Rosen pflanzen

Hallo Gartenfreunde,

wie pflanzt man eine Kletterrose an einem Standort, wo vorher schon einmal eine Rose kletterte?

Als Sicht- und Einsteigeschutz habe ich vor einem niedrigen Zaun 3 Kletterrosen vor ca. 20 Jahren gepflanzt, die eigentlich gut gedeihen aber inzwischen unten kahl sind und ihre Blätter- und Blütenpracht weit nach oben verlegt haben, also kaum noch Sichtschutz bieten. Daher möchte ich so nach und nach die Sträucher durch neue Rosenstöcke ersetzen. Ich hörte aber, dass Rosen schlecht gedeihen, wo vorher schon mal eine andere stand! Was tun, um das neue Gehöz zu überlisten?

Alternativ: Gibt es eine Möglichkeit ältere Rosen zu veranlassen, ihre Blösse „untenherum“ mit neuer Blätter-und Blützenpracht zu verdecken?

Danke für Eure Ratschläge.
Wolfgang D.

Hallo wolfgang

das ist schon richtig mit den rrosen am selben standort…
aber bevor ich neue anpflanze, würde ich die alten rosen mal ganz radikal zurückschneiden, damit sie von unter wieder heraustreiben. wenn Du neu anpflanzen willst mußt Du die erde austauschen (und davon möglichst viel) was hilfreich ist: lavendel und tagetes als unterpflanzung um die bodennematoden (das sind die schädlinge die die rosen sich heranholen)im zaum zu halten. aber wie gesagt erstmal brutal zurückschneiden dann treiben sie wieder von unten her neu. das mit den tagetes und dem lavendel kann auf keinen fall schaden…
wünsche dir viel erfolg und lieben gruß - jochen

Servus Wolfgang,

bei der Neupflanzung von einigen relativ empfindlichen Rosen (Souvenir de la Malmaison, Rose du Roi, Boule de Neige, Schwarze Baccara) an schon vorher von Rosen bestandenen Stellen habe ich gute Erfahrung mit Auskoffern und Ersetzen des vorhandenen Bodens etwa 30L * 30B * 40T gemacht, mehr hats nicht gebraucht.

Bei einer Kletterrose mit ihrem eher weit greifenden Wurzelwerk mag das zu wenig sein.

Dass sie an den Stämmen nicht mehr so gut garniert ist, ist nach 20 Jahren normal. Nicht jeder wird so alt wie der Hildesheimer Rosenstock, und je nach Boden, Klima und Sorte ist ein zwanzig Jahre alter Rosenstock in Menschenaltern schon ein Endsechziger.

Man kann mit dem Versuch eines Verjüngungsschnittes wohl einiges erreichen. Die schlafenden Knospen bleiben jahrzehntelang vital. Wenn Du den nicht möchtest, gilt jedenfalls: Der Standort für sich allein ist nicht so problematisch, eher der Boden um den Wurzelstock. Wenn der ersetzt wird, geht viel.

Schöne Grüße

MM

Nachfrage Lavendel

lavendel und tagetes als unterpflanzung um die bodennematoden
(das sind die schädlinge die die rosen sich heranholen)im zaum
zu halten. aber wie gesagt erstmal brutal zurückschneiden dann
treiben sie wieder von unten her neu. das mit den tagetes und
dem lavendel kann auf keinen fall schaden…

Lieber Jochen,

Dies mit dem Lavendel hatte ich gehört und auch umgesetzt. Leider überwucherte der Lavendel die Rosen. Die Rosen kümmerten, nicht mehr wegen der Schädlinge sondern wegen mangelnder Luft und Lichts.

Weißt Du:
a) gibt es verschiedene Lavendelsorten und welche wäre geeignet?
b) hätte ich den Lavendel regelmäßig zurückschneiden müssen?

Danke.

Hallo Hardy,

b) hätte ich den Lavendel regelmäßig zurückschneiden müssen?

Lavendel sollte eigentlich jedes Jahr (Herbst) zurückgeschitten werden.
Dann bleibt er untenrum jung und verholzt nicht.
Zudem wird er nicht zu groß.

So mach ich das seit Jahren und hab keine Probleme mit der Rosen/Lavendel-Kombi.

LG
chris

Vielen Dank, Martin und Jochen, für Eure Empfehlungen.

Das Zurückschneiden ist für mich so eine Sache, da ich darin überhaupt keine Erfahrung habe. Das mit dem Lavendel und den Tagetes hat mir dagegen sehr gefallen. Was haltet ihr davon, wenn zwischen den Rosen eine andere Kletterpflanze gesetzt wird (Clematis oder Kapuzinerkresse oder…), mit den kahlen Rosenästen als Kletterhilfe bis ca. 2 m über Boden (Sichtschutz), denn darüber sind die Rosen voll in Saft und Kraft?

Wolfgang D.

Hallo Hardy,

es gibt speziellen Einfassungslavendel. Der wird nicht so hoch. Frag mal den Gärtner.

Ich schneide meinen immer nach der Blüte um ein gutes Drittel zurück. Dann nochmals im Frühjahr das abgefrorene.