Wieso gehen meine Orchideen ein?

Hallo, vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen.
Ich habe zwei Orchideen geschenkt bekommen. Die eine ist eine Phalaenopsis, und die andere ist vom Fischmarkt und und hat ähnliche Blätter wie ein Ritterstern, und Blüten eher wie ein Frauenschuh.
Nun ist mein grüner Daumen etwas verkümmert, was dazu führt, das ich garnicht mit diesen Pflanzen klarkomme.

Ich gieße beide ungefähr einmal im Monat ( um sie ja nicht zu überwässern) und entferne dann sorgfältig alles Wasser aus dem Übertopf ( ich habe immer das gefühl, das da fast alles wasser drin landet). Auch stehen sie an einem hellen Fenster, ohne direkte Sonne.
Ich finde das klingt eigentlich ganz gut, und die beiden müssten doch glücklich und in voller Blüte sein…sind sie aber nicht :frowning:.
Statt dessen haben sie nach ca 3 Wochen fast gleichzeitig alle ihre Blüten abgeworden ( auch die die noch nicht erblüht waren), und weigern sich seitdem ( ca 3 Monate) beharrlich neue zu bilden. Zusätzlich werden die Blätter schlabberig und gelb (nicht braun).
Gehört das so?

Mir tun die Planzen so leid, aber ich weiß leider garnicht wie es besser machen kann. Ich krieg nur immer von allen Seiten zu hören, das man ja nicht zuviel gießen soll.

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen, und vielen Dank im Vorraus.

Daniela

Hallo Daniele,

der super Expete bin ich auch nicht, und probiere auch bei jeder neuen Pflanze aus, was sie mag.

Hatte mal ein, die mochte nur baden, aber kein Wasser per Gießkanne über die Wurzeln. Also habe ich sie jede Woche in die Spüle gestellt und bei lauwarmen Wasser gebadet. Damit ist sie dann förmlich explodiert. Das Ende war dann auch eine Verfärbung der Blätter. Habe sie zum Blumenladen geschleppt, aber da war dann wohl schon jede Hilfe zu spät. Irgendwie haben sich in den Blättern keine Spinnmilben??? oder so was ähnliches eingenistet. Auch Chemie hat da nichts mehr genützt.

Die aktuellen Orchideen finden Gießen ganz ok, bis auf ein paar Kandidaten. Die haben auch gelbe labbrige Blätter… Habe sie ebenfalls eingepackt und beim Gärtner vorgestellt. Die Blumen waren tatsächlich zu naß. (Freund hats zu gut gemeint und ich dachte immer, dass kanns ja nicht sein, weil ich die nur einmal im Monat gieße) Tatsächlich machte das Substrat immer einen trockenen EIndruck, wenn man aber dann mal etwas tiefer fühlte, war die Erde noch gut feucht. Haben jetzt das Gießen eingestellt und auf Anraten des Gärtners werden wir sie wohl auch nur noch besprühen.

Schau mal bei Deinen beiden Pflanzen nach, wie die Wurzeln aussehen. Wenn die abrotten oder gar nicht mehr da sind, dann liegts am Wasser, wenn da alles in Ordnung ist, dann pack sie ein und geh ins nächste Blumengeschäft/Gärtnerei und frag da mal nach.

Hei,

ich habe drei Orchideen in meinem Büro stehen - auf der Fensterbank, wo ab spätestens mittags die Sonne draufknallt und das ganze Jahr Wind ist, da ich grundsätzlich das Fenster gekippt oder ganz geöffnet habe. Sie blühen, sprießen, sehen absolut fit aus. Ich gieße sie immer dann, wenn die Erde richtig trocken ist.

Eine der drei ist nicht ganz so fit, zumindest hat sie bisher in drei Jahren nur am Anfang geblüht. Habe sie damals - wie empfohlen - alle zwei Wochen in ein Wasserbad gestellt, nicht zu viel Sonne usw. Naja, wie gesagt, ist die einzige, die seit damals nimmer geblüht hat.

Habe definitiv keinen grünen Daumen, lediglich diese Orchideen, die ich inzwischen ja genau umgekehrt behandle wie empfohlen, halten es alle seit einem, zwei bzw. drei Jahren bei mir aus.

Grüße
Natascha

Hallo,

Orchideen sind eigentlich leicht zu pflegen, außer diejenigen die nicht so leicht zu pflegen sind :wink:

Spaß beiseite:

  • baden ist oft besser als gießen, da sich bei manchen Orchideen die dicke Haut der Wurzeln vollsaugen muß, das geht beim baden besser

  • mache Orchideen vertragen kein stehendes Wasser in den Blattachseln; wenn dann also nur so sprühen, daß kein Wasser stehen bleibt

  • sprühen muß man eigentlich nur, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist, ein einfaches Hygrometer zeigt an, ob es wirklich zu trocken ist

  • manche Orchideen vertragen kein zu hartes Wasser

  • manche Orchideen brauchen eine Kältephase um wieder zu blühen

Noch ein Tip, schau mal hier vorbei, da gehts nur um Orchideen

http://www.orchideenforum.de

Gerhard

Hatte zig Orchideenopfer…bis ich sie ans nordwestliche Küchenfenster gestellt habe
Nicht zuviel Sonne, viel Luftfeuchtigkeit, allen gehts prächtig

Hallo Daniela,

die meisten Orchideen werden tatsächlich „ersäuft“. Wenn du deine allerdings nur alle 4 Wochen wässerst, dann könnte das auf Dauer zu wenig sein.

Mein Vater hatte seine Orchideen nicht gegossen, dafür aber regelmäßig besprüht, dadurch waren sie wohl zu nass, oder wie Gerhard schon sagte, das Wasser sammelt sich und steht zu lange in den Blattachseln, ein großer Schwung ging ihm ein, die Blätter faulten ab.

Unser Holländer, bei dem ich gerne Pflanzen kaufe, auch zum Verschenken, hat mir zur Orchideenpflege mehrfach eingebleut:

  • nicht besprühen
  • einmal pro Woche durchdringend gießen
  • das Wasser muss kalkarm (notfalls abgekocht) und lauwarm sein
  • erst nach einer guten halben Stunde das Fußbad weggießen
  • keine grünen bzw. lebendigen Teile, wie z. B. Pflanzenstiel, abschneiden.

Ich habe seit 3 1/2 Jahren eine Phalenopsis, die nur im Sommer ca. 2-3 Stunden Morgensonne bekommt, und die von Anfang an nie ohne Blüten war. Wenn wir in Urlaub fahren, wird sie auch zwei bis drei Wochen gar nicht gegossen. Wenn die Phalenopsis dann Wasser braucht, zeigt sie das durch schrumpelig werdende Blätter, die aber nach dem Gießen schnell wieder prall sind.

Nach den 2-3 Wochen läuft selbst das warme Wasser natürlich sehr schnell durch, weil die trockene Erde erst langsam wieder Wasser aufsaugen muss. Daher warte ich mit dem Fußbad weggießen nach längerer Abstinenz auch länger als eine ganze Stunde ab.

Viel Glück und Gruß

Renate

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