Gartenteich sanieren ?

Hallo!

Nach einem Tipp hab ich diese Frage mal aus dem Handwerksbrett hier eingestellt.

Ich habe heute begonnen, meinen Gartenteich in Ordnung zu bringen.
Dieser ist sicher schon einige hundert Jahre alt, weil der Wasserzulauf aus einem Holzrohr besteht.
Ich hab mal 2 Bilder von dem Drama gemacht:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/1914533/8…
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/1914533/8…

Der Durchmesser beträgt ca. 10 m, und ist ca. 1,20 tief.
Es ist reichlich Schlamm drin, so 20 cm, den bringe ich mit Hilfe eines Baggers zumindest erstmal raus, wenn ich den in Reichweite des Baggers schaufele. *schwitz* Schätze mal, am Freitag hab ich den Schlamm raus.

Das Erdreich unter und um den Teich besteht aus Ton, welcher dort zufällig natürlicherweise ist.

Meine Fragen:

  • Es werden wohl ca. 15 bis 20 Kubikmeter Schlamm anfallen.
    Was mache ich mit dem Zeug? Irgendwelche Unebenheiten in der Wiese ausfüllen ?

  • Die Teichmauer aus Naturstein ist recht labil, da muss ich auch was tun. Es ist schon vorher eingeplant worden, dass die Umrandung komplett neu gebaut werden soll.
    Aber so recht weiss ich nicht, wie. Ob da irgend ein Fundament drunter ist, konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen.

Besonders würde ich mich über Hinweise freuen, die zur Erstellung der Teichmauer hilfreich sind. Das sind derzeit grössere Steinplatten, so eine Art Schiefer, einfach geschlichtet. Da das Erdreich in den letzten Jahren um den Teich aufgefüllt wurde, werde ich sicher noch viele solcher Steine brauchen, um die nötige Höhe zu erreichen. Die könnte ich in einem alten Steinbruch auf dem Grundstück eines Freundes bekommen.
Ich will das auch alles so bauen, wie das früher mal war, also keine Folie oder so.
Auch ganz allgemeine Tipps wären nicht schlecht…

Ach so, die Tiefe beträgt ca. 1,40 in der Mitte, nach einer Seite hin wird es dann auch relativ flach, wie ich heute feststellen konnte.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,

Nach einem Tipp hab ich diese Frage mal aus dem Handwerksbrett
hier eingestellt.

haben wir uns über Deinen Gartenteich nicht schon einmal unterhalten?
Ich erinnere mich da an ein Posting, in dem es um Schiefer für den Rand ging.

Ich habe heute begonnen, meinen Gartenteich in Ordnung zu
bringen.
Dieser ist sicher schon einige hundert Jahre alt, weil der
Wasserzulauf aus einem Holzrohr besteht.
Ich hab mal 2 Bilder von dem Drama gemacht:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/1914533/8…
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/33/1914533/8…

einige hundert Jahre halte ich für übertrieben. Naturteiche neigen zum Verlanden. Das geht schnell (innerhalb eine Menschengeneration). Schätze mit Holzrohrzulauf ist Deiner aus Anfang 20. Jahrhundert. Oder sogar noch jünger. Holzrohre wurden bis nach dem 2. Weltkrieg verwendet. Plastik kam erst in den 1960er so richtig in Mode.

Der Durchmesser beträgt ca. 10 m, und ist ca. 1,20 tief.
Es ist reichlich Schlamm drin, so 20 cm, den bringe ich mit
Hilfe eines Baggers zumindest erstmal raus, wenn ich den in
Reichweite des Baggers schaufele. *schwitz* Schätze mal, am
Freitag hab ich den Schlamm raus.

Das Erdreich unter und um den Teich besteht aus Ton, welcher
dort zufällig natürlicherweise ist.

schön für Dich. der Ton dichtet den Teich ab. So läuft er nicht aus. Vorsichtig beim Baggern, die Tonschicht darf nicht verletzt werden.

Meine Fragen:

  • Es werden wohl ca. 15 bis 20 Kubikmeter Schlamm anfallen.
    Was mache ich mit dem Zeug? Irgendwelche Unebenheiten in der
    Wiese ausfüllen ?

Schlamm stinkt. Schlamm ist relativ „dicht“. Die Wiese wird 1 Jahr brauchen, um wieder durchzutreiben. Lass das lieber.
Du kannst den Schlamm in Maßen in den Kompost geben.

  • Die Teichmauer aus Naturstein ist recht labil, da muss ich
    auch was tun. Es ist schon vorher eingeplant worden, dass die
    Umrandung komplett neu gebaut werden soll.
    Aber so recht weiss ich nicht, wie. Ob da irgend ein Fundament
    drunter ist, konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen.

Da hilft nur graben. Übrigens glaube ich, dass der Rand im Ton gegründet ist. Möglicherweise einfach als „Trockenmauer“. Ein richtiges Fundament für einen Naturteich macht überhaupt keinen Sinn. Schließlich sind Naturteiche niemals randdicht. Da ist vor und hinter der Mauer jede Menge Nässe.

Besonders würde ich mich über Hinweise freuen, die zur
Erstellung der Teichmauer hilfreich sind. Das sind derzeit
grössere Steinplatten, so eine Art Schiefer, einfach
geschlichtet.

genauso musst Du das wieder tun. Große Steine nach unten, kleinere weiter oben. Die Mauer sollte eine leichte Neigung Richtung Ufer haben, also vom Grund des Teichs schräg aufsteigen.

Da das Erdreich in den letzten Jahren um den
Teich aufgefüllt wurde, werde ich sicher noch viele solcher
Steine brauchen, um die nötige Höhe zu erreichen.

… oder Du gönnst dem Teich eine Flachwasserzone. Ich sagte oben bereits, dass Teiche mit den Jahren verlanden. Möglicherweise wurde nichts ausgefüllt, es wurde einfach von Natur aus mehr, d.h. höher. Du solltest mit dem Bagger rund um den Teich mal nachforschen, ob Du nicht auf weiteren Tongrund triffst.

Die könnte
ich in einem alten Steinbruch auf dem Grundstück eines
Freundes bekommen.
Ich will das auch alles so bauen, wie das früher mal war, also
keine Folie oder so.

wer einen tongrundigen Naturteich hat, muss und sollte in der Tat nicht zur Folie greifen. Anders sieht es aus, wenn die Tonabdichtung in Folge der nicht vorhandenen Pflege zu dünn geworden ist. Der geeignete Ton kann durchaus teuer werden.

Auch ganz allgemeine Tipps wären nicht schlecht…

nur einer: Du wirst in der Natur keinen Teich finden, der am Rand eine Befestigung aus Steinen hat. Alle derartigen Maßnahmen wie Buhnen, Mauern sind Menschenwerk und verlangen immer wieder Pflege. Übrigens gefällt mir ehrlich gesagt der Standort des Baumes direkt am Teich nicht. Baumwurzeln und Uferbefestigung vertragen sich selten harmonisch.

Ach so, die Tiefe beträgt ca. 1,40 in der Mitte, nach einer
Seite hin wird es dann auch relativ flach, wie ich heute
feststellen konnte.

das bestätigt meine Theorie, das das gute Stück ursprünglich viel größer war.

viel Spaß beim Buddeln
Geli

Hallo Geli!

haben wir uns über Deinen Gartenteich nicht schon einmal
unterhalten?
Ich erinnere mich da an ein Posting, in dem es um Schiefer für
den Rand ging.

Ja, das ist richtig.
Damals ging es aber mehr um den Abbau der Schieferplatten.
Ist zwar schon lange her, waren auch paar gute Hinweise dabei.
Ich konnte aber erst jetzt mit dem bauen anfangen, das wurde mir auch für den Herbst empfohlen. Ein Frosch hat mich gestern böse angeschaut, die anderen Frosche hat alle meine Katze schon gekillt.

einige hundert Jahre halte ich für übertrieben. Naturteiche
neigen zum Verlanden. Das geht schnell (innerhalb eine
Menschengeneration). Schätze mit Holzrohrzulauf ist Deiner aus
Anfang 20. Jahrhundert. Oder sogar noch jünger. Holzrohre
wurden bis nach dem 2. Weltkrieg verwendet. Plastik kam erst
in den 1960er so richtig in Mode.

Nun, ich weiss definitiv, dass der älter als 1914 ist. Auf einer Karte von 1914 ist der Teich eingezeichnet.
Das Grundstück gehört unserer Familie ebenso lange.
Vorher stand dort ein Haus, welches ca. von 1600 war.
Vermutlich ist auch der Teich so alt.
Aber darum soll es hier nicht gehen.

Natürlich verlanden die Teiche. Ich kann mich erinnern, als Kind war das einfach ein Schlammloch, durch welches ein Rinnsal hindurchgelaufen ist. 1992 wurde der mal ausgebaggert.
Und mein Vater hat den in den 60`ern auch schon mal ausgeschlämmt.

schön für Dich. der Ton dichtet den Teich ab. So läuft er
nicht aus. Vorsichtig beim Baggern, die Tonschicht darf nicht
verletzt werden.

Ja, ich tu mein bestes, blos die Baggerschaufel ist nicht gerade gut geeignet.

Schlamm stinkt. Schlamm ist relativ „dicht“. Die Wiese wird 1
Jahr brauchen, um wieder durchzutreiben. Lass das lieber.
Du kannst den Schlamm in Maßen in den Kompost geben.

Ja , stimmt. Ist auch viel Ton drin. Muss ich mal sehen, was ich damit mache. Ganz so viel, wie ich zuerst gedacht habe wird es zum Glück nicht.

  • Die Teichmauer aus Naturstein ist recht labil, da muss ich
    auch was tun. Es ist schon vorher eingeplant worden, dass die
    Umrandung komplett neu gebaut werden soll.
    Aber so recht weiss ich nicht, wie. Ob da irgend ein Fundament
    drunter ist, konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen.

Da hilft nur graben. Übrigens glaube ich, dass der Rand im Ton
gegründet ist. Möglicherweise einfach als „Trockenmauer“.

Ja, stimmt. genauso sieht es aus.

genauso musst Du das wieder tun. Große Steine nach unten,
kleinere weiter oben. Die Mauer sollte eine leichte Neigung
Richtung Ufer haben, also vom Grund des Teichs schräg
aufsteigen.

Werd mein bestes geben. Hab auch viele Steine im Schlamm gefunden, welche von der Mauer sind.

… oder Du gönnst dem Teich eine Flachwasserzone. Ich sagte
oben bereits, dass Teiche mit den Jahren verlanden.
Möglicherweise wurde nichts ausgefüllt, es wurde einfach von
Natur aus mehr, d.h. höher. Du solltest mit dem Bagger rund um
den Teich mal nachforschen, ob Du nicht auf weiteren Tongrund
triffst.

Da ist überall in der Nähe Ton, so ca. ab 70 cm. Tiefe.
Ich hab das gemerkt, wo ich die Löcher für den Gartenzaun gegraben habe.

wer einen tongrundigen Naturteich hat, muss und sollte in der
Tat nicht zur Folie greifen. Anders sieht es aus, wenn die
Tonabdichtung in Folge der nicht vorhandenen Pflege zu dünn
geworden ist. Der geeignete Ton kann durchaus teuer werden.

Nun, das wäre nicht das Problem…

Auch ganz allgemeine Tipps wären nicht schlecht…

nur einer: Du wirst in der Natur keinen Teich finden, der am
Rand eine Befestigung aus Steinen hat. Alle derartigen
Maßnahmen wie Buhnen, Mauern sind Menschenwerk und verlangen
immer wieder Pflege.

Oh, sorry. Da hab ich mich falsch ausgedrückt.
Natürlich ist der Teich von Menschenhand angelegt. (Natürlich war in meinem Verständnis: natürlicher Zulauf aus einer Quelle, natürliche Baustoffe)

Übrigens gefällt mir ehrlich gesagt der
Standort des Baumes direkt am Teich nicht. Baumwurzeln und
Uferbefestigung vertragen sich selten harmonisch.

Ja, klar. Aber ändern kann ich das auch nicht. Das ist eine riesige, 70-jährige Birke, die scheinbar kerngesund ist.
Wenn ich die in einer Nacht-und-Nebelaktion umlege, sind die Grünen schon da, wenn ich noch das Holz wegräume.

Ach so, die Tiefe beträgt ca. 1,40 in der Mitte, nach einer
Seite hin wird es dann auch relativ flach, wie ich heute
feststellen konnte.

das bestätigt meine Theorie, das das gute Stück ursprünglich
viel größer war.

Heute hab ich gesehen, dass bei dem Baum so eine Art Eingang ist. Das meinte ich mit der flachen Stelle. Da ist scheinbar auch mal eine Treppe gewesen. Hab Betonteile gefunden, die darauf hindeuten.

viel Spaß beim Buddeln

Ja, danke, derzeit macht es noch Spass,
weil man Fortschritte sieht.

Danke schön für die Hilfe,
Grüße, Steffen!