Hallo Marlene,
such Dir eine aus:
http://www.agrar.de/branchenbuch/unterrubrikzeigen.p…
– wobei eine Bodenuntersuchung von A-Z wohl nicht notwendig sein sollte, eher eine Spielerei ist.
Aber zu der Frage Lehm - Ton - Sand nochmal:
Die Unterscheidung trifft man nach Korngrößenstruktur. Die kleinsten Korngrößen findet man bei Tonböden, mittlere bei Lehm, die größten bei Sand.
Tongehalt erkennt man - wie von Geli für Gänsefüßchen-„Lehm“, der in Wirklichkeit Ton ist, beschrieben - an der Formbarkeit des in die Hand genommenen Bodens und an speckig glänzenden Schollen beim Graben, außerdem an der Bildung von Rissen bei Trockenheit. Die Unterscheidung „leichte“ und „schwere“ Böden reicht nicht aus, weil damit die sehr guten Lehmböden und die sehr ungüngstigen Tonböden unter „schwer“ zusammengefasst werden.
Auf Schieferverwitterung in Eifel und Hunsrück dürften kalkarme, leicht saure Tonböden anstehen. Die krümeln von sich aus schlecht und haben einen ungünstigen Wasser- und Lufthaushalt. Wenn man sie per Garten nutzen will, sollte man schauen, dass man sie zum Ausgleich ihrer schlechten Korngrößenstruktur möglichst humos kriegt; es ist nicht verkehrt, ein wenig aufzukalken (falls nicht auffallend viel Weißklee da ist - dann hat das ein Vorgänger schon reichlich getan…).
Es gibt also eine Einschränkung für Starkzehrer, die bessere Böden mögen, wie alle Arten von Kohl, Mais; auch, was tiefe Wurzeln macht, kann problematisch sein (Schwarzwurzeln, Lagermöhren). Was gute Wasserversorgung braucht - Paprika, Tomaten, Zucchini - kann auf Ton stehen, der Standort sollte aber gut mit organischer Substanz versorgt sein und ausreichend gewässert werden können.
Bei Tonböden ist es wichtig, dass sie möglichst ständig durchwurzelt und nach Möglichkeit über Winter bedeckt bleiben.
Schöne Grüße
MM