Hallo Anke,
Habe ein neues Rosenbeet im Garten angelegt, ca. 5m lang und
1,5m breit, geformt wie eine 8. Darin befinden sich drei junge
Strauchrosen und eine Edelrose. Die Edelrose hatte ich noch
„übrig“, deshalb kam sie eben auch mit dazu.
Frage 1: Habe mir sagen lassen, man kann auch eine Edelrose so
schneiden, dass sie etwas buschiger und strauchartiger wächst.
Ist das richtig? Und wie geht das?
um dazu etwas sagen zu können, müsste man wissen, welche Strauchrosen und welche Edelrose. Es gibt Strauchrosen, die 2 Meter hoch und 3 Meter breit werden. Es gibt auch welche, die nicht höher als 1,5 Meter werden.
Edelrosen werden im Allgemeinen höchstens 1,5Meter und nicht viel breiter.
Ich hoffe also, Du hast die Edelrose wenigstens in den Vordergrund „vor“ die Strauchrosen gestellt. Sie könnten ihre zartere Verwandte überwuchern.
Mit dem Schneiden von Edelrosen zur Erreichen von Buschigkeit ist das so eine Sache.
Gezüchtet sind sie dafür nicht.
Edelrosen blühen an einzelnen langen Stielen. Schneiden kann man sie wie alle Rosen dort, wo sie Augen treiben. Falls Du Dich damit noch nicht auskennst: Augen sind die kleinen Knubbel, die in den Blattachseln entstehen. Meist sind Rosenaugen auch etwas rötlich, im Vergleich zum Rest des Stamms/Asts/Zweigs.
Dummerweise treibt jede Rose nach dem Schnitt oberhalb des Auges nur wieder einen neuen Trieb.
Lässt man sie dagegen in Ruhe und knipst nur das Verblühte ab, werden es dagegen meist deutlich mehr neue Triebe. Aber eben dort, wo die Pflanze meint, dass sie welche treiben will.
Wie buschig ist auch eine Frage des Klimas und der Bodenverhältnisse.
Nach dem Winter kann Dir Deine Edelrose leicht bis zum Erdboden zurückgefroren sein, wenn es dumm kommt.
Strauchrosen sind da deutlich härter im Nehmen.
Frage 2: Ich suche noch passende Begleiter für die Rosen.
Meine Vorstellungen: Keine „Klassiker“ wie Lavendel, Salbei
oder Schleierkraut, bevorzugt eine flächig wachsende Art
(Bodendecker) um das ganze Beet gleichmäßig dicht zu bekommen
und Unkraut gut zu verdrängen. Kleinbleibend, damit die
Strauchrosen als „Hauptpersonen“ zur Geltung kommen.
Grünpflanzen oder welche mit kleinen Blüten, bevorzugt in Rot
oder Orange (kein blau, lila oder rosa!). Winterhart,
mehrjährig.
Da Du rosa und blau nicht willst, müsstest Du bei Storchschnabel auf eine weiß blühende Variante
ausweichen.
Ich habe ja eine Vorliebe für Sonnenhüte, die werden aber etwas höher. Und Kapuzinerkresse ist leider nicht winterhart.
Ich überlege auch Tulpenzwiebeln dazwischen zu setzen, die im
Frühjahr vor den Rosen blühen. Wieviele Tulpen passen auf eine
solche Beetgröße und in welchem Abstand soll ich diese setzen?
Tulpen sehen nur wirklich gut in Gruppen von mindestens 7 Stück pro Gruppe aus. Abstand: zu jeder Rose mindestens 3 Gruppen.
Wer sonst noch Ideen hat, wie ich mein Rosenbeet optimal
vorbereite und fertigstelle, immer her damit 
Dick Rindenmulch auf alle freien Stellen.
Hilft gegen Unkraut, solange die Bodendecker noch nicht dicht gewachsen sind.
Düngen solltest Du das neu angelegte Beet erst im kommenden Frühjahr.
viele grüße
geli