Hallo Karen,
Im zeitigen Frühjahr
Die jungen Obstbäume (Hochstämme) werden im zeitigen Frühjahr geschnitten, Sollen Hochstämme ein starkes Zweiggerüst bekommen, kann dies durch einen mäßigen Rückschnitt in den ersten Jahren nach der Pflanzung (etwa 1/3 des letztjährigen Zuwachses) erreicht werden.
Nicht bei Frost schneiden
Der Pflegeschnitt im zeitigen Frühjahr, der meist Winterschnitt genannt wird, hat den Vorteil, dass keine starken Fröste die angeschnittenen Zweige schädigen können und die Wundheilung schneller erfolgen kann. Bei Minustemperaturen sollte sowieso nicht geschnitten werden, ab März bei milden Temperaturen ist es auch angenehmer.
Für ältere Bäume, die bereits tragen, ist auch ein Pflegeschnitt zur Blütezeit oder der Sommerschnitt geeignet. Da können je nach Fruchtansatz zur Blütezeit oder auch mitten im Sommer mehr oder weniger Zweige und ganze Äste herausgeschnitten werden. Besonders zu stark wachsende Bäume werden so etwas gebremst.
Den absolut richtigen Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt schlechthin gibt es nicht, denn man kann Obstbäume während der ganzen Vegetationsperiode schneiden.
Dabei kommt es immer darauf an, was beabsichtigt wird. Soll der junge Baum kräftige Triebe schieben, schneidet man im unbelaubten Zustand die Zweige an, wie z. B. bei jungen Hochstämmen oder beim Pflanzschnitt.
Schädlinge
Der Apfelwickler
Der Wurm im Apfel ist eigentlich die Raupe eines Falters, der Apfelwickler heißt. Auf der ganzen Welt richtet dieses Insekt große Schäden an Apfel-, Birnen- und Walnussbäumen an. Aus den kleinen Eiern entwickeln sich die Raupen, die sich durch das Fruchtfleisch bis zum Kerngehäuse fressen. Ihren Kot legen sie im Apfel ab. Leider wechseln sie auch gern von einem Apfel zum anderen. Sie überwintern zwischen Laub und Moos.
Der Apfelblütenstecher
Der Apfelblütenstecher gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Sein Mundwerkzeug sitzt am rüsselförmig verlängerten Kopf. Er frisst sowohl an Birnen- als auch an Apfelknospen und überwintert oft unter der Baumrinde. Bereits im März fliegt er zu den Obstbäumen. Das Weibchen bohrt mit seinem Rüssel ein Loch in die Blütenknospen und legt in jede Knospe ein Ei. Aus diesem Ei entwickelt sich eine Larve, die alle inneren Knospenteile verspeist. Daher sterben die Blütenblätter ab und somit kann sich auch keine Frucht bilden.
Die Apfelsägewespe
Die Larve der Apfelsägewespe frisst sich durch die jungen, erst haselnussgroßen Früchte, die dann bald abfallen. Das Innere ist meistens völlig ausgefressen, die Höhle mit Kot gefüllt.
mehr dazu hier:
http://www.fh-weihenstephan.de/fgw/wissenspool/infos…
Gruß Finus