Sanddorn

Von: , Frage gestellt am Mo, 15. Aug 2005

Frage an die Wissenden unter Euch,

warum hat unser Sanddorn nur im ersten Jahr Beeren getragen und die folgenden zehn Jahre keine Blüte noch Beere mehr hervorgebracht? Wer weiß, wie männliche und weibliche Pflanzen zu unterscheiden sind und welcher Standort am besten ist.

Danke einstweilen

Rosa

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Sanddorn

    Hallo Rosa,

    Warum der Sanddorn nur im ersten Jahr getragen hat, kann ich nur vermuten: Entweder habt ihr bereits einen befruchteten Strauch gekauft/ausgebuddelt oder in eurer Nachbarschaft gab es einen männlichen Strauch, der dann verschwunden ist.

    Bist du sicher, das er nie geblüht hat? Sanddorn blüht ab dem dritten Lebensjahr im sehr zeitigen Frühjahr, fast noch im Spätwinter, die weiblichen Blüten sind jedoch kaum zu erkennen, weil sie eigentlich nur aus der Nabe bestehen und zwischen den spriessenden Blättern versteckt sind.
    Die Strauchform beider Geschlechter ist gleich.
    Männliche Sträucher bilden eine Art kleine staubende kugelige Kätzchen und bilden danach keine Beeren. Da in einer Gruppe von Sträuchern beiderlei Geschlechts alle weiblichen Pflanzen Früchte tragen, kann man die meiste Zeit im Jahr Männchen und Weibchen unterscheiden (sofern sie mindestens dreijährig sind)

    Hier findest du ein Bild der Blüten: http://www.s-weeds.net/sidor/tail/0506.html


    Über den Standort kann ich nichts sagen, ich kenne Sanddorn als eine Pflanze,die in sandigem Boden und Sonne wächst, weiss aber nicht, ob das der optimale Standort ist.

    Viele Grüsse, Nicola [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: Sanddorn

    Servus Rosa,

    ohne Details lassen sich bei Sanddorn die männlichen Pflanzen ohne weiteres an ihrem Wuchs erkennen: Sie wachsen nicht besonders buschig, ziemlich hoch (etwa wie junge Salweiden). Was üblicherweise verkauft wird, sind die scharmanteren weiblichen Pflanzen, die aber für sich allein halt keine Früchte zuwege bringen.

    Männliche Pflanzen im Versand vertreibt zu akzeptablen Preisen u.a. Chrestensen Erfurt.

    Wenn ich Deinen Namen richtig deute, wohnst Du im voralpinen Moränenland. Da ists kalkig und tendenziell entweder moorig oder kiesig, auf Pseudogleyböden teilweise staunass. Sanddorn fühlt sich auf saurem Sand wohl. Im Extrem kann man einen halben Kubikmeter auskoffern und mit Sand & wenig Torf zu einem sauren Sandboden machen. Staunässe lässt sich örtlich begrenzt mit einer Rollierung aus Flusskies mildern. Die natürlichen Standorte von Sanddorn sind sehr hell (Reflexion von Wasser- und Dünenflächen). Sollte im Bereich 48° nördlicher Breite durch freie Südostlage auszugleichen sein.


    Schöne Grüße





    MM

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