wir haben uns ziemlich spontan entschlossen, unseren ganzen garten „über den haufen zu schieben“ und alles neu anzulegen. bäume kommen weg, eine neue terrasse kommt dazu, alles soll eben werden etc. pp.
das einzige, was ich retten möchte, sind meine beiden rosensträucher: alte englische rosen, die sehr robust sind und blühen, wie die wilden. die beiden sträucher sind ca. 1.60 hoch.
meine fragen hierzu:
kann ich sie in nächster zeit überhaupt ausgraben lassen, ohne daß sie mir eingehen? sie beginnen grade zu blühen - schlechtester zeitpunkt, oder?
hab ich eine chance, sie in großen (sehr großen!) kübeln über die nächsten monate zu bringen, oder müssen sie gleich wieder in den boden? ich überlege schon, ob ich nicht die gärtnerei bitte, sie in pflege zu nehmen…
und noch eine frage:
auf dem grundstück verstreut wachsen 4 oder 5 buchssträucher, einige davon sind sehr groß. wie übel nehmen diese denn eine verpflanzung?
hallo razzmatazz,
so sehr man sich auch umsieht - ein noch schlechter passender Zeitpunkt zum Verpflanzen von Rosensträuchern ist nicht sichtbar …
Wenns verschiebbar ist - verschiebt es auf Herbst. Wenns jetzt sein muß: möglichst viele Wurzeln mit ausgraben (auch wenn die Erde da rausfällt). Wurzeln weder der Sonne noch dem Wind aussetzen!!! - sofort abdecken (feuchte Tücher oder so). Gesamten Wurzelbestand in Lehmbrei (auch: Bentonit-Brei; Bentonit ist ein in Säcken käufliches Lehmprodukt) tauchen und damit im neuen Pflanzloch einschlämmen. Kübel sind wohl möglich, müßten aber ziemlich groß sein (der Größe der Sträucher/ Wurzelballen angemessen). Ich würde wohl die Bottiche nehmen, die Maurer zum Zementanrühren benutzen, gibts in rund und eckig, Abzugslöcher reinbohren. Die Äste deutlich zurückschneiden, etwa 1/3 (wenn das mal reicht). Nach dem Einsetzen der Sträucher in die Bottiche : anhäufeln, als ob es Winter wäre. Danach öfter gießen. Absonnig und windarm (nicht windstill) aufstellen. - Mehr fällt mir nicht ein, was Ihr tun könntet, um ihnen die bestmöglichen Bedingungen zu verschaffen.
Nach etwa 4 Wochen werdet Ihr sehen, ob sie es überstehen, dann langsam mehr Sonne und Wind. Ohne Wind könnten sie Mehltau kriegen.
Die alten Rosen, historische Sorten, sind allerdings härter im Nehmen als die modernen Züchtungen. Wenn es klappt, könntest Du dann nicht von Euren Erfahrungen hier berichten? Viel Glück, I.
habe letztes Jahr im Juli meine uralten Rosen (circa 30 Jahre alt) umgepflanzt - sahen zwar den restlichen Sommer furchtbar aus - doch siehe da im Moment blühen sie wunderschön - sämtliche „Gartenprofis“ haben mir geschworen, dass die Teile es niemals überstehen werden…darf man glaube ich alles nicht so eng sehen…mit ein wenig Zuspruch klappt es schon…und eben vorsichtig behandeln
mein mann meinte ganz lapidar: dann kaufen wir halt neue. das ist doch den aufwand nicht wert.
aber ich bin da „komisch“
ich muß mich mal hinsetzen und einen „ablaufplan“ aufstellen. vielleicht kann ich ja die verpflanzaktion weit weit nach hinten schieben.
dumm ist nur, daß wir auch einen teil der fassade richten müssen, und da stehen die rosen einfach im weg.
Ich würde wohl die
Bottiche nehmen, die Maurer zum Zementanrühren benutzen, gibts
in rund und eckig, Abzugslöcher reinbohren.
genau an das hatte ich gedacht.
Die alten Rosen, historische Sorten, sind allerdings härter im
Nehmen als die modernen Züchtungen.
darauf hoffe ich einfach
sie haben sich in den letzten jahren so wacker geschlagen. keine laus, kein rost, kein mehltau, gar nix. sie sind einfach nur da und blühen, daß ich sie abstützen muß!
meine beiden sind halt so hoch, und mir blutet das herz, wenn ich sie so brachial kappen muß.
ich hab sie jetzt seit ca. 8 jahren, und ich hab nie mehr weggeschnitten, als der frost kaputtgemacht hat.
DAS geht nun gar nicht…
der ausgangspunkt dieser ganzen umgestalterei war die begradigung rund ums haus. ich kann dieses „bergauf-beet“ nicht mehr ertragen