Hallo Ihr Wissenden!
Also, ich bin was Rosenpflege angeht, zwar ein blutiger Anfaenger, bestimmt nicht aber faul und hege und pflege unsere ca. 80 Rosen mit viel Geduld und Zeit. Ich lese, lerne, uebe und freue mich ueber jede sich oeffnende Knospe. Der nun mit Macht vergehende Sommer (ja, er nannte sich so!) war - zumindest bei uns - fuer viele Rosen ein Desaster: Sternruss-Tau, Mehltau, Laeuse, Spinnmilben. Naja, eben alles, was viel Arbeit und uns und den Rosen wenig Freude macht.
Nun zu meiner Frage: wir haben an einem sehr steilen Suedhang mit schlechter Bodenqualität (was sich nicht aendern laesst) einige Polyantharosen (neben Potentillas und Lavendel), die nur mit sehr viel Muehe und „Gefahr fuer Leib und Leben“ zu erreichen sind. Pflegeschnitte und Spritzen waehrend der Bluetezeit ist daher fast nicht moeglich und so sehen die Rosen nun leider aus! Gestern betrachtete ich staunend ein staedtisches Beet voller dunkelroter Rosen, Blueten dicht an dicht! Ein Traum! Ich gehe mal davon aus, dass ein solches staedtisches Beet nicht allzuviel Pflege waehrend des Sommers erhaelt und frage mich nun neidvoll, welche Sorte das gewesen sein koennte, denn das waere fuer unseren Suedhang die vielleicht bessere Loesung.
Was meint Ihr?
Danke fuer Eure Anregungen.
Rene
Servus Rene,
schön, Dich wieder zu lesen!
– Hier ist eine Versandgärtnerei ausschließlich für Rosen, die etwas tut, was die vielgelobten Gärtner vor Ort oft genug bloß unvollständig können oder wollen: Nämlich auf die Anfälligkeit der einzelnen Sorten auf die häufigsten Pilzerkrankungen hinweisen:
http://www.rosarot-pflanzenversand.de/storefront/run…
Dort habe ich erstmals gesehen, dass Duftrosen gar nicht einmal zwingend die Anfälligsten sind, und bau mir jetzt nach und nach einen Bestand, der mit minimalem Pflanzenschutzaufwand klarkommen sollte.
Wegen Schnitt/Pflegeschnitt sind Rambler wohl die einfachsten. Die bleiben allerdings flächig am Boden, machen keine „Beete“ in dem Sinn.
Schöne Grüße
MM
Hallo Martin,
Wegen Schnitt/Pflegeschnitt sind Rambler wohl die einfachsten.
stimmt. Rambler schneidet man nicht. Sie blühen nämlich in aller Regel nur 1x im Jahr, d.h. am vorjährigen Holz. Schneidest Du, blüht da nix.
Die bleiben allerdings flächig am Boden, machen keine „Beete“
in dem Sinn.
???
Rambler bilden bis zu 6 Meter lange Triebe, die auch ohne Unterstützung erst einmal senkrecht nach oben machen. Tut man nichts, wird daraus ein natürlicher Bogen, den Wind und Wetter mit der Zeit Richtung Erdbogen drücken.
Darum pflanzt man sie idealerweise zu Bäumen, oder vor Rankgerüste entsprechender Länge.
Als Beetbepflanzung sind Rambler nichts.
Oder meintest Du vielleicht Bodendeckerrosen?
viele Grüße
Geli
Hallo,
die Krankheitsanfälligkeit ist wirklich von Sorte zu Sorte sehr unterschiedlich.
http://www.google.de/search?hl=de&q=adr+rose&btnG=Go…
Die Allgemeine Deutsche Rosenprüfung testet neue Rosensorten drei Jahre lang ohne jegliches Spritzen an unterschiedlichen Standorten in ganz Deutschland und beurteilt dann die Entwicklung. Da sind ganz verschiedene Rosen-Typen dabei, eigentlich für jeden was.
Gruß, Jens
Als Bodendeckerrosen kann ich nur The Fairy empfehlen. Blüht rosa bis zum Herbst - hatte noch nie Krankheiten.
Servus Geli,
Oder meintest Du vielleicht Bodendeckerrosen?
in der Tat - ich hätte bei Gerd Hartung sehen können, dass der Begriff nicht synonym ist, was ich bisher geglaubt hatte: auf Rosen jenseits der NL-Hochglanzwelt war ich in 1999 zuerst bei manufactum gestoßen, wo mehr oder weniger niedrig rankende Rosen wohl zur Abgrenzung gegen moderne Bodendecker als „Rambler“ geführt werden.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
ich habe in meinem Garten auf der Schwäbischen Alb auf ca. 650 m Höhe eine Sorte,
die wirklich sehr robust ist und auch mit steinigem Boden gut zurecht kommt:
Rheinaupark von Kordes. Es ist eine Parkrose, das heißt: Du musst kein Beet ofen
halten, sondern kannst sie auch in Rasen setzen. Nachteil: Sie ist anfällig für
Sternrußtau. Er lässt ihre Blätter relativ früh fallen, was ihr aber ansonsten
nicht schadet. Und sie ist sehr stachlig. Blüht aber sehr lange und in
leuchtendem Rot.
Gruß
Bolo2L
Hallo Rudolf,
gerade der Sternrusstau ist es, der uns hier in diesem Sommer so viel Kummer machte. Deshalb ist eine Sorte, die gerade hierfuer anfaellig ist, wohl nicht das richtige, zumal die schlecht begehbare Hanglage es fast unmoeglich macht, zu spritzen und - was wohl besonders wichtig ist - die abgefallenen Blaetter wegen erneutem Befall einzusammeln.
Danke trotzdem fuer den Tipp
Rene
Als Bodendeckerrosen kann ich nur The Fairy empfehlen. Blüht rosa bis zum Herbst - hatte noch nie Krankheiten.
Hallo Ulrike,
das mit den Bodendeckerrosen scheint eine gute Loesung zu sein. Allerdings kommt aus optischen Gruenden rosa leider nicht in Frage. Hast Du eine Idee, welche ROTE Bodendeckerrose ich nehmen koennte?
Danke Dir
Rene
Hallo Jens,
hier werde ich mich mal durchwuehlen. Danke fuer den Hinweis!
Rene
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Hallo Martin,
ebenfalls schoen, Dich wieder zu lesen.
Das mit den Ramblern machte mich ebenfalls stutzig, aber jetzt wissen wir ja, was Du meintest. Gerade bei Rosen scheint die Pflege extrem wichtig zu sein. Und gerade bei uns ist sie in notwendigem Maße nicht ueberall moeglich. Bevor wir uns weiter frustrieren (lassen) werden wir wohl fuer das kommende Jahr eine Loesung gefunden haben.
Rene
(Off Topic: Deine Unterstuetzung in Deinem „anderen Spezialgebiet“ hat mich diesmal befaehigt, selbstaendig alles notwendige zu erledigen. Die „Feedbacks“ aus Michelstadt und Heidelberg waren diesmal etwas freundlicher!)
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