Mutterboden bei Neubau - Verunreinigung

Ich bin derzeit in Diskussion mit meinem Bauträger bezüglich der Frage, wo die Grenze zwischen Mutterboden und Bauschutt ist.
Auf unserem Grundstück wurde ein Haus abgerissen und größtenteils abgefahren. Etliche Steine, Hausreste etc. wurden dann mit dem Boden auf einen Haufen geschoben und nun wieder als „Mutterboden“ zurückgeschoben.

Frage : Gibt es eine verbindliche Definition ( z.B. §201 BauBG ), was Mutterboden ist ( Korngröße, etc. ). Mein Bauträger behauptet, Steine bis 8x8 cm seien noch Mutterboden.

Vielen Dank

Hallo,

vorweg: „Mutterboden“ ist umgangssprachlich und nirgends definiert, schon gar nicht im Gesetz. Wenn du „Mutterboden“ bestellst, ist von vornherein klar, dass dir irgendein Müll geliefert wird.

Fachsprech ist „Oberboden“ und dazu steht in DIN 18300 (Bodenklasse 1):
„Oberste Schicht des Bodens, die neben anorganischen Stoffen […] auch Humus und Bodenlebewesen enthält.“
„Oberboden darf nicht durch Beimengungen verschlechtert werden, z.B. durch Baurückstände, Metalle, Glas, Schlacken, […] schwer zersetzbare Pflanzenteile.“
Und in DIN 18915:
„Er darf keine Fremdstoffe […] enthalten.“
Die Bodengruppen nach DIN 18915 sind in „steinige“ mit Größtkorn