Von Tomaten und anderen Beeren

Hallo zusammen!

Da ich das Botanik-Brett nicht gefunden habe, stelle ich meine Frage jetzt mal hier hinein.

Was unterscheidet das Obst vom Gemuese

Was unterscheidet das Obst vom Gemuese

Der Verwendungszweck, nicht die Botanik.
Paprika, Gurken, Bohnen sind Früchte, Äpfel und Pfirsiche auch.
Von Mangold unf Rhabarber verwendet man die Blattstiele.

  • Was man für süße, süß-säuerliche Gerichte verwendet (Kuchen, KOmpott, Eis, MArmelade) ist Frucht, besser gesagt Obst.
  • Was man für herzhafte ZUbereitungen verwendet, Gemüse.

Egal, um welchen Pflanzenteil es sich handelt.

Einige Früchte stehen auf der Kippe:
Tomatensuppe - Tomatenmarmelade
Möhrengemüse - Möhrenmarmelade, Möhrenwein
Kürbisauflauf - Kürbiskompott
Quitten, Backpflaumen, Rosinen kann man fantastisch zu orientalischen SChmorgerichten auf Lammfleischbasis geben
Ein Stück Angelikawurzel an die Marmelade…
Truthahn mit Apfel-Pflaumenfüllung

und so weiter.

Ältere Leute erzählen mit Grausen, dass man in hungrigen Jahren gar aus Steckrüben Marmelade herstellte.

Tendenziell ist aber so, dass die meisten Obstsorten Früchte (oder SChein- oder Sammelfrüchte) sind, Gemüsesorten sich breitbandmäßig bei Früchten, Wurzeln, Sprossverdickungen und Blättern bedienen.

dalga

Hi,

Was unterscheidet das Obst vom Gemuese

Gemüse ist immer einjährig. Zu der Frage sollte es sogar eine FAQ geben.

Gruß Ralf

Hallo,

Da ich das Botanik-Brett nicht gefunden habe, stelle ich meine
Frage jetzt mal hier hinein.

Unterschied Obst-Gemüse? FAQ:1626
Im Archiv 24 Artikel zu diesem Thema.

Bitte erst im Archiv und in den FAQ nachschauen
und dann hier posten :smile:

Mfg
BelRia

Gemüse ist immer einjährig.

das ist nicht zutreffend:

  • Spargel
  • Blattgemüsestauden, auch wenn sie wenig bis gar nicht im Handel sind wie Brennesseln, Giersch, guter Heinrich, Baumspinat?
  • Winterheckezwiebeln, ewige Zwiebeln
  • Schwarzwurzeln - können auch im 2. Standjahr geerntet werden
  • Tomaten, Paprika und auch Bohnen sind mehrjährig. Nur halt in deutschem Klima nicht, wir ziehen sie einjährig. Es gibt aber Spezialisten, die überwintern ihre Fruchtgemüse, um im nächsten Jahr fix dabei zu sein.
  • Kartoffeln - wir betrachten sie in der dt. Küche nicht als Gemüse sondern als stärkehaltige Sättigungsbeilage wie Nudeln oder Reis. In anderen Küchen ist die K. ein Gemüse und wenn man sie nicht erntemäßig rodet und sie nicht erfriert, ist sie im nächsten Jahr wieder da.
  • Hopfen (Hopfenspargel - Schösslinge, okay, auch ein sehr seltenes und teures Gemüse, aber immerhin mehrjährig…
  • Meerkohl
  • Löwenzahn
  • Süsswurzeln, Erdkastanien und -mandeln, Topinambur (würg!)
  • Artischocken, Cardy

vielfältige gemüsige Grüße von jenseits des Supermarktes, dalga

Servus,

Topinambur (würg!)

probier mal: Den Topi nicht stehen lassen wie er steht, sondern die Knollen ausgraben - es bleiben immer genug fürs kommende Jahr drinne. Wenn man sie dann noch im Frühjahr ein bissel anhäufelt, haben sie Platz und einen lockeren Boden, so dass sie große Knollen machen. Diese nicht bloß bürsten (wie in der Regel empfohlen wird), sondern mit dem Kartoffelschäler schälen. Roh raspeln (Minna), zusammen mit Boskoop, ein paar Walnüssen, Zitronensaft, bissel Öl. - Da würgt sich nix mehr!

Alternative: Größere Menge anbauen, einmaischen und zum Brennen geben. Der aus Topi gebrannte Rossler ist von der Ortenau bis ins Markgräflerland ein gesuchtes Schnäpsli.

Schöne Grüße

MM

O jemine - einmal gedacht, ich wüsste was! Bis auf die Kartoffeln geht Deine Liste aber weit über das hinaus, was der Feld-, Wald- und Wiesengärtner so anbaut…

vielfältige gemüsige Grüße von jenseits des Supermarktes

vor allem wohl weit jenseits des Ostallgäus. Meine Schwiegermutter erntet (erntet!) auch Brennesseln, alles andere geht hier nicht.

Gruß Ralf

ps: Jetzt fehlt mir nur noch das einjährige Obst, dann stehe ich wirklich da wie ein Depp :wink:))

Unter Obst versteht man definitionsgemäß die „essbaren Früchte von mehrjährigen, meist in Kultur genommenen Gewächsen“. Der Begriff Obst entstammt dem althochdeutschen „ob-az“, was soviel bedeutet, wie eine über das Essen hinausgehende Speise, also eine „Zukost“.

Gemüse ist laut Lebensmittellexikon ursprünglich eine „gekochte, aus Pflanzen oder Pflanzenteilen bereitete Speise, meistens als Gericht, ein Teil der Hauptmahlzeit, zuweilen auch selbständiges Gericht.“ Das Wort stammt aus dem Mittelalter und ist von „Mus“ abgeleitet, was soviel bedeutet wie „breiige Speise“. Heute versteht man darunter „frische essbare Pflanzenteile krautiger wild wachsender oder in Kultur genommener Gewächse.“ Kartoffeln und Pilze zählen allerdings nicht dazu.

kopiert aus

http://www.fragenohneantwort.de/fragen/frage60.htm
Gruß Kai

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ja, im FAQ hätte ich auch schauen sollen…

Trotzdem vielen Dank für die mannigfaltig frucht-gemüslichen Antworten!

Antoine

ps: Jetzt fehlt mir nur noch das einjährige Obst, dann stehe
ich wirklich da wie ein Depp :wink:))

don’t worry - nicht immer ist einem alles präsent. Und zum einjährigen Obst:

  • Physalis wird bei uns einjährig kultiviert
  • Huckleberries - die gibt es wirklich, sind aber auch sehr wenig bekannt.

Ob beide Nachtschattenobstarten in der Heimatregion mehrjährig sind, weiß ich nicht.

dalga

Servus Dalga,

Physalis ist mehrjährig, wenn sie den Winter übersteht. Bis in ein paar Jahren ists auch bei uns soweit - ihren genauen physiologischen Nullpunkt kenne ich nicht, aber er dürfte in der Gegend von Null liegen, auf jeden Fall nicht wesentlich drüber. Als ich Anfang Dezember die letzten geerntet und die etwa 1,50 hohen Büsche gerodet habe, hätte ich eine Machete gebrauchen können.

Bei Physalis, Erdkirsche und Konsorten stellt sich allerdings schon die Abgrenzungsfrage: Wo hört Obst auf, wo fängt Gemüse an? (Tomate - Physalis - Chilies (die ohne weiteres mehrjährig sind, wenn man sie überwintert kriegt, aber halt nicht so sehr süß)?

Schöne Grüße

MM

Danke (owT)

Gemüse ist laut Lebensmittellexikon ursprünglich eine
„gekochte, aus Pflanzen oder Pflanzenteilen bereitete Speise,
meistens als Gericht, ein Teil der Hauptmahlzeit, zuweilen
auch selbständiges Gericht.“ Das Wort stammt aus dem
Mittelalter und ist von „Mus“ abgeleitet, was soviel bedeutet
wie „breiige Speise“. Heute versteht man darunter „frische
essbare Pflanzenteile krautiger wild wachsender oder in Kultur
genommener Gewächse.“ Kartoffeln und Pilze zählen allerdings
nicht dazu.

Kartoffeln gab es allerdings im Mittelalter auch noch nicht (in Europa), auch wenn man es kaum glauben mag ^^

lg
Kate