien (Robinia) sind eine Gattung von Pflanzen in der
Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie
Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Die Akazien (Acacia) sind eine Pflanzengattung in der Familie
der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie Mimosengewächse
(Mimosoideae).

Da sich Robinie und Akazie äußerlich ähneln, kommt es immer
wieder zu Verwechselungen.
(Gewöhnliche Robinie, Falsche Akazie, Silberregen (R.
pseudoacacia) )

Ah, besten Dank, habe ich alles nicht gewusst.

Es gibt auch Meschen, die eine Platane nicht von einem Ahorn
unterscheiden können :wink:

Hoppla! Ich weiß nicht, ob ich das könnte, nehme es aber schon an. Ahorn ist doch eigentlich unverwechselbar…oder? Wie Platane im „toten Zustand“ aussieht, weiß ich gar nicht.

Daher schätze ich, dass Robinie und Lärche ziemlich ölige
Holzsorten sind. Möglicherweise hat Lärche als Nadelbaum diese
Eigenschaft nicht, dafür aber andere Eigenschaften, die für
Möbel im Freien wichtig sind;

Robinie ist nicht ölhaltig, sondern sehr gerbstoffhaltig.
Lärche enthält, genau wie die Douglasie, Harz, das dort aber
im Gegensatz zur Fichte, Kiefer und Tanne in sehr feinen
Gängen liegt und beim Schneiden/sägen nicht oder nur in sehr
geringem Maße ausblutet.

Dann denke ich mir jetzt, dass das Harz das Holz sozusagen versiegelt- eigentlich ja eine Aufgabe und eine Funktion der sog. Oberflächenbehandlung.

Lärchenschindeln halten im Schwarzwald hunderte von Jahren die
Fassaden trocken.
Und das Vergrauen (Versilbern) ist für mich eine sehr
ansprechende Farbe.

Man steht auch auf Patina beim Kupfer- dieser Effekt ist ja geradezu hipp und Mode und man erstellt es künstlich; verrückte Welt!

Gruß

Hermann