Weinreben/Krankheiten

Hallo, mein Onkel hat schon vor Jahren in seinem Wintergarten Weinreben gesetzt. Die Pflanzen wachsen sehr üppig und es hängen momentan auch sehr viele Weintrauben dran. Irgendwie scheint es, dass die Pflanzen erkrankt sind. Die Trauben selbst sind von einem feinen weißen Staub überzogen, der sich aber durch Schütteln von selbst löst. Auch wenn man die Trauben abreibt, löst sich dieser Staub. Die Blätter selbst sind von diesem Staub nicht berührt. Ich muß dazu sagen, dass in diesem Wintergarten wenig Luftzirkulation herrscht, die Luftfeuchtigkeit ist normal. Welche Krankheiten kämen dieser Beschreibung sehr nahe, welche Untersuchungsmöglichkeiten hätten wir.

Für eine brauchbare Hilfe und gute Ratschläge wären wir dankbar.

Gruß Michael

Hallo,
bei wenig Luftzirkulation kann das eigentlich nur ein Pilz sein,
wahrscheinlich Mehltau. Ich wär mal mit dem Schütteln (=
Verteilen der Pilzsporen) vorsichtig und würde mir ein Fungizid
besorgen. Am besten von wegen Vorbeugung ist es allerdings, alle
befallenen Teile vorsichtig zu entfernen und dem Feuertod anheim
zu geben (Müllverbrennung).
Solchem Pilzbefall muss man auch dadurch vorbeugen, dass man die
Blätter um die Trauben herum entfernt, damit Sonne die feuchten
Trauben trocknen kann. Und, wie selbst schon festgestellt:
Lüften, damit Kondenswasser abtrocknet!
Gruß R.B.

Hallo, mein Onkel hat schon vor Jahren in seinem Wintergarten
Weinreben gesetzt. Die Pflanzen wachsen sehr üppig und es
hängen momentan auch sehr viele Weintrauben dran. Irgendwie
scheint es, dass die Pflanzen erkrankt sind. Die Trauben
selbst sind von einem feinen weißen Staub überzogen, der sich
aber durch Schütteln von selbst löst. Auch wenn man die
Trauben abreibt, löst sich dieser Staub. Die Blätter selbst
sind von diesem Staub nicht berührt. Ich muß dazu sagen, dass
in diesem Wintergarten wenig Luftzirkulation herrscht, die
Luftfeuchtigkeit ist normal. Welche Krankheiten kämen dieser
Beschreibung sehr nahe, welche Untersuchungsmöglichkeiten
hätten wir.

Für eine brauchbare Hilfe und gute Ratschläge wären wir
dankbar.

Gruß M

Hallo Michael,

bei Pflanzenproblemen bei denen die Ursache unbekannt
ist, kann man sich vielerorts an das Pflanzenschutzamt
wenden. Zwar sind diese öffentlichen Stellen für den
Erwerbsgartenbau zuständig, beraten aber auch
Hobbygärtner.

Gruß, Renate

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Hallo Michael,

was mich etwas „stört“ ist die Tatsache, das man den Staub „Abschütteln“ kann. Das kommt mir bei einem Mehltau merkwürdig vor.

Zum Echten Mehltau steht in meinem Taschenbuch des Pflanzenarztes:" Blattober- und unterseits feiner weisser mehlartiger Belag, später nachbräunend, auch an Trieben und Trauben. Befallene Blätter vertrocknen und fallen ab. Beeren platzen auf, so daß Kerne sichtbar werden (Samenbruch), später trocknen sie aus. Im Herbst als schwarze Pünktchen auf dem Schimmelrasen die Fruchtkörper des Pilzes erkennbar".

Wie sehen denn die Blätter aus, und welche Wirkung hat es bei den Beeren? Findest Du diese Symptome?

Als Gegenmittel gibt es „Weinbergschwefel“ (weiss nicht, wo man den bekommt, vielleicht bei einerm Winzer nachfragen, oder der Genossenschaft, z.B. Raiffeisen) oder Fungizide gegen Echten Mehltau (Gartencenter, Baumschule, Drogerie).

Viele Grüsse, Deborah