Hallo, ihr Gründäumlinge!
Wir planen, eine Kirschlorbeerhecke zu pflanzen. Bis jetzt kannte ich nur die große Sorte mit den großen Blättern, habe jetzt aber gesehen, dass es da auch andere, etwas kleiner wachsende Sorten gibt.
Sind alle Kirschlorbeer-Sorten winterhart und immergrün?
Eigent sich die große Sorte mit den großen, dunkel-glänzenden Blättern auch als Hecke (ich hab sie bislang immer nur einzeln gesehen)?
Kann man den Kirschlorbeer relativ schmal schneiden, ohne, dass er Löcher kriegt? (unser Garten ist nicht sehr groß…)
Hat jemand einen Tipp, welche Sorte sich am besten für eine Hecke eignet (evtl mit Bild??)?
Danke für alle Tipps,
Gruß, Monika
Hallo Monika,
Wir planen, eine Kirschlorbeerhecke zu pflanzen. Bis jetzt
kannte ich nur die große Sorte mit den großen Blättern, habe
jetzt aber gesehen, dass es da auch andere, etwas kleiner
wachsende Sorten gibt.
Sind alle Kirschlorbeer-Sorten winterhart und immergrün?
da musst Du bitte auf Antwort von jemand Kompetenterem warten. Ich kenne und habe nur die großeblättrige Sorte.
Eigent sich die große Sorte mit den großen, dunkel-glänzenden
Blättern auch als Hecke (ich hab sie bislang immer nur einzeln
gesehen)?
jein. Kirschlorbeer neigt dazu, in Jahren mit starken Frösten zurückzufrieren. Meist tut er dies nur „stellenweise“. Daraus folgt, dass die geplante Hecke manchmal für ein Jahr oder mehr gerupft aussehen wird. Bis nämlich die Fehlstelle, die Du heraussschneiden musst, denn Kirschlorbeer treib „tiefer“ zuverlässig wieder aus, wieder langgewachsen ist, wie der Rest.
Kann man den Kirschlorbeer relativ schmal schneiden, ohne,
dass er Löcher kriegt? (unser Garten ist nicht sehr groß…)
eher nicht. Jungtriebe von Kirschlorbeer sind bis zu 50cm lang. Da er meiner Erfahrung nach nur 1x pro Jahr diese Triebe treibt (im Juni ungefähr), kannst Du auch nur jeweils die Hälfte davon einkürzen, ohne dass der einzelne Busch ein wenig nackig wirkt. Natürlich wird Kirschlorbeer mit den Jahren buschiger und dichter, weil aus jeder gestutzten Stelle 2 neue Triebe wachsen.
Übrigens vernichtet ständiges Schneiden den schönen weißen Blütenflor schon im Ansatz.
Hat jemand einen Tipp, welche Sorte sich am besten für eine
Hecke eignet (evtl mit Bild??)?
ich nicht. Ich würde mir nie eine Monokulturhecke pflanzen, wenn ich ehrlich bin.
Kirschlorbeer ist gerade schick, ich weiß. Aber so schön er ist, Hecke zu sein, hat er nicht verdient.
Weißt Du übrigens, dass er giftig ist?
viele grüße
Geli
Hallo Geli!
danke für deine Antwort.
Mh, jetzt hast du mich ganz verunsichert… Die Idee mit dem Kirschlorbeer ist uns gekommen, weil wir 1. einen Sichtschutz zur Straße hin brauchen, und 2. einen „Hintergrund“ für Staudenbeete haben wollten. Ich finde die dunkelgrün-glänzenden Blätter dafür sehr schön. Und einheitlich wollten wir es haben, weil es ja wie gesagt nur ein Hintergrund sein soll, die Beete davor sind bunt und lebhaft. Hast du eine Idee, oder kannst uns was empfehlen (ich weiß, ist schwierig auf die schnelle…)
Gruß, Monika
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Hallo Monika,
danke für deine Antwort.
Mh, jetzt hast du mich ganz verunsichert… Die Idee mit dem
Kirschlorbeer ist uns gekommen, weil wir 1. einen Sichtschutz
zur Straße hin brauchen, und 2. einen „Hintergrund“ für
Staudenbeete haben wollten. Ich finde die
dunkelgrün-glänzenden Blätter dafür sehr schön. Und
einheitlich wollten wir es haben, weil es ja wie gesagt nur
ein Hintergrund sein soll, die Beete davor sind bunt und
lebhaft. Hast du eine Idee, oder kannst uns was empfehlen (ich
weiß, ist schwierig auf die schnelle…)
das ist wirklich nicht ganz einfach.
Als erstes kommt es nämlich auf die Himmelsrichtung an; sowie auf das, was Du an Stauden gepflanzt hast.
Liegt das Beet z.B. auf der Südseite des Grundstücks und pflanzt Du ihm eine Hecke vor die Nase, haben die sonnenliebenden Stauden plötzlich ausgerechnet mittags Vollschatten.
Zweitens dürfte es langfristig zu Wurzelkonflikten kommen. Zumindest, wenn Du nicht Nägel mit Köpfen machst und vor der Hecke zu den Stauden hin eine Wurzelsperre einziehst.
Ja nun - was tun?
Du möchtest dunkelgrün und glänzend. Da käme zum Beispiel Rhododendron und Ilex in Betracht. Aber Ilex stacht Dich ordentlich, Rhodos brauchen Benutsamkeit beim Schnitt, damit sie blühen, und es wär doch schade, wenn sie es nicht tun.
Bambus geht ohne Wurzelsperre gar nicht, glänzt aber nicht so dolle.
Denkbar ist Liguster. Schnittverträglich, pflegeleicht und schnell unglaublich dicht - nur im Winter kahl, genau wie Hainbuche. Oder einige Ulmenarten.
Liguster, Buche, Ulme kann man auch mischen, dann wird der Sichtschutz abwechslungsreicher.
Was ich für Staudenbeete als Hintergrund mag, ist Flieder. Schön durch die Herbstfärbung wäre Ahorn.
Und natürlich als Heckenpflanze nicht zu vergessen und nur ungern von mir erwähnt: Thuja geht auch.
(
Originell zur Grundstücksgrenze sind Traillagen - sprich Gitterwerk, an dem auch noch was wachsen kann.
Ich habe zum Beispiel als Zaun zwischen Hofeinfahrt und Haus eine Pergola, an der Rosen und Clematis wachsen.
viele grüße
Geli
Hallo Monika,
Kirschlorbeer hat zwei natürliche Verbreitungsgebiete: in Südosteuropa wachsen niedrige Pflanzen mit schmalen Blättern und recht guter Winterhärte, aus dem Kaukasus stammen Pflanzen mit großen, runden Blättern, hohem Wuchs und mäßiger Winterhärte.
Bei modernen Sorten kann man aufgrund der vielen Kreuzungen das nicht mehr pauschalisieren, aber so ungefähr sind diese Merkmals-Kombinationen meist noch zu erkennen.
Sind alle Kirschlorbeer-Sorten winterhart und immergrün?
Immergrün ja, Winterhärte ist mäßig und sortenabhängig.
Kann man den Kirschlorbeer relativ schmal schneiden,
Schlecht, da er eine grobe Zweig-Struktur hat und sich nie so fein verzweigt. Wenn dann mal ein Ast ausfällt, gibt’s gleich ein Loch.
welche Sorte sich am besten für eine Hecke eignet
‚Herbergii‘ und ‚Zabeliana‘
Andere Gehölze für so eine Hecke: Portugiesische Lorbeer-Kirsche (Prunus lusitanica), Prager Schneeball (Viburnum x pragense), wintergrüne Liguster-Sorten. Oder Rankgerüst mit immergrünen Kletterpflanzen.
Gruß, Jens