Ich bin immer wieder erstaunt und fassungslos, wenn ich in den Gärten überall noch die Äpfel an den Bäumen hängen sehe. Hier auf dem Land sieht man das oft. Ein paar, für die Vögel - o.k… Aber die ganze Krone noch voll…und nun erfuhr ich, daß die Spritzmittel für Äpfel keineswegs durch Schälen zu beseitigen sind, sie dringen bis zum Kernhaus vor. Da frage ich mich doch, warum man die Äpfel im eigenen Garten so wenig schätzt. Ich hätte auch Probleme, meines Erntesegens Herr zu werden ( so viel Apfelsaft kann man ja auch nicht brauchen, sonst wäre noch eine Lösung, die Äpfel zum Entsaften zu bringen), wenn ich mich nicht darum kümmern würde und meine Äpfel rechtzeitig den Nicht-Gartenbesitzern anbieten. Ob man nicht mal eine Arbeitslosen-Koop gründen könnte dafür? Das gekaufte Apfelmus schmeckt, mir jedenfalls, abscheulich … Irmtraut
Hallo Irmtraud,
in manchen Städten gibt es sogenannte Obstbörsen, wo Gartenbesitzer hinterlassen können, was sie unter welchen Bedingungen abzugeben haben.
Auch an die Tafeln, die bedürftige mit Lebensmitteln versorgen, wird von Privatleuten so einiges abgegeben.
Viele Grüße
Iris
Hallo Irmtraut, ja, so eine „Sammelstelle“ wäre nicht schlecht, da stimme ich Dir zu. Ich denke jedoch nicht, dass es allein daher kommt, dass so viele ihre Äpfel im eigenen Garten nicht schätzen: Du weisst, wieviel Mühe die Apfelernte macht, und viele Ältere bei uns auf dem Dorf schaffen es einfach nicht mehr sie zu ernten. Oft genug auch habe ich selbst schon das (natürlich kostenlose) Ernten meiner Äpfel angeboten, wenn ich Zeitprobleme hatte: In dem Moment, wo sie selber auf den Baum sollen, wollen viele keine Äpfel mehr - am besten geerntet und gereinigt vor die Tür gestellt! Leider allzu oft erlebt.
Momentan bin ich glücklich über eine kinderreiche Familie ein paar Häuser weiter: die ernten mit Freuden - und ich freue mich auch. Gruss, Eva
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Oft genug auch habe ich
selbst schon das (natürlich kostenlose) Ernten meiner Äpfel
angeboten, wenn ich Zeitprobleme hatte: In dem Moment, wo sie
selber auf den Baum sollen, wollen viele keine Äpfel mehr
So ist das, Eva,
und auch aus einem anderen Grund würde ich das Ernten nicht unbedingt einem Fremden überlassen.
Da werden schon mal ohne jegliche Scham armstarke Äste abgebrochen und hinterher kann man den Baum nur noch umsägen.
Und was ist, wenn der ungeübte Ernter von der Leiter fällt? Dann hast Du u.U. noch einen Prozess am Hals wegen unsicherer Leiter und was weiß ich.
Gruß
Eckard
Hallo Irmtraut,
tja manche Leute kaufen halt lieber das nach nichts schmeckende Obst aus dem Supermarkt welches schon um die halbe Welt gekarrt wurde.
Die Leute wissen gar nicht mehr, wie ein frisch gepflückter Apfel vom Baum schmeckt.
Diese Sachen werden erst wieder geschätzt wenn es den Leuten dreckig geht.
Deine Fasungslosigkeit kann ich teilen. Aber so manch einer, der den Geschmack echter Äpfel nicht kennt, wird ihn gar nicht essen wollen. Wer sich an Energydrinks fett nuckelt, vorm Fernseher fertige Rote Grütze lutscht, ewig haltbares Joghurt mit Phantasiearoma und reichlich Zucker verschlingt - was soll der mit Äpfeln.
IM Ernst - so schlecht geht es den Leuten nicht, dass sie zu physischer ungewohnter ARbeit und frischen Produkten greifen würden, um sich Gutes zu tun. Noch hocken sie lieber vor der Glotze und lassen sich deprimieren.
Manch einer wüßte wohl nicht, wie aus Äpfeln Kuchen. Saft, Mus zu machen ist - die Leut glauben ja auch schon, man bräuchte zum Eierkochen einen Eierkocher und zum Brotbacken einen Brotbackautomaten.
polemisch, dalga