Wein zurückschneiden?

Hallo!

Ich hab mir dieses Jahr in meinem Garten 2 Weinstöcke gepflanzt, von denen der eine super gewachsen ist, der andere leider gar nicht (aber wenigstens auch nicht eingegangen).

Jetzt hat mir jemand gesagt, man sollte den Wein unbedingt vor dem Winter zurückschneiden, entweder ganz oder zumindest das wieder wegschneiden, was im Sommer gewachsen ist.

Stimmt das? Wenn ja, soll ich meinen Kümmerling auch schneiden und überhaupt - ist es jetzt schon zu spät dafür?

Vielen Dank für eure Hilfe
Birgit

also grundsätzlich ist es noch nicht zu spät, den wein zurückzuschneiden.
bei deinen jungen stöckchen wärs blödsinnig, wegzuschneiden, was im sommer gewachsen ist. dann kommen die nie ausm Pott.
Du solltest nur das wegschneiden, was zu unerwünschten verzweigungen führt. zumindest gehe ich davon aus, dass du keinen 40cm hohen Busch haben willst, oder? :smile:
wenn du ein kleines stämmchen haben willst - untere Seitentriebe weg. (idealerweise dann, wenn sie noch nicht verholzt sind)

deinem kleinen mickerling würd ich nicht mit der Schere zu leibe rücken…

gruß

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also grundsätzlich ist es noch nicht zu spät, den wein

zurückzuschneiden.
bei deinen jungen stöckchen wärs blödsinnig, wegzuschneiden,
was im sommer gewachsen ist. dann kommen die nie ausm Pott.
Du solltest nur das wegschneiden, was zu unerwünschten
verzweigungen führt. zumindest gehe ich davon aus, dass du
keinen 40cm hohen Busch haben willst, oder? :smile:
wenn du ein kleines stämmchen haben willst - untere
Seitentriebe weg. (idealerweise dann, wenn sie noch nicht
verholzt sind)

deinem kleinen mickerling würd ich nicht mit der Schere zu
leibe rücken…

gruß

Hallo Ensi,

Nein, ich will kein Ministöcklein haben, die sollen gefälligst kräftig wachsen und mich bald mit einer reichen Traubenernte erfreuen. Dann lass ich die beiden also so wie sie sind, hätte mir auch im Herzen weh getan, wieder alles wegzuschneiden. Der große hat diesen Sommer immerhin 3 Ausleger bekommen, alle so um die 3 Meter lang.

Vielen Dank und viele Grüße
Birgit

hallo birgit, hallo ensi,

tut mir leid, mit dem rat von ensi wirst du deine weinstöcke bald um die ecke gebracht haben.

weinstöcke werden erst im frühjahr geschnitten, etwa mitte februar - mitte märz. bei der jetzigen witterung kann das rebholz noch reifen, was für eventuellen frost im kommenden jänner sehr wichtig ist.

um dir zum schnitt raten zu können, müsste ich wissen, wie alt die weinstöcke sind, hast du sie als containerpflanze gekauft oder als steckling, was willst du daraus machen (eine pergola, einen normalen weinstock wie im weingarten, wie hoch soll der stamm werden) und vor allem, wie sieht der stamm und austrieb der mickrigen pflanze aus? geschnitten werden müssen auf jeden fall beide im frühjahr.

gruss, millia

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hallo birgit, hallo ensi,

tut mir leid, mit dem rat von ensi wirst du deine weinstöcke
bald um die ecke gebracht haben.

weinstöcke werden erst im frühjahr geschnitten, etwa mitte
februar - mitte märz. bei der jetzigen witterung kann das
rebholz noch reifen, was für eventuellen frost im kommenden
jänner sehr wichtig ist.

um dir zum schnitt raten zu können, müsste ich wissen, wie alt
die weinstöcke sind, hast du sie als containerpflanze gekauft
oder als steckling, was willst du daraus machen (eine pergola,
einen normalen weinstock wie im weingarten, wie hoch soll der
stamm werden) und vor allem, wie sieht der stamm und austrieb
der mickrigen pflanze aus? geschnitten werden müssen
auf jeden fall beide im frühjahr.

gruss, millia

Hallo Millia,

danke für deine Antwort.
Beide Pflanzen hab ich als Containerpflanzen gekauft.

Also, die mickrige Pflanze nennt sich „Vanessa“ , 1-jährige Veredelung. Evtl. hab ich da beim Einpflanzen etwas falsch gemacht, es stand nämlich drauf „Rebe bis zur Veredelungsstelle einpflanzen“, die war allerdings so hoch oben, dass ich den Stock dann 40 - 50 cm einpflanzen hätte müssen. und oben nur noch 20 cm rausgeschaut hätten. Da ich mir da etwas unsicher war hab ich mir gedacht, ich mach mal ein Mittelding und pflanz sie so ein, dass die Veredelungsstelle noch 10 cm raussteht. Das war jetzt wohl wahrscheinlich falsch und die wird nix mehr oder?

Sie ist wirklich überhaupt nicht gewachsen, hatte aber immer schöne grüne Blätter. Der alte Stamm ist ganz verwittert und die Rinde bröselt ab, der Austrieb sieht frisch und gesund aus.

Die zweite heißt „Robustarebe Porza“ und das Alter war leider nicht angegeben, sie war aber als ich sie gekauft habe schon einen guten Meter hoch und hatte schon so 1m-lange Triebe; Veredelungsstelle kann ich keine erkennen.

Ich habe beide an einer Mauer gepflanzt, an der ich Schnüre als Wuchshilfe gespannt habe. Sie können gerne so groß werden wie sie wollen, da ich die häßliche Mauer gerne begrünen möchte und mir deshalb so allerlei Kletterpflanzen dort gepflanzt habe.

Wiebviel soll ich denn bei den beiden im Frühjahr abschneiden?

Danke und Grüße
Birgit

tut mir leid, mit dem rat von ensi wirst du deine weinstöcke
bald um die ecke gebracht haben.

seltsam, dass unsere weinstöck alle noch stehen und nicht röchelnd und ausblutend oder erfroren am boden liegen…

weinstöcke werden erst im frühjahr geschnitten, etwa mitte
februar - mitte märz. bei der jetzigen witterung kann das
rebholz noch reifen, was für eventuellen frost im kommenden
jänner sehr wichtig ist.

wenn die gegenwärtigen temperaturen anhalten, wird februar/märz bereits die vegetationsperiode eingesetzt haben ^^
dann macht das schneiden erst richtig spaß :wink:

hallo birgit,

die veredelung sollte etwa 10 cm über dem boden sitzen, wenn sie häöher liegt, hat das auf das wachstum keinen wirklichen einfluss. allenfalls solltest du der veredelung etwas winterschutz spendieren (mit vlies einwickeln). wahrscheinlich gefiel dem stock das vorbereitete pflanzloch nicht besonders (mauerschutt, steine?). im frühjahr zurückschneiden auf ein bis max 2 augen, dann wird er es schon noch packen - weinstöcke finden ihren weg …

der folgende link erklärt den rebschnitt in allen einzelheiten - bis zum frühjahr hast du ja genug zeit, um ausgebildeter rebschnitttechniker zu werden:smile: für dich ist erst mal das kapitel „erziehung“ wichtig.

http://www.fassadengruen.de/uw/weinreben/uw/rebschni…

Sie ist wirklich überhaupt nicht gewachsen, hatte aber immer
schöne grüne Blätter. Der alte Stamm ist ganz verwittert und
die Rinde bröselt ab, der Austrieb sieht frisch und gesund
aus.

das widerspricht sich. alter stamm? verwittert? vielleicht bröselt eher die wachsschicht, die über der veredelung aufgebracht wird? schöne blätter, aber keine langen ranken? wahrscheinlich hätte sie bereits beim pflanzen zurückgeschnitten werden müssen. (eine pflanze verteilt ihre kraft gleichmässig auf alle wachsenden teile. wenn sie nicht genug energie tanken kann (problem im wurzelbereich) und zu viele augen bedienen muss, bleiben eben die triebe kurz). bitte komme jetzt aber nicht auf die idee zu düngen, das schadet mehr als es nützt.

Ich habe beide an einer Mauer gepflanzt, an der ich Schnüre
als Wuchshilfe gespannt habe. Sie können gerne so groß werden
wie sie wollen, da ich die häßliche Mauer gerne begrünen
möchte und mir deshalb so allerlei Kletterpflanzen dort
gepflanzt habe.

ich bekomme bauchweh:smile:. die weinstöcke werden dir alles zuwuchern, wenn sie genügend wurzelsystem gebildet haben (in vier/fünf jahren). dann brauchst du sie auch nicht mehr schneiden, musst aber auf weintrauben verzichten. diese werden dann irgendwo in wildem durcheinander als labberige unreife träubchen hängen, wenn sie nicht schon vorher von sämtlichen weintypischen krankheiten dahingerafft wurden.:smile:

bitte lies zuerst den link und wenn du noch fragen hast, fragst du nochmals.

grüsse, millia

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hi ensi,

ich wollte dich doch nicht beleidigen, aber dein rat ist nun mal nicht richtig. weinstöcke halten eh sehr viel aus, wenn der boden passt, kann man sie fast nicht umbringen.

aber gerade bei schlecht anwachsenden stöcken ist ein rebschnitt überlebenswichtig. vielleicht hat bei euch doch jemand ein bisschen geschnitten, so dass sie jetzt schön stehen.

nur in ganz seltenen fällen beginnt das wachstum der weinstöcke im märz/april, eher ende april/anfang mai. und auch dann kann man noch immer den schnitt vornehmen, selbst dann noch, wenn man schon den traubenansatz erkennen kann. - das geschieht z.b. bei extremen wintern, wenn der weinbauer nicht weiss, wieviel vom weinstock durch den strengen frost kaputtgegangen ist.

frag doch mal einen weinbauern, mich z.b.:smile:)))))

grüsse nach hamburg, millia

hallo birgit,

millia hat Dir in der Kürze der Möglichkeit bereits prima Tipps gegeben. Ich denke auch, dass Du unter der angegebenen Website http://www.fassadengruen.de einen kleinen Grundkurs erhältst. Natütlich währe es interessant gewesen zu erfahren, in welcher Region Deine Weinstöcke gedeihen sollen.Wir schneiden unsere Stöcke alle, in der Regel, am 2. + 3. Februarwochenende mit der ganzen Familie. Aber wie millian bereits erwähnte, spielt hierbei die Witterung eine große Rolle, der Dauerfrost sollte da schon Geschichte sein! Einige unserer Nachbargüter schneiden jedoch bereits jetzt schon, bis Mitte März, da sie es sonst zeitlich gar nicht schaffen würden. Dazu gehört aber auch ein geschultes Auge, da Frostschäden für den Laien auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar sind.
Such ein wenig Web nach Rebschnitt, mal in Wortsuche und mal in Bildsuche, und Du wirst sicherlich einige interessante Tipps erfahren, so unterschiedlich und kontrovers sie auch sein mögen :smile:
Vielleicht noch ein kleiner virtueller Rebschnitt zum üben gefällig?
http://www.uni-hohenheim.de/lehre370/weinbau/weinbau…
Was Du hier vesaust, läßt sich beheben, indem Du neu pflanzt :smile: !Hier kannst Du virtuell sehen, was nach Deinem Rebschnitt mit Deinen beiden Weinstöcken geschehen könnte.
Viel Spass und Erfolg,
Oeser

Link anklickbar - BelRia MOD am 12.12.2006

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Servus,

vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps, werde ich beherzigen!

Grüße
Birgit