Hallo zusammen,
ich habe mehrmals im Jahr die Aufgabe, das Unkraut zwischen den Platten eines langen, langen Gehweges herauskratzen zu dürfen.
Das macht mir keinen Spaß.
Einige Nachbarn setzen Chemie ein. Das möchte ich aber auch nicht unbedingt.
Ich habe mal irgendwo so Brenner gesehen, mit denen das Unkraut zwischen Gehwegplatten abgebrannt werden kann.
Das könnte doch eine Alternative sein.
Hat jemand Erfahrung damit?
Hallo Dirk,
wir haben es in diesem Jahr mal probiert (vor einer Woche). Ich denke, es ist ok, wenn es niedriger Bewuchs ist (bis vielleicht ca. max. 3-4cm Höhe. Nimm keine (kleinen) Gaskartuschen (die, wo man in ein rundes Plastikgehäuse eine etwa 200-300ml-Gaskartzusche reinschraubt), damit kommst Du nicht weit, udn wie in unserem fall, war die Kartusche auch undicht und es kam zu einer Selbstentzündung des leckenden Gases! Besorge Dir eine 6 oder 12kg Gasflasche (Campingbedarf, 12kg kosten etwa 14€) und einen langen Gasaufsatz, den auch dachdecker zum Dachpappekleben verwenden, die kosten aber ca. 40€, was ich gesehen habe, wir bekamnen unseren vom nachbarn geborgt, und dann legst Du los. Es stinkt etwas nach verbranntem Gas und je nach Bewuchs, etwas stärker nach verbrannten Pflanzen.
Wir wissen noch nicht, ob die Art, wie wir abgeflämmt haben, ausreichend gewesen ist (ob die pflanzen im „Kern“ getroffen worden sind, oder ob doch noch wieder was austreibt.
Wir haben keine komplette 12kg-Flasche verbraucht, aber verhältnismässig viel, aber es war günstiger als jegliche UnkrautChemie.
Hi,
abbrennen funktioniert ganz gut, wächst aber sofort wieder neu. Das Gas geht ein wenig ins Geld, und bei „richtigem“ Sommerwetter ist das rummachen mit einem Brenner nicht unbedingt angenehm. Aufpassen ist auch angesagt (Mein Nachbar hat letztes Jahr seine Hecke abgefackelt).
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uns hat das mal ein Gartenmensch so erklärt:
man brennt das Unkraut nicht ab, sondern erhitzt es auf ca. 80° C, dann bilden sich Giftstoffe, die in die Wurzel wandern und so das Zeug quasi von innen her dauerhaft zerstören.
Wie man in der Flamme auf dem Unkraut die Temperatur misst, konnte er nicht so genau erklären…
Natürlich ist es viel zu heiß geworden, abgefackelt und nachgewachsen, wie bereits beschrieben. Vielleicht schafft es ja jemand anders…
Grüßli - Anette
Das glaub ich nicht,denn bei 80 Grad werden zwar die meisten Eiweisse denaturiert, aber die Verklumpen und werden nirgendwohin transportiert. Bei allen anderen Verbindungen halte ich eine Toxizität der veränderten Strukturen für nicht möglich und auch nicht innerhab der Pflanze transportierbar.
Eine Art Selbstmord der Pflanzenzellen gibt es zwar (google mal unter „Phytoalexine“ oder „Hypersensitivität“) dies bleibt aber für gewöhnlich lokal begrenzt und vernichtet nicht die ganze Pflanze.
Richtig ist wohl, daß die Dauer der Hitzeeinwirkung einen größeren Einfluss hat, als die Temperatur.
gegen Abbrennen spricht der fast sofortige Neuaustrieb der Pflanze. Und der wird stärker als vor dem Abbrennen. Der verbrannte Geruch, das Verbrauchen von Gas und die Verbrennungsprodukte sind nur scheinbar ökologisch. Bei einem Gehweg und sehr sparsamer und räumlich begrenzter Anwendung spricht absolut nichts gegen Chemie. Ich empfehle „Roundup“ bei korrekter Verdünnung und bei Verwendung einer Sprühflasche. Diese aufpumpbaren Handsprüher sind da sehr gut geeignet. Neuen Unkrautwuchs kann man rechtzeitig mit der Hand und einer schmalen Klinge problemlos beseitigen, so das sich die Anwendung der chemischen Keule auf eine gewisse kurze Zeit begrenzt. Gewöhnt man sich dann an die regelmäßige Handarbeit des Entfernens der kleinen Unkräuter, so ist der Zeitaufwand minimal und ökologischer gehts auch nicht mehr.
vielleicht …
… geht’s auch mit dem Dampfstrahler (falls vorhanden). Ich hab’ damit gute Erfahrungen gemacht weil er auch die Wurzeln mit erwischt und Du so für längere Zeit „Ruhe“ hast.