Hallo!
Hortensien ändern bekanntermaßen die Farbe je nach Bodenbeschaffenheit. Trifft das auch auf Rosen zu?
Ich erinnere mich definitiv, dass eine hier im letzten Jahr dunkelrot geblüht hat, heuer ist sie viel heller, innen fast ein wenig ins Orange spielend, außen am Blütenblattansatz gelblich. Sehr hübsch, aber??? Eine Kletterrose habe ich mit weißen Blüten gekauft, im ersten Jahr waren sie elfenbeinfarben, jetzt im zweiten ganz zart gelblich mit einem Hauch Rose (ich krieg’ den Akzent nicht aufs ‚e‘…).
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß,
Eva
Hallo Eva!
Hortensien ändern bekanntermaßen die Farbe je nach
Bodenbeschaffenheit. Trifft das auch auf Rosen zu?
Ich erinnere mich definitiv, dass eine hier im letzten Jahr
dunkelrot geblüht hat, heuer ist sie viel heller, innen fast
ein wenig ins Orange spielend, außen am Blütenblattansatz
gelblich. Sehr hübsch, aber??? Eine Kletterrose habe ich mit
weißen Blüten gekauft, im ersten Jahr waren sie
elfenbeinfarben, jetzt im zweiten ganz zart gelblich mit einem
Hauch Rose (ich krieg’ den Akzent nicht aufs ‚e‘…).
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
kann ich in etwa bestätigen. Gekauft Rose „Wedding Day“ hat im ersten Standjahr reinweiß geblüht. Dieses Jahr beim Öffnen der Knospen mittig zart rosa angehaucht, sehr hübsch.
Ich vermute, dass die Rose (Container, sehr schlechtes, torfreiches Substrat) schlicht unterversorgt war.
viele Grüße
Geli
Hallo!
Beobachtet habe ich diesen Farbumschlag auch schon (bei „Sommerwind“ :eigentlich rosa, im zweiten Standjahr fast weiß).
Woher der Farbumschlag kommt weiß ich nicht, einen kalkulierbaren Faktor wie bei den Hortensien (pH-Wert/Aluminiumangebot) konnte man bei meinem Beispiel ausschließen.
Frag mal auf den Homeoages von Kordes, Tantau o.ä. Rosen"göttern" nach. Eventuell wissen die was (Antwort würde mich aber auch interessieren)
Gruß
Ludger
Hallo Eva,
Deine Beobachtungen sind ganz richtig. Der Farbwechsel rührt daher, dass die Pflanze nur dann viel Pigmente („Flavonoide“) in ihre Blüten steckt, wenn es ihr gutgeht. Denn Blütenpigmente sind vom Stoffwechsel her gesehen reiner Luxus. Wenn die Pflanze schlecht mit Nährstoffen versorgt wird oder nicht genügend Licht bekommt, produziert sie weniger Farbstoffe - die Blüte bliebt dann blass.
Viele Grüße
Anna
Der Farbwechsel rührt
daher, dass die Pflanze nur dann viel Pigmente („Flavonoide“)
in ihre Blüten steckt, wenn es ihr gutgeht.
Hallo Anna!
Danke, das Rätsel wäre gelöst 
Dann kommt die hellere Färbung meiner roten Rose daher, dass ich sie im Herbst drastisch zurückgeschnitten hatte ( sie kriegte immer endlos lange, halbkahle Stiele und war ewiger voller Sternruß) und sie musste sich von ganz unten wieder hocharbeiten (habe aber gedüngt). Und die Gloria Dei kriegt nur ganz kleine Blüten, wahrscheinlich, weil sie zwischen zwei großen Fliedern steht (habe den Garten so übernommen…) Gleich noch eine Frage, habe gegen den Ruß mit Fungisan gespritzt, aber trotzdem breitet er sich aus. Gibt’s da noch was Besseres, das trotzdem die Umwelt am Leben lässt?
Gruß,
Eva
(Antwort würde
mich aber auch interessieren)
Hallo, Ludger!
Dank „Münchnerin“ wissen wir’s: Es sind die Flavonoide 
Da muss ich bei mir zur zweiten Blüte aber nochmal kräftig nachdüngen, damit das Rot wieder leuchtet…
Gruß,
Eva
Dieses Jahr beim Öffnen der
Knospen mittig zart rosa angehaucht, sehr hübsch.
Ich vermute, dass die Rose (Container, sehr schlechtes,
torfreiches Substrat) schlicht unterversorgt war.
Hallo Geli!
Anscheinend hast du recht gehabt - es liegt an den Nährstoffen. Dann geht’s unseren „Bleichlingen“ offenbar im neuen Heim richtig gut, dass sie „Farbe bekennen“ 
Alle meine neu gepflanzten Rosen leuchten, nur von denen, die ich übernommen habe, mickern einige etwas. Sind aber auch schon recht alt, vielleicht kommt’s daher.
Gruß,
Eva
Hallo Eva,
Beim Sternruß kannst Du recht einfach vorbeugen: Der Pilz überdauert den Winter nämlich hauptsächlich auf dem abgefallenen Laub. Darauf bilden sich Pilzsporen, die die jungen, bodennahen Blätter infizieren. Von hier aus werden dann weitere Blätter befallen. Also ist es wichtig, im Herbst die abgefallenen Blätter gleich einzusammeln und nicht liegenzulassen.
Feuchte Witterung im Sommer begünstigt den Befall. Wie Du ja schreibst, stehen die Rosen zwischen Fliederbüschen. Dort könnte sich Feuchtigkeit gut halten; frische Luft kommt auch nicht so gut an die Rosen. Beides gefällt dem Pilz! Also beim Gießen drauf achten, dass nur der Boden, nicht aber die Pflanzen befeuchtet werden.
Kräftiger Rückschnitt und eine ausgewogene, kalibetonte Düngung helfen auch sehr gut.
Viele Grüße
Anna
Hallo, Eva!
Das ist natürlich ein Ansatz, ich glaube allerdings nicht, daß die Nährstoffversoffversorgung mit Hauptnährstoffen einen so starken Einfluss hat. Mangelernährungen lassen sich meist an den Blättern sehr früh feststellen, haben aber keine Wirkung (auf die genetisch festgelegte) Blütenfarbe. Andererseits war (zumindest bei meinem Beispiel) keine Mangelernährung festzustellen. Enventuell fehlt es also an einem Spurenelement, dazu wirst Du einen Spezialdünger brauchen.
Ich forsch mal ein bischen, was das sein kann (Flavanoide an sich sind reine Kohlenwasserstoffe)
Gruss
Ludger
Ich forsch mal ein bischen, was das sein kann (Flavanoide an
sich sind reine Kohlenwasserstoffe)
Hallo, Ludger!
Das wäre prima, ich hab’ nämlich leider im Moment wenig Zeit - seufz!
Ich finde übrigens die Rose, so wie sie jetzt ist, viel hübscher als vorher. Sie sieht irgendwie - jünger aus!
Gruß,
Eva