Moin Experten,
als bekennender Garten-Dilettant („Das Grüne nach oben!“) habe ich von der Hausgemeinschaft die ehrenvolle Aufgabe bekommen, ein neues Ziergebüsch für unseren gigantischen Vorgarten auszusuchen. Zur Erklärung: es handelt sich um ein ca. 1 x 2 Meter großes Erdstückchen vor den Mülltonnen.
Den bisher dort stehenden Kirschlorbeer(?) mussten wir gestern mit vereinten Kräften roden, weil die Wurzeln mit ihrer Wanderlust Pflaster und Waschbetonwände im Umkreis von 3m angehoben hatten.
Tja und genau das wollen wir in Zukunft verhindern. Gesucht wird also eine Grünpflanze, die maximal 1,5m hoch wird (…und sich dabei gerne Zeit lassen darf) und sich bei den Wurzeln auf ein Wachsen in die Tiefe beschränkt. Oder sollten wir das Ding gleich in einen Mörtelkübel setzen?
Vorschläge sind willkommen!
Gruß
Stefan
Mahlzeit Stefan,
(„Das Grüne nach oben!“)
immerhin!
Mein Vorschlag wäre Buchsbaum.
Der wächst recht gemächlich, ist immergrün und läßt sich durch Schnitt in From und Größe gut beherrschen.
Gandalf
Hi Stefan,
Azalea mollis, flachwurzelnd, duftende Blüten, leuchtende Hertbstfärbung
Weigelia Hybr., schnittverträglich
oder ein kleines Moorbeet mit kleinen Rhododendron, Pieris, Kalmia…
Gruß
Horst
Hallo Stefan,
da Dein Vorgarten immerhin das Ausmaß eines Friedhofeinzelgrabes hat, ist alles geeignet, was auch dort gepflanzt wird (auf Gedenkstein und Grablicht ggf. verzichten) *ggg
Mein Vorschlag: niedere Pflanzen für Steingarten und jap. Schlitzahorn. Der schaut gut aus und wachst seeeehr langsam.
Viele Grüße
Mara
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Servus Stefan,
die kürzlich an anderer Stelle diskutierte Phytolacca americana hält sich wurzeltechnisch sehr in Grenzen: Sie macht zentral einen richtig fetten Knollen, aber keine Ausläufer und so.
Sie ist allerdings bloß im Sommer da, im Winter ist sie weg. Aber das gefällt der Hausgemeinschaft vielleicht - da ist dann in der Zeit November bis Februar, wenn selbst sonst psychopathologisch unauffällige Zeitgenossen ihr Herz für Jinglebell-Dekorationen entdecken, Platz für Plastikkürbisse mit Innenbeleuchtung, Plastikrentierschlitten mit blinkenden Leuchtdioden usw.
Phytolacca ist als Neophyt ökologisch wenig wertvoll, aber das dürfte am beschriebenen Ort nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Pflegeleichte Frühjahrsblüher (Krokusse, Iris etc.) haben unter einer Phytolacca noch vor dem Einziehen genug Licht, bevor sie groß wächst, daß sie im nächsten Jahr wiederkommen.
Schöne Grüße
MM
gering giftig bis giftig
Hallo Martin,
http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/kermesbe.html
Die Beeren sind für kleine Kinder unter Umständen verlockend, deswegen würd ich von dieser Pflanze abraten, auch wenn sie sehr schön aussieht und in der Homöopathie z.B. zum Gurgeln bei Halsschmerzen, verdünnt mit Wasser, erfahrungsgemäß sehr wirksam ist.
Wenn man nicht zu zimperlich mit dem jährlichen Zurückschneiden ist, wäre eine im Zaum gehaltene Buddleia schön, aber da weiß ich nicht, wie sich ihre Wurzeln entwickeln…
Gruß, Leonora
Servus Leonora,
das geschilderte Biotop ist, glaube ich, eines, in dem Kinder überhaupt nichts anfassen geschweige denn essen dürfen: Von Hundebandwurm bis sonstewas kann man sich da ziemlich vieles holen. Insofern ist diese Eigenschaft wohl im gegebenen Zusammenhang nicht so entscheidend.
Aber der Hinweis ist natürlich wichtig, das ist wahr.
Schöne Grüße
MM