Hallo.
Wir haben einen Kleingarten „geerbt“, auf dem zwar eine kleine Hütte mit Strom und Wasser steht, aber keine Möglichkeit, um sein „Geschäft“ zu erledigen. In der Anlage gibt es auch kein Abwasseranschluss. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich etwas installieren kann, was zumindest den Zweck einer Toilette (auch für Frauen) erfüllt. Also ein Dixie-Klo kommt nicht in Frage, weil die Zufahrt eh zu klein ist, um den Kasten dort abzuliefern. Gibt es Erfahrungen mit sogenannten „Sickergruben“? Oder ist das im Sommer eher geruchstechnischer Terror?
Hallo.
Wir haben einen Kleingarten „geerbt“, auf dem zwar eine kleine
Hütte mit Strom und Wasser steht, aber keine Möglichkeit, um
sein „Geschäft“ zu erledigen.
Was du in vielen Kleingärten findest:
Komposttoilette mit nur einem Sammelbehälter
Bei dieser Komposttoilette werden Fäkalien und Urin in ständiger Mischung mit einem Zuschlagstoff (Rindenschrot) in einem be- und entlüfteten Behälter gesammelt. Ist der Behälter voll, so wird er auf den Kompost entleert, wo er noch mindestens 1 Jahr verbleiben sollte. Dann kann er im Garten zur Bodenverbesserung weiterverwendet werden.
http://www.komposttoilette.de/k_Produkt/k_gart_1.html
In einfacher Forum kannst du das auch selber bauen, hat den gleichen effekt.
oder
http://www.komposttoilette.de/k_idee/k_idee.html
http://www.oeko-energie.de/komposttoiletten.htm
oder
http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resn…
Gruß BelRia
Servus Rico,
Gibt es Erfahrungen mit sogenannten
„Sickergruben“?
Sie sind in sehr vielen Kleingartenkolonien genau so geduldet wie verboten. Die Stadt Mannheim (betreffend ihr Strandbad am Rhein, an dem das Badeverbot von Rettungsschwimmern der DLRG überwacht wird
, geübt im sachgerechten Zudrücken von Augen und Hühneraugen, hilft sich mit jährlichem Ziehen von Grundwasserproben, der Feststellung, daß alles ok ist und kein Handlungsbedarf besteht. Daraufhin werden die Laubenpieper nochmal dran erinnert, daß sie ihre Sickergruben nicht benutzen dürfen, und sie machen weiterhin, was sie wollen. Daß eine Kolonie mit über fünfhundert Parzellen offenbar keine Grundwasserprobleme macht, spricht für sich.
Oder ist das im Sommer eher geruchstechnischer
Terror?
Nein. Das Dingen muss tief genug sein, um tatsächlich Kontakt zum Grundwasser zu haben; sollte nicht unter sonnenexponierten Flächen liegen; einen Zulauf nach dem Siphonprinzip haben. Wände bis zum Grundwasserspiegel in Beton oder geeigneten Fertigelementen ausführen.
Und, wie gesagt: Ist fürchterlich verboten!!
Schöne Grüße
MM
hallo,
anzuraten wäre bei dieser Methode, an die Würmer- Verbreitungsgefahr zu denken. Wir hören selten (und sprechen noch seltener) von ihnen, aber es gibt sie noch, Askariden, Bandwürmer … und da die Verbreitung durch menschliche Fäkalien für menschenpathogene Würmer einer der klassischen Wege ist, soll der Würmer hier gedacht werden. Also - alles sehr gut abwaschen, was aus dem Garten kommt. Gruß, I.Rüber
Hallo,
anzuraten wäre bei dieser Methode, an die Würmer-
Verbreitungsgefahr zu denken. Wir hören selten (und sprechen
noch seltener) von ihnen, aber es gibt sie noch, Askariden,
Bandwürmer … und da die Verbreitung durch menschliche
Fäkalien für menschenpathogene Würmer einer der klassischen
Wege ist, soll der Würmer hier gedacht werden. Also - alles
sehr gut abwaschen, was aus dem Garten kommt. Gruß, I.Rüber
Hallo Irmtraut,
man kann auch alles übertreiben oder auf einer Bananenschale ausrutschen.
Ich hoffe mal, das kein Kleingartenbenutzer seine Trockentoilette im Gemüsebeet entsorgt.
Auf der einen Seite werden Kleingärten gefördert, auf der anderen Seite wird mit allem möglichen durch die Gärten gerannt.
Ich esse mein Gemüse/Obst direkt aus dem Garten. Wenn ich mir jetzt auch noch Gedanken darüber mache, was alles drüber gekrabbelt ist, schmeiße ich das Zeug in die Tonne und vergifte mich mit dem schönen, grünen, aus wasweissichwoher kommenden Gemüse des Supermarktes.
Hinaus in die Natur, aber das Desinfektionsmittel nicht vergessen.
Gut das ich meinen Garten bis hierher überlebt habe *gg*
Mfg. BelRia
P.S.: Stelle diese Antwort/Frage doch mal im Brett Umweltschutz und Naturschutz oder Biologie und Chemie.
kenne mich nicht aus - kenne nur die versch. toilettenarten auf booten und z.b auch wohnmobilen. würd mich mal über alle variationen im netz belesen, da wird doch sicher ne menge informatives über vor- und nachteile stehen.
LG
nina
Hallo Rico,
ich habe ganz gute Erfahrungen gemacht mit einer Campintoilette, die ich einfach in ein entsprechendes Häusle eingebaut und ab und an geleert habe. Es gab kaum Geruchsbelästigung, das Entsorgen war denkbar einfach und da der Garten in einem Wasserschutzgebiet gelegen war auch so ziemlich die einzige Möglichkeit.
Gute Verdauung wünscht
Christoph
Hallo, Rico,
villeicht wäre dies die Lösung Deines Problems: http://www.compass24.de/cgi-bin/abnetshop.pl?basket=…
Gruß
Eckard
hallo Belria,
also wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber auf einer Bananenschale ausrutschen, als mir einen Schweine-,Hunde- oder Fuchsbandwurm zuzueignen … wenn man bedenkt, all diese häßlichen Zysten im Gehirn … besser als Bananenschale und Würmer: Gemüse waschen! (die Vogelgrippe-Besorgten beruhigt das auch, zuätzlicher Vorteil).
Oder bist Du gegen das Gemüse-waschen, wenn es aus dem Garten kommt?
Wäscht man da die ganze Natur weg? Würde mich mal interessieren.
Gruß, I.
Hallo, Rico,
villeicht wäre dies die Lösung Deines Problems:
http://www.compass24.de/cgi-bin/abnetshop.pl?basket=…
Hallo,
Ähem, findest Du es wirklich so gut organisches Material in Plastik zu verpacken und auf die Deponie zu karren???
Komische Ideen gibt es.
Hoffentlihc wird bald überall - wie bei uns- der Restmüll nach Kilo abgerechnet. ;o)
Meine empfehlung: Kompostklo für „großes“. Kannst es nach der Lagerung im Topf auf die Miste geben und Du hast was für den Garten getan. Dein Kompost wird durch die Stickstoffzugabe auch schneller verrotten.
Pipi 1:7 verdünnt geht auf die Rosenbeete. Für drumrum tuts doch ein Bastzäunchen, dann stimmts auch mit der Lüftung (richtig gehandhabt riecht das aber nicht.
Für die Modellfrage bei kauf eines Fertigproduktes schau Dich doch bei skandinavischen Herstellern um - die haben das für ihre Sommerhäuschen die es da überall in der Pampa gibt.
Gruß
mopedhexle
Hallo, Hexle,
ich stimme Dir ja vollkommen zu und ein Kompostklo wäre für mich auch die erste Wahl, nur in manchen Umgebungen geht das halt nicht.
Grüße
Eckard
Hallo,
also wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber auf
einer Bananenschale ausrutschen, als mir einen
Schweine-,Hunde- oder Fuchsbandwurm zuzueignen …
wenn man
bedenkt, all diese häßlichen Zysten im Gehirn … besser als
Bananenschale und Würmer: Gemüse waschen!
Es wird wie alles übertrieben. Sicher gibt es den Fuchsbandwurm und auch sonstig alle anderen Würmer. Aber wenn es nach manchen Aussagen gehen würde, wäre der Mensch schon ausgestorben.
die
Vogelgrippe-Besorgten beruhigt das auch, zuätzlicher Vorteil).
Und wenn jeder so eine Angst hat oder ihm Angst eingeredet wird, lass uns doch die grünen, wurmverseuchten Grünanlagen, schließen.
Oder bist Du gegen das Gemüse-waschen, wenn es aus dem Garten
kommt?
Ich bin nicht dagegen Gemüse zu waschen, sondern ich bin dagegen, dass alles dramatisiert wird.
Wenn mit jedem bisschen was aus dem Garten geerntet wird, jeder erst zum Wasserkran rennt, könnte ja ein Fuchsbandwurm dran sein, dann hat Garten irgendwo keinen Sinn mehr und dann geh mal davon aus, dass nicht jede Kleingartenanlage über Trinkwasser verfügt, noch nicht mal über Strom, dann wird jede genaschte Erdbeere zum Abenteuer überleben ??
Wäscht man da die ganze Natur weg?
Darum geht es nicht.
Für weiteres was sich nun um Würmer und Co dreht - bitte im Medizinbrett weiter schreiben - danke 
Gruß BelRia
Jawoll! Ich bin Euch dankbar für all die Anregungen. Zwar habe ich noch keine Entscheidung getroffen, aber zumindest die Möglichkeiten. Und auf meine persönliche Nachfrage bei einem „Veteran“ Gartenbesitzer, scheint dieses Thema ja echt ein Tabu zu sein. Von illegalen Zuläufen in das Abwassersystem, bis hin zum Verbrennen scheint das ja eine Wissenschaft für sich zu sein. Ichdanke nochmal für die Tipps und für Einsichten in eine gesellschaftliche Grauzone 
Rico
Hallo, Hexle,
ich stimme Dir ja vollkommen zu und ein Kompostklo wäre für
mich auch die erste Wahl, nur in manchen Umgebungen geht das
halt nicht.
Und Waruhum???
Richtig gemacht riecht nix, kannste unter jeden Hocker schieben, in jedes Gartenhäusle stellen…
hätt ich grad die zeit und muße würd ich mal bei den schweden schaun, aber da gibts wirklich gute sachen auch für Perfektionisten!
Gruß
Mopedhexle
Gut, Hexle,
dann machen wir mal Rocos Arbeit und stöbern das Internet durch.
Hier die Kompostvariante (allerdings mit 363€ nicht gerade das Schnäppchen)
http://www.komposttoilette.de/k_Produkt/k_gart_1.html
Allerdings habe ich bei der Beschäftigung mit diesem Thema gelernt, dass es auch kompostierbare Fäkalbeutel gibt. D.h. die in dem anderen Posting genannte Toilette könnte benutzt werden, wenn sie mit solchen kompostierbaren Beuteln bestückt wird. Das Problem wird in der Beschaffung der Beutel bestehen - ist das vielleicht eine Marktlücke?
Grüße
Eckard
PS; Auch noch etwas, was ich bei der Beschäftigung mit diesem Thema gelernt habe: Solche Toiletten sind nur für Sitzpinkler geeignet.
Beste Erfahrungen!
Hallo Rico Trute,
ich habe ein Wochenend-Gartengrundstück, auf dem es weder Wasser noch Abwasser
gibt. Früher gab es dort mal eine Toilette auf einer grube, die man jährlich oder
zweijährlich entleeren lassen musste. Und es gab immer Probleme mit dem Geruch…
Seit ich dort ein neues Häuschen gebaut habe, besitze ich diese Toilette:
http://www.berger-biotechnik.de/index_d.htm
Das ist wohl das älteste bewährte Produkt dieser Art und über 30 Jahre auf dem
Markt. Es war mir schon vorher aufgefallen und ich sah es zufällig auf einer
Öko-Messe ausgestellt. Ich fragte sehr skeptisch nach dem Wie und Was, als ein
älteres Ehepaar kam und mir sagte: Wir haben solch eine Toilette seit Jahrzehnten
und überhapt kein Problem damit (sie wollten nur ein Ersatzteil kaufen).
Ich habe ebenfalls die Feststellung gemacht, dass das prima funktioniert. Das A
und O ist eine gute Entlüftung. Das Entlüftungsrohr muss gut über das Dach
hinausragen, somit hat es einen guten Zug und in der Toilette herrscht immer
Unterdruck (Luftzuführung aus dem Raum, Tür darf also nicht hermetisch
schließen). Dieses Prinzip hat sogar den Vorteil, dass es während des „Geschäfts“
weniger riecht als zu Hause, da der Behälter ja permanent durch das Rohr
entlüftet wird, also gar nichts in den Raum gelangt.
Der „Betriebsstoff“ Rindenschrot ist spottbillig, und die Überreste sind
hervorragend zu kompostieren (sind es ja schon halb im Behälter). Den
entstandenen Kompost kannst Du nach 1 Jahr hervorragend im Garten verwenden
(reine, krümelige Erde ohne Geruch; am besten gemischt mit Küchen- oder
Gartenabfällen kompostieren).
Viel Erfolg wünscht
Bolo2L
anzuraten wäre bei dieser Methode, an die Würmer-
Verbreitungsgefahr zu denken. Wir hören selten (und sprechen
noch seltener) von ihnen, aber es gibt sie noch, Askariden,
Bandwürmer … und da die Verbreitung durch menschliche
Fäkalien für menschenpathogene Würmer einer der klassischen
Wege ist, soll der Würmer hier gedacht werden. Also - alles
sehr gut abwaschen, was aus dem Garten kommt.man kann auch alles übertreiben oder auf einer Bananenschale
ausrutschen.
Ich hoffe mal, das kein Kleingartenbenutzer seine
Trockentoilette im Gemüsebeet entsorgt.
Auf der einen Seite werden Kleingärten gefördert, auf der
anderen Seite wird mit allem möglichen durch die Gärten
gerannt.
Ich esse mein Gemüse/Obst direkt aus dem Garten. Wenn ich mir
jetzt auch noch Gedanken darüber mache, was alles drüber
gekrabbelt ist, schmeiße ich das Zeug in die Tonne und
vergifte mich mit dem schönen, grünen, aus wasweissichwoher
kommenden Gemüse des Supermarktes.
Hinaus in die Natur, aber das Desinfektionsmittel nicht
vergessen.
Gut das ich meinen Garten bis hierher überlebt habe *gg*
Hallo Belria,
ich kann deine unsachliche Reaktion nicht nachvollziehen. Irmtraut
empfiehlt, an die „Verbreitungsgefahr . von Askariden, Bandwürmer“ zu
denken und kommt zu der Empfehlung „alles sehr gut abwaschen, was aus
dem Garten kommt“. Dies sollte meiner Meinung nach auch ohne
Komposttoilette erfolgen, wenn wie z.B. bei mir, auch der Fuchs gerne
durch den Garten läuft.
Die von dir benannten Links sind in der Aussage auch nicht eindeutig
zur Hygienisierung:
http://www.komposttoilette.de/k_idee/k_idee.html sagt: „Eventuell
vorhandene Krankheitskeime, der historische Grund für unseren Ekel
vor den Fäkalien, werden im Laufe der Kompostierung durch die für die
Keime unwirtlichen Lebensbedingungen vernichtet. Der Prozess des
Substanzumbaus beginnt in der Trockentoilette, benötigt dann
wenigstens ein Jahr, möglichst jedoch länger, im Komposter und setzt
sich auch nach dem Ausbringen des Substrats in der Gartenerde fort.“
Hierzu erlaube ich mir die Anmerkung, dass von Keimen die Rede ist
und nicht von den Eiern. Auch der Begriff „Wurmerreger“ auf dieser
Webseite wäre fast lustig, wenn es nicht nur um ein verbales
Spielchen ginge.
Beim nachfolgenden Link von dir
http://www.oeko-energie.de/komposttoiletten.htm sind schon andere
Zeiträume für die Kompostierung benannt: „Bei einer ordnungsgemäßen
Kompostierung wird von einer Verweilzeit von wenigstens drei Jahren
mit jährlichem Umsetzen ausgegangen. Nach dem Umsetzen entstehen
Temperaturen um ca. 70°C, die Krankheitserreger abtöten.“
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich möchte nicht gegen
Komposttoiletten sprechen. Wenn aber der zweite Link von dir richtig
ist, wäre der erste Link von dir gefährlich.
Gruß
Ulf