Gartenpause womit?

Hallo,

Da ich dieses Jahr an den Dachausbau gehen möchte muss mein Garten ein bischen pausieren bzw weniger arbeitsaufwendig sein wie sonst.

Bisher hatte ich alles mögliche in Mischkultur gepflanzt, nun dachte ich daran, dass ich nur wenige Sorten nehme die kaum pflege brauchen.
Also nix mit Tomate und Blumenkóhl sondern Kartoffeln, Süßlupine und Kürbisse.
Vielleicht fällt jemand noch etwas pflegeleichtes ein (Mais wächst bei mir nicht gut) oder hat jemand eine Idee wie man das optisch und Mischkulturtechnisch am besten macht?

Grüße

Mopedhexle

Huhu,

also wenn Du gar keine Zeit fürn Garten hast, dann pflanz doch einfach mal Zwischenfrüchte an… Gründünger, der dann untergegraben wird. Der Boden kann sich erholen, und der Gründünger bringt das Bodenleben so richtig auf Vordermann.

Kommt jetzt nur drauf an, was Du dann nächstes Jahr dort anbauen möchtest, denn nicht alle Pflanzen stehen auf nen richtig nährstoffreichen Boden.

Abraten möchte ich auf jeden Fall von allen Kohlsorten. Denn wenn die im Boden bleiben, erhöht sich doch das Hernie-Risiko.

Als mulchbare Zwischenfrüchte bieten sich an: Leguminosen allg, / klar, Lupinen u.a.
Kürbisse sind Starkzehrer, warum dem Boden nicht mal wirklich ein Jahr Auszeit gönnen?
Ansonsten würde ich sagen, einen Sack Wildpflanzen / Grünpflanzen / Kräutermischung ausbringen, und im Herbst untergraben. Dazwischen kannst Du Kartoffeln setzen. Die drumherum wachsende Wildmischung mal unterharken, dann decken die den Boden ab, und Du sparst Dir u.U. sogar das giessen…

Mut zur Wildnis :wink:

Grüße

Midir

Den Mut zur Wildnis wünsche ich Dir auch!

Spontan möchte ich Dir zurufen: Ringelblumen, Tagetes! Die sind auch noch gut für den Boden.

Es gibt schöne Mischungen von Einjährigen Blumen. Laß Dich im Gartenmarkt inspirieren!

kernig

Hallo

Den Mut zur Wildnis wünsche ich Dir auch!

Naja, die Wildnis bin ich eigentlich nie ganz losgewesen…wie könnte ich auch die Ringelblumen und Löwenmäulchen rausrupfen die zwischen dem Salat wuchsen!!!

Spontan möchte ich Dir zurufen: Ringelblumen, Tagetes! Die
sind auch noch gut für den Boden.

Ringelblumen wachsen bei mir immer. Tagetes hatte ich letztes Jahr dazwischen, kommen die wieder wenn ich sie bis zum trockenbusch hab stehen lassen? Sind die nicht gut gegen Nematoden?

Gibt es was das mir die Viecher minimiert die ich immer in Lauch und Zwiebel habe?

Es gibt schöne Mischungen von Einjährigen Blumen. Laß Dich im
Gartenmarkt inspirieren!

Abgesehen von Tagetes, Löwenmäulchen und einer Pfingstrose gibt es bei mir nix was man nicht essen kann oder das wenigstens für die essbaren Pflanzen nützlich ist! ;o)

Grüße
Mopedhexle

Hallo Midir,

Kommt jetzt nur drauf an, was Du dann nächstes Jahr dort
anbauen möchtest, denn nicht alle Pflanzen stehen auf nen
richtig nährstoffreichen Boden.

Zu nährstoffreich wird mein Boden wohl nicht sooo schnell werden…

Abraten möchte ich auf jeden Fall von allen Kohlsorten. Denn
wenn die im Boden bleiben, erhöht sich doch das Hernie-Risiko.

Neee, Kohl macht Pause.

Kürbisse sind Starkzehrer, warum dem Boden nicht mal wirklich
ein Jahr Auszeit gönnen?

Die kommen in eine Ecke beim Kompost. Hab in der Schweiz Saatgut für Buttercup ergattert, das will ich nicht verkommen lassen.

Ansonsten würde ich sagen, einen Sack Wildpflanzen /
Grünpflanzen / Kräutermischung ausbringen, und im Herbst
untergraben. Dazwischen kannst Du Kartoffeln setzen. Die
drumherum wachsende Wildmischung mal unterharken, dann decken
die den Boden ab, und Du sparst Dir u.U. sogar das giessen…

ABer zum Essen hab ich dann ja fast gar nix :o(

Mut zur Wildnis :wink:

Immer! Solltest meinen Garten mal in „gepflegtem“ Zustand sehen! ;o)

Grüßle

Mopedhexle

PS: Falls du Dich an meinen Quittenweinversuch erinnerst…der ist sauer :o( ABer einen Küfer samt Weinzubehörladen habe ich jetzt in der Nähe ausfindig gemacht - für die nächsten Versuche

Tach,

Die kommen in eine Ecke beim Kompost. Hab in der Schweiz
Saatgut für Buttercup ergattert, das will ich nicht verkommen
lassen.

Unbedingt!! Keinesfalls verkommen lassen :wink:

ABer zum Essen hab ich dann ja fast gar nix :o(

Aber dafür hast Du später umso mehr :smile:

PS: Falls du Dich an meinen Quittenweinversuch
erinnerst…der ist sauer :o( ABer einen Küfer samt
Weinzubehörladen habe ich jetzt in der Nähe ausfindig gemacht

  • für die nächsten Versuche

Upps… mein Beileid! So richtg Essig-sauer oder einfach nur Säure? Kann man noch was schönen?

P.S.: wegen Deinen Tierchen im Salat, da müßte ich nachsehen, ob es natürliche Schreck-Pflanzen gibt… kann aber dauern

Grüße

Midir

Servus,

da täte ich Ackerbohnen (Dicke Bohnen, Puffbohnen) in rauhen Mengen vorschlagen. Es gibt sie in einer ziemlichen Vielfalt mit allerlei scharmanten Blüten (weiß, gesprenkelt, lila, karmesin), man kann sie für die Küche ernten oder auch einfach lassen und einhacken. Man kann sie sukzessiv säen, so dass immer was da ist. Sie sind eine gute Gesundungsfrucht für schwere Böden, wurzeln tief und kräftig und sammeln ordentlich Stickstoff.

Dazwischen streifenweise Phacelia, eine hervorragende Bienenweide, auch für andere Insekten gut. Die beiden in Nachbarschaft helfen, eine gute Population an Florfliegen, Schwebfliegen, Marienkäfern aufzubauen (die Läuse von den Bohnen, der Nektar von der Phacelia). In dichten Beständen, die gut beschatten, fühlen sich allerlei Kröten und Frösche wohl.

Je nach Boden sind auch Weißklee und Rotklee gute Stickstoffsammler und Förderer der Bodengare.

Schöne Grüße

MM

Hallo ihr

hier wird immer wieder gesagt, man solle Grünzeug einharken oder untergraben.

Ich möchte mal zu bedenken geben, dass eingegrabenes Grünzeug in den gewachsenen Bodenschichten eine Unordnung darstellt, die die Natur zu bereinigen versucht. Es werden Mikroorganismen auftreten, die das Material zerkleinern und verdauen. Der teilweise Luftabschluss unter der Erde macht es ihnen jedoch schwer und so wird Fäulnis auftreten oder aggressive Kleinlebewesen, die die gestörten Verhältnisse dort unten besser vertragen. Auch für verschiedene Pilze taugen die örtlichen Gegebenheiten.
Das alles jedoch gehört in den Kompost, dort dürfen/müssen solche Prozesse zum Abbau von Grünmasse ablaufen, bevor es reife Komposterde gibt, die auf die Beete kommt, ohne die gewachsenen Schichten dort zu stören.

Ich grabe nicht um und fahre seit über zwanzig Jahren gut damit. Alle Grünmasse gebe ich immer zuerst auf den Kompost.

Übrigens: Die „Viecher“ auf Zwiebeln und Lauch kann man mit Möhrenzwischensaat abhalten, wenn es Zwiebelfliegen oder Lauchmotten sind.

Gisela

Hallo Gisela,

die von Dir beschriebene Problematik hängt vom Boden ab. Auf schweren, staunassen Böden muss man zusehen, dass organisches Material nicht zu tief eingebracht wird.

Außerdem muss das C-/N-Verhältnis passen. Ein Ungleichgewicht Richtung C macht Schwierigkeiten.

Und zuletzt darf man beim Einbringen von Gründüngungspflanzen in den Boden nicht wendend und nicht zu tief arbeiten. Dann ist es ohne weiteres möglich, Gründüngung direkt vor Ort einzuarbeiten.

Schöne Grüße

MM

Zwiebelfliegen
Tach nochmals,

wie Gisela schon schrieb: Zwiebelfliegen mit Karotten-Zwischensaat.
Ansonsten nur wahrscheinlich wenig hilfreiche Tips (neben den Chemie-Keulen)

Pflanzen mit Ruß oder Schwefelblüte bestreuen (ca 14-tägig)
30 Gr. Paraffin(Öl) in 5 l Wasser lösen (?) und damit gießen.

Das sind so die Gegenmittel, die ich gefunden hab.

Grüße

Midir

Hallo,

auf normalen Böden, die nicht allzu lehmig sind, servierst Du Regenwurm und Co mit dem Aufbringen von Grünmaterial ein Festessen!
Die Folge davon ist, dass sich Regenwurm und Co vermehren, und somit der Boden mehrfach pro Saison umgegraben wird.

Lockerer, nicht verdichteter Boden ist genügend Sauerstoff-durchgängig, um einen gesunden Umsetzungsprozeß (ich schreibe explizit nicht: Verrottungsprozeß - da ja Sauerstoff vorhanden) in Gang zu bringen.

Und genau so sollte auch Kompostieren ablaufen: Nicht wie früher üblich in irgendwelchen Erdlöchern, die im Garten gegraben sind, sondern oberirdisch mit genügender Luftzufuhr, um eben anaerobe Verrottungsprozesse auszuschließen.

In diesem Sinne

Allzeit grünen Daumen wünscht

Midir

Guten Morgen,

Naja, die Wildnis bin ich eigentlich nie ganz
losgewesen…wie könnte ich auch die Ringelblumen und
Löwenmäulchen rausrupfen die zwischen dem Salat wuchsen!!!

Nicht wie, sonder warum, sollte die Frage lauten :wink:

Sind die nicht gut gegen
Nematoden?

Yup

Gibt es was das mir die Viecher minimiert die ich immer in
Lauch und Zwiebel habe?

Nicht wirklich. Wobei ein Jahr Pause ohne Lauch und ohne Zwiebel (und anderen Verwandte) vielleicht schon was hilft. Möhren wurden ja schon erwähnt. Nachzuprüfen wäre vielleicht, ob auch Verwandte der Möhre helfen (wilde Möhre oder Pastinake).

Abgesehen von Tagetes, Löwenmäulchen und einer Pfingstrose
gibt es bei mir nix was man nicht essen kann oder das
wenigstens für die essbaren Pflanzen nützlich ist! ;o)

Dazu möchte ich noch anmerken, dass man sich ja manchmal wundert, was man alles essen kann. In einem Gartenbuch habe ich mal gelesen, die sinnvollste Methode unseren Freund Giersch loszuwerden, sei ihn aufzuessen.

Aus Ringelblumenblüten, Kapuzinerkresse (Blütter und Blüten), Boretschblüten, Gänseblümchen mache ich im Sommer wunderhübsche Salatdekorationen.

kernig

Hallo,

Übrigens: Die „Viecher“ auf Zwiebeln und Lauch kann man mit
Möhrenzwischensaat abhalten, wenn es Zwiebelfliegen oder
Lauchmotten sind.

Die Zwiebeln waren immer zusammen mit Möhren im Beet, das hat die Viecher nicht interessiert. Keine einzige Zwiebel letztes Jahr blieb übrig und der Lauch wurde auch als halbwüchiger auf einmal lätschig und verendete (der war allerdings im Beet mit Mangold, Erbsen und Salat (glaub ich).

Grüße
Mopedhexle

Hallo Midir,

PS: Falls du Dich an meinen Quittenweinversuch
erinnerst…der ist sauer :o( ABer einen Küfer samt
Weinzubehörladen habe ich jetzt in der Nähe ausfindig gemacht

  • für die nächsten Versuche

Upps… mein Beileid! So richtg Essig-sauer oder einfach nur
Säure? Kann man noch was schönen?

Was soll man da noch machen können?
Als „feinen Obstessig“ abfüllen und Weihnachtsgeschenke für die nächsten 25 Jahre haben…? ;o)

Grüße

Mopedhexle

Hallo Martin,

Dicke Bohnen hatte ich immer schon ein paar - dürfen auch gerne ein paar mehr sein. :oP

Weisst Du ob ich die zu Kartoffeln und Süßlupinen ins Beet pflanzen kann?

Phacelia mag ich nicht soo sehr…

Rotklee hatte ich mal für die Wege eingsät, könnte ich wieder machen.

Danke für die Tips

Grüße
Mopedhexle

Servus,

Kartoffeln und Ackebohnen geht gut zusammen, zumal Ackerbohnen noch im 20. Jahrhundert als Hackfrucht gebaut und gehäufelt wurden.

Ob das mit Süßlupinen zusammen eine gute Nachbarschaft gibt, weiß ich nicht. Mir kommt es eher gewagt vor, weil sich Stickstoffsammler gegenseitig oft nicht sehr gerne mögen. Kann man aber sicherlich probieren, hinterher gibts eine Erfahrung mehr.

Schöne Grüße

MM

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Hallo Midir,

an anderer Stelle ist grade eine ziemliche Verwirrung betreffend den Begriff „Lehmboden“ im Gange. Daher auch an dieser Stelle nochmal der Hinweis:

Was landläufig „Lehm“ heißt, muss man in der Bodenkunde, mithin im Gartenbau, unterscheiden in Lehm und Ton.

Die fruchtbarsten und regenwurmreichsten Braunerden überhaupt sind ausgesprochene Lehmböden, mit geringen Schluff- und Tonanteilen, eventuell etwas Sand.

Problematische schwere Böden sind keine Lehmböden, sondern Tonböden, allenfalls mit geringen Schluff- und Lehmanteilen, etwa Auenböden von Buntsandsteinverwitterung. Bei denen haben die Regenwürmer nicht so sehr Schwierigkeiten mit dem dichten Boden (Regenwürmer sind Hochleistungsathleten), sondern eher mit der Abwesenheit von Kalk, die bei solchen Böden häufig ist, und den sie brauchen. Aufkalken hilft - dann graben die Regenwürmer die heftigste Ziegelei genauso um wie irgendeinen anderen Gartenboden.

Schöne Grüße

MM