Wintergartenheizung

Hallo,

froh, diese Forum gefunden zu haben, möchte ich folgende Frage stellen:
ich habe einen Raum, eine Art Wintergarten mit 6m x 6m Größe, ins Dach
bis ca 7m Höhe offen Volumen ca 180 m3 und muß diesen Raum für Pflanzen winterwarm, also frostfrei bekommen. Eine Luftzirkulation (von oben nach unten)habe ich schon eingebaut, jetzt meine Frage: mit welcher Heizung bekomme ich diesen Raum frostfrei. In einem Artikel in diesem Forum (?), den ich aber nicht mehr finde, stand die Antwort größere Räume sollten mit Gasgebläse beheizt werden. Ist obiger Raum bereits groß ?
Vor allem welche Leistung muß der " Ofen " haben.

Vielen Dank im vorraus,

Th. Weidlich

Hallo,

ich beheize meine Arbeitsräume (ca. 220m³) im Winter mit nur einem 12-Rippen-Ölradiator. Damit ereiche ich in dem Raum, in dem der Radiator steht bei mittlerer Leistung eine Durchschnittstemperatur von ca. 14 grad C. Die hinteren Räume sind werden etwa 11 grad warm.
Der wesentliche Unterschied zu Deinem Witergarten sind Höhe (aber Du hast ja einen Luftumwälzer, wenn ich das recht verstehe) und Du hast viel Fensterfläche - kühlt natürlich stärker aus, als in meinen Räumen mit wenig Fenster und im Erdgeschoss Berliner Altbau.
Trotzdem würde ich schätzen, dass sich das mit einem etwas größeren Radiator auf jeden Fall frostfrei halten lassen sollte.
Kostet allerdings ganz schön Strom.
Mit Gasgebläse kenne ich mich nicht so aus, produziert aber auf jeden Fall trockene Luft, was die meisten Pflanzen nicht gut vertragen.
Vielleicht sind auch Fußbodenheizungsschlingen eine Idee, muß man ja nicht unbedingt verlegen.

Gruß, Anne

Kaninchen ?
Hallo !

Welche Leistung die Heizung haben muss, kann man nicht pauschal sagen. Es hängt von der Art der Fenster ab (Isolierglas ?) und vom Temperaturgefälle gegenüber draußen.
Für kleinere Gewächshäuser soll sogar ein Kaninchenstall für Frostfreiheit sorgen können. Wieviel Watt ein Kaninchen abgibt, ist nicht bekannt.

Jochen

Hallo Th. Weidlich.
So hohe Räume sind meist nur schwer warm zu bekommen, da es sich aber um eine hauptsächlich nur Frostfreihaltung handelt, kann ich guten Gewissens einen Heizstrahler/-lüfter aus dem Haushaltsfachhandel empfehlen, wie sie auch für normale Wohnräume genommen werden. Die Temperatur kann grob eingestellt werden und durch den eingebauten Ventilator verteilt sich die Wärme recht gleichmäßig. Kannst du die Decke für den Winter vielleicht mit einer durchsichtigen Baufolie abtrennen, dann brauchst du weniger Energie und musst nicht die gesamte Höhe heizen.

Gruß Anja

Hallo Jochen.
Davon habe ich auch gehört. Und die Heizleistung eines Kaninchens lässt sich bestimmt berechnen. Wenn auch ein wenig schwierig. Grins…
Aber im ernst: Wer „beheizt“ das arme Kaninchen?
Ich kann mir vorstellen, das ist sicherlich nur für Stallhasen geeignet, die es gewohnt sind, draußen gehalten zu werden. Zwergkaninchen, die ausschließlich drinnen gehalten werden, laufen doch schnell Gefahr, mächtig zu unterkühlen oder schlimmeres.
Wir haben`S doch auch lieber warm.
Gruß
Anja

Hallo, Doc,
in der Tat ist Anjas Rat gut: Wichtigste Massnahme sollte sein, den zu beheizenden Raum möglichst zu verkleinern. Dazu eine Folien-Zwischendecke einzuziehen (evtl sogar Noppenfolie, die dämmt besser) ist sicher eine recht einfache, aber sehr wirksame Methode.
Und dann langt in der Tat ein handelsüblicher Heizlüfter als Frostwächter.
Gruß
Eckard

Hallo,

vielen Dank an Alle, die geantwortet haben, die Idee mit der Folie ist sehr gut, ich werde das mit Noppenfolie noch vor Wintereinbruch umsetzen.
Kaninchen habe ich keine, die Pflanzen produzieren auch etwas Wärme aber Selbstversorger sind sie leider noch nicht, jedenfalls nicht in einem Unterallgäuer Winter.

Danke,

Th. Weidlich