Hallo Buschkind,
wer hat Erfahrung mit der Anlage eines Naturgartens?
Naturgarten soll heissen: Boden aus Sand/Humus-Gemisch und die
Pflanzen in verschiedenen Wildformen.
Wir haben einen Hang von ca. 300 qm Größe und diesen möchten
wir mit möglichst verschiedenen Naturpflanzen (Blumen,
Sträucher usw.) bewachsen lassen.
Im Moment ist da nur harter Lehmboden, d.h. der Oberboden muss
erst noch aufgebracht werden.
Wie stellt man das auf einem Hanggrundstück am besten an
(Abrutschen des Oberbodens)?
Welches Mischungsverhältnis von Sand und Humus ist geeignet?
Auf was muss man generell achten?
in seiner strengsten Form macht man bei Anlage eines Naturgarten gar nichts.
Du wartest einfach ab, was Dir der Wind und Vögel in die Fläche tragen.
Wenn Du es doch ein wenig bis ausschließlich nach Deinem Willen gestalten willst, kommt es auf die individuellen Verhältnisse an.
Wie groß ist die Hangneigung?
Geht es einfach so - oder brauchst Du eine Reihe von Trockenmauern?
Das stellst Du am besten fest, indem Du beobachtest, was bei heftigem Regen geschieht.
Nur dünne Rinnsaale, oder ganze Straßen?
Kommt der Untergrund in Bewegung, wenn Du direkt nach Regen fest daraufstampfst?
Was wächst freiwillig in der Umgebung?
Wegesränder geben darüber Auskunft.
Du wirst also ein Pflanzenbestimmungsbuch brauchen.
Wenn Dir das wildvorkommende Angebot nicht zusagt: welche Pflanzengesellschaft möchtest Du nachmachen?
Sand/Heide? Trockenrasen? Feuchtwiesen? Alpinum?
Normalerweise reicht es, wenn der Untergrund vor Auftragen des Mutterbodens aufgelockert wird. Du kannst pro Spaten Lehmboden eine Schaufel Sand untermischen und obendrauf den Humus geben.
Und herzlichen Glückwunsch:
Lehmboden hält wenigstens Feuchtigkeit.
Du wirst im Sommer kaum gießen müssen bei einheimischen Pflanzen.
Danach überlegst Du, wo Du gehen möchtest. Jeder Garten braucht Wege.
Erst, wenn diese feststehen, kommt der nächste Schritt: Wiese - so gewünscht. Wo brauchst Du die Büsche - falls Du Deckung vor neugierigen Blicken willst, oder Schatten.
Dazu musst Du die Himmelsrichtungen beachten. Der schönste Baum nützt Dir im Norden nichts.
Ein Sitzplatz, oder der Sandkasten für eventuelle Kinder darf auch sein.
Oder, wenn keine kleinen Kinder, die hineinfallen könnten, an dieser Stelle ein Teich.
Was dann noch übrig sein sollte, kann mit den gewünschten Stauden besetzt werden.
Doch davon gibt es unter den Einheimischen eine riesige Auswahl, die nur durch pH-Wert des Bodens, Nitratwert und Wassergehalt eingeschränkt wird.
Manches wird in dem künftigen Garten einfach nicht wollen, oder kümmern, wenn Du das nicht berücksichtigst.
Deshalb Bodentestset kaufen.
Wir können das nicht online für Dich herausfinden.
Wir wissen auch nicht, wieviel Pflege Du pro Woche in den Garten zu investieren bereit bist. Dass ein Naturgarten gar keine benötigt, ist leider ein Irrtum.
viele Grüße
geli