Wann und wie schneidet man Stauden?

Hallo,

wir haben seit 6 Monaten einen Garten, wohlweißlich haben wir uns erstmal winterharte Staudenzugelegt.

weiß jemand wie und wann man diese schneidet? oder läßt man es besser?

Gruß
Marcus

Marcus, da sollte man wissen, welche Stauden es sind. Spätherbst wäre prinzipiell die richtige Zeit für den Rückschnitt, aber erzähl mal, was ihr da so gepflanzt habt.

Gruß
Horst

Hallo,

wir haben seit 6 Monaten einen Garten, wohlweißlich haben wir
uns erstmal winterharte Staudenzugelegt.

weiß jemand wie und wann man diese schneidet? oder läßt man es
besser?

Hallo !

Völlig egal!
Für die Nachbarn im Herbst, für die Vögel im Frühjahr.

mfgConrad

Hallo Marcus.
Das ist garnicht so einfach beantwortet.
Es gibt sogar Stauden, die den Schnitt garnicht so nett finden. Bei anderen schneidet man im Herbst radikal, manche brauchen das abgeschnittene Laub als Winterschutz, wieder andere werden im Frühjahr geschnitten.
Du hast geschrieben, du hättest dir die Stauden erst angeschafft. Da sind dann immer so kleine Schildchen dabei. Meist steht darauf, wie du am besten mit der Pflanze klar kommst. Wenn nicht, dann schau mal mit dem botanischen Namen und dem Zusatz „Kulturanweisung“ oder „Kulturanleitung“ bei Google nach. Da gibt es ganz tolle Beschreibungen. Wenn dir das zuviel Arbeit ist, dann nimm die Namen und frag den Gärtner, bei dem du die Pflanzen gekauft hast.
Viel Glück und Spaß mit den Stauden wünscht
Anja

Lieber für die Vögel
und auch für die Insekten im Frühjahr schneiden.

Das hast Du schön gesagt, ehrlich. :smile:

Der Schnitt im Frühling hat außer dem Naturschutzeffekt auch noch folgende Vorteile:

Das dürre Zeug dient als Winterschutz für die Stauden. Ein Teil löst sich quasi über den Winter in Nichts (also schönen Humus) auf. Zum Teil kann man die alten Pflanzenteile einfach absammeln (vorsichtig probieren!) und muß nicht mal schneiden. Manches sieht einfach auch im Rauhreif schön aus (Gräser, Herbstsedum zB). Man sieht gleich, was den Winter überstanden hat und was nicht.

Nicht zu spät schneiden, damit die neuen Austriebe nicht beschädigt werden. Die Profis schneiden mit einem gekrümmten Messer (Hippe), das geht wohl schneller als mit der Schere.

kernig

Hallo Marcus,

als neuer Gartenbesitzer sehe ich mich vor dem gleichen Problem - 10 Gärtner 11 Antworten.
Habe mir für unseren Garten eine Tabelle angelegt in der die Beschreibungen der Pflanzen drin sind, Größe, Farbe, Standortvorlieben, und wann gestutzt werden muss/kann. Habe da verschiedene Seiten wie schon vorgeschlagen ergoogelt und für mich mal alles zur jeweiligen Pflanze gesammelt.

So kann ich für mich nach diversen Kriterien sortieren. Beim Neukauf von Pflanzen kann ich nach Farben sortieren, bei der Gartenpflege nach geplanten Maßnahmen… Für viele Stauden/Büsche gibt es in der Tat mehrer Zeitpunkte diese zu stutzen, je nachdem was man erreichen möchte. Bei Größenzuwachs z.B. im Herbst, das kann aber zur Folge haben, dass die Pflanze dann im Frühling nicht blüht etc… Einige Stauden müssen auch geteilt werden … Du wirst am Lesen und Lernen nicht vorbei kommen. Lese seit Wochen nichts anderes mehr als Gartenliteratur und dennoch erschließt sich mir das Thema nur sehr langsam.

Learning by doing
So einen Bestandsaufnahme wie Du sie vorschlägst ist in der Tat eine gute Idee.

Du wirst am Lesen und
Lernen nicht vorbei kommen. Lese seit Wochen nichts anderes
mehr als Gartenliteratur und dennoch erschließt sich mir das
Thema nur sehr langsam.

Das kommt dann mit dem Tun. Ich hatte im Studium große Schwierigkeiten ohne Sichtungsgarten Stauden zu lernen. Wenn man sie sehen und anfassen kann und damit umgeht, prägt sich das viel schneller und automatisch ein. So kann man z.B. schon nachlesen, wie das Wurzelsystem von dieser oder jender Pflanze aufgebaut ist, bei der Gartenarbeit wird man das aber ganz nebenbei erfahren was eine Pfahlwurzel ausmacht. Spätestens wenn man ein Gehölz mit einer solchen gerodet hat :smile:

Nichts gegen Lesen und Lernen, aber ich plädiere auch gerne mal zum Ausprobieren, so kann man eigene Erfahrungen sammeln, die genau für den eigenen Garten gelten. Und so schön Tipps aus dem Internet sind, in Norddeutschland herrschen ganz andere Bedingungen als etwa im Bayerischen Wald. Ebenso ist vieles ja einfach Geschmackssache, der eine mags ordentlicher, der andere läßt den Dingen eher seinen natürlichen Lauf. Einer pflegt eher kontinuierlich immer ein bißchen, bei jemand anderen muß das an zwei Tagen im Jahr (dann aber radikal) erledigt sein.

Deshalb: Nicht zu viel Theorie (ohne geht es natürlich auch nicht). Am Besten wäre jemand vor Ort mit eigener Gartenerfahrung, der ab und an zum Kaffee vorbeikommt und ein paar aktuelle Anweisungen gibt.

kernig