nachden ich gestern für 1,20 Euro einen frischen Knoblauch auf dem Wochenmarkt erstanden und schon halb aufgegessen habe, stellt sich die Frage - kann man den auch selber machen?
Eigener Knoblauch war dies Jahr rar, die letzten beiden Zehen trieben auch schon, als ich sie vorige Woche verbrauchte. Der neue ist erst in einigen Monaten erntereif.
Kann eventuell in Geranienkästen oder ähnlichem Knoblauch im Haus ziehen für den Frischverbrauch? Hat schon mal jemand probiert? Wie und wo wird eigentlich der jetzt frisch verkaufte K. kultiviert?
Wie und wo wird eigentlich der jetzt frisch
verkaufte K. kultiviert?
Ägypten und Südamerika. Deswegen ist der getrocknete aus Lautrec vom letzten Sommer auch so viel besser. Fischer Knoblauch im Januar ist ungefähr wie Erdbeeren im Februar.
Man kann Knoblauch leicht im Garten ziehen, es braucht allerdings ein wenig Geduld und Probieren, dass die Knollen nicht sehr klein bleiben. In Kästen geht soso lala, aber man braucht im Winter nicht mit großen Knollen rechnen: Die sind dann erntereif, wenn die Pflanze alles, was sie hat, darin gespeichert hat und die Blätter einzieht. Das kann man nicht beliebig steuern - wenn man im Herbst steckt, ists etwas früher im Sommer, wenn man im Frühjahr steckt, etwas später.
dazu auch eine Frage: Ich habe diesen chin. Knoblauch, der nur eine ungeteilte Knolle hat und eigentlich zum Schnittlauch zählt. Kann man den in Zimmerkultur halten? Eine der Knollen hat jetzt einen ca. 5cm langen Austrieb; ich weiß aber nicht, worauf ich achten sollte.
Ja stimmt, er ist schwer zu bekommen. Ich mag ihn ganz gerne, da er zwar nach Knoblauch schmeckt aber Mensch nicht danach riecht. Ich probier’s mal aus, vielleicht klappt es ja mit Nachzucht.
ich mag den auch sehr und kaufe ihn oft (gibt’s hier im 250 g-Körbchen für
0,99!). Ich hab mich auch schon mal hier danach erkundigt, aber niemand hat
Erfahrungen. Ich habe jetzt mal im Herbst versuchsweise in meinem Garten auf der
Alb welche gesteckt. War neulich nach dem Sturm mal oben, da streckten manche
vorwitzig die Köpfe ziemlich weit aus der Erde. Mal sehen, wie sie den Schnee
ertragen haben. Ich werde im Frühjahr wider berichten.
wenn Du etwas möchtest, das nach Knoblauch schmeckt, einen aber nicht müffeln läßt, kannst Du auch Bärlauch nehmen (gibts nur im Spätsommer / Herbst, kann man aber zu Bärlauchbutter verarbeiten und einfrieren, oder ev. auch so einfrieren). Problem - der Geschmack ist nicht kochfest.
Läßt sich auch im Garten ziehen und da er eher Schattenliebend ist, ev. auch auf der Fensterbank.
Bärlauch treibt im zeitigen Frühjahr aus - er bewohnt lichten, feuchten Laubwald. Wenn die Bäume voll belaubt sind, zieht er ein, nachdem er in Höchstgeschwindigkeit noch mal eben geblüht und gefruchtet hat.
Ach, mich stört der Knobigeruch nicht Bärlauch sammle ich
allerdings von April bis spätestens Mitte Mai, dann ist er ungenießbar.
Meistens wird er zu Pesto verarbeitet und die hält ziemlich lange.
Hallo MM,
sorry, habe Bärlauch noch garnicht gesehen (mich stört Knoblauchgeruch nämlich auch nicht), habe das nur von einem Bekannten gehört und der macht sich immer Bärlauchbutter zum Einfrieren - dann ist der Bärlauch auch im Winter rel. frisch. Wann er den auf dem Markt bekommt, hat er mir nicht erzählt, ich hatte vermutet Sommer (ja, nochmal sorry, war nur vermutet, mein Fehler).
Aber hierzulande gibts sogenannte Erdbeeren im Januar!!! Man hört teils auf, saisonal zu denken, vor allem in der Stadt.
Gruß, Anne