Hallo zusammen,
ich möchte dieses Jahr zum ersten Mal eigene Tomaten ziehen auf meiner Terrasse. Habe jetzt schon viele Tipps und Tricks gesammelt. Leider bin ich zum Thema „Düngen“ bisher noch nicht viel schlauer geworden. Ich weiß, dass Tomaten so gut wie jeglichen „Mist“ lieben Habe aber keine Möglichkeit an Pferdeäpfel oder Hühnermist etc. zu kommen. Über Gründüngung habe ich auch schon einiges gelesen, ist aber auch nicht das Günstigste auf der Terrasse, wenn ich die Tomaten im Kübel ziehe.
Wie dünge ich also meine Tomaten damit sie schöne Früchte tragen?
Was muss ich beim Düngen beachten?
Ab wann fange ich an mit dem Düngen? Gleich beim Einpflanzen oder erst später?
hallo Britta - Brennesseljauche? Blätter einweichen und 3-4 Wochen gären/faulen lassen, dann Tomaten mit 1:10 verdünnter Jauche gießen. Stinkt! Man kann auch Neudorfs Urgesteinsmehl zufügen ( Gartencenter), dann stinkts weniger. Wüßte übrigens keinen Geflügelhalter, den man nicht ungestraft um einen Eimer Hühnermist bitten dürfte, auch wenn man sich nicht kennt. Nur, so direkt ist der Hühnermist zu scharf für die Wurzeln, auch erst gären lassen. Gruß, I.
Im Handel ist spezieller „Tomatendünger“ erhältlich. Für eine Kübelpflanzung ist das vielleicht einfacher in der Anwendung als Mist oder (stinkende)Brennesseljauche. Anwendungshinweise findest du auf der Packung …
Warum willst Du die Tomaten auf Deiner Terrasse eigentlich unbedingt in Kübeln wachsen lassen? Wäre es nicht einfacher für Dich und „bekömmlicher“ für die Tomatenpflanzen, wenn sie direkt in Gartenerde am Rand der Terrasse wachsen dürften?
Meinen Tomatenpflanzen gebe ich beim Setzen gleich eine schöne Portion Komposterde mit in das Pflanzloch. Das hat denen immer ganz gut getan.
Viel Erfolg mit Deiner Tomatenzucht
wünscht Dir
Ute
(die in diesem Sommer ein „Kirschtomatenspalier“ vom Hoftor zur Haustür anlegen will, denn dann kann man beim nach Hause kommen schon immer mal schön gesund was naschen …)
Tomaten können am Anfang (und von Anfang an, das macht nichts aus) hohe Stickstoffgaben brauchen - vgl. der Rossbollen im Pflanzloch…
Etwa ab Mitte Juni den Stickstoff zurückfahren, zugunsten Phosphor/Kalium (wenn man im Kübel zieht und auf flüssige Präparate im Gießwasser angewiesen ist, sowas wie „Blütenpflanzendünger“). Sonst gibts bloß einen Haufen Blattmasse und tendenziell wässrige Früchte.
Die Konzentration N-P-K ist auf allen Düngern im Handel ausgewiesen, für die zweite Etappe halt drauf achten, dass die erste Zahl für N niedriger ist.
Wir haben unsere Tomatenzucht schon seit drei Jahren auf dem Balkon.
Der Ertrag hängt meiner Erfahrung nach nur bedingt vom Düngen, als vielmehr von genug Sonne, ausreichend wässern und wenig Wasser direkt auf die Pflanze (vertragen Tomaten nicht, gibt Fäule).
Die Pflanzen haben wir in kleinen Töpfchen in der Wohnung vorgezogen. Nach den Eisheiligen dann die Größten Pflanzen in die Kübel gesetzt. Nach 3-4 Wochen haben wir dann immer das erstemal gedüngt. Und dann ca jede Woche ein bisschen. Falls du ganz neue Erde hast, reicht am Anfang auch weniger.
Allerdings haben wir immer Klee in den Kübeln mitwachsen (muß man immermal etwas kürzen). Klee ist ja ein Stickstoffbinder und somit ist das Düngen auch etwas einfacher. Der Klee hatte sich im ersten Jahr übrigens selber da „angepflanzt“ und kommt jedes Frühjahr wieder - egal wie dick die Eisschicht war.
Wichtig ist, die Tomatenpflanzen ordentlich auszugeizen. D.h. in den Blattachsen die neu nachwachsenden Triebe immer auszubrechen, damit du einen einigermaßen geraden Tomatenstamm bekommst und die Pflnaze nicht in tausende Zweige mit vielen Blättern, sondern in wenige Zweige mit ordentlich vielen Blüten und anschließend Tomaten investiert.
Ab einer bestimmten Höhe (bzw. gegen ende des Sommers) solltest du auch die Spitze kappen, damit die vorhandenen grünen Tomaten ausgereift werden.