Servus,
ich würd gern mein altes Bauernhaus beranken lassen zB. mit Hopfen oder Efeu o.ä.
Das Haus ist mit Holz an den Wänden verkleidet.
Wie stark zieht das Holz jetzt Wasser?
Kann das Holz unter dem Bewuchs zerstört werden?
Gruß Steffen
Servus,
ich würd gern mein altes Bauernhaus beranken lassen zB. mit Hopfen oder Efeu o.ä.
Das Haus ist mit Holz an den Wänden verkleidet.
Wie stark zieht das Holz jetzt Wasser?
Kann das Holz unter dem Bewuchs zerstört werden?
Gruß Steffen
Servus Steffen,
mit Hopfen geht gut, wenn Du ihm Drähte gibst: Er rankt nur, wo er kann, und lässt alles andere in Frieden. Außerdem friert er im Winter bis auf den Wurzelstock herunter, so dass dann, wenn es viel feucht ist, die Wand eh blank liegt. Ist allerdings mit Arbeit verbunden, die Stöcke im Herbst herunterzureißen oder zu -schneiden und ihnen im Frühjahr wieder neuen Draht zu geben (0,5 mm unverzinkt reicht - der wird im Hopfenanbau auch verwendet; damit kriegt man die Stöcke im Herbst mit einem Ruck runter, 100 Mal Ruck in einer Reihe geht allerdings auf die Oberarme…).
Efeu kann problematisch werden, weil er überall, wo sich Angriffspunkte bieten, etwa Holz, Haftwurzeln in die Unterlage treibt und sie auf diese Weise anfälliger macht, wenn es im Februar in Zukunft tatsächlich noch einmal frieren sollte. Du hast mal von einem Schwarzwaldhof geschrieben - wenn es sich um eine schindelgedeckte Wand handelt, macht der Efeu die Schindel allerdings auch nicht schneller fertig, als sie es von sich aus auch wären - da müsste man eh viel früher wieder neu eindecken als auf dem Dach.
Für eine Hopfenbegrünung würde ich vorschlagen, das Ganze ähnlich aufzuziehen wie im Hopfenanbau: Oben eine feste Struktur quer - z.B. ein Kantholz mit Ösen versehen, oder auch eine Reihe von Winkeleisen mit Ösen - die fest mit der Hauswand verschraubt oder verdübelt ist. Dann 0,5 mm Eisendraht von den Ösen senkrecht nach unten geleitet, etwa 50 - 80 cm Abstand. Zu jedem senkrechten Draht einen Fechser gesetzt, der die nächsten dreißig oder vierzig Jahre den Hopfenstock ausmacht. Im Frühjahr alle Triebe kappen bis auf drei oder vier, die man an den senkrechten Drähten hinauflässt - sie sind bloß die ersten Wochen widerspenstig, dann machen sie alles allein. Und im Herbst den ganzen Klumpatsch herunterreißen, die Hopfenstöcke abschneiden. Im Frühjahr ab dem dritten Jahr den dann kräftigen Wurzelstock flach köpfen und anhäufeln, die Triebe jedes Frühjahr neu auf drei oder vier reduzieren. Mit dieser Technik hast Du nicht bloß schöne kräftige Stöcke, sondern - bei weiblichen Pflanzen - auch leckere Dolden, die einen herben, aber nicht unangenehmen Schlaftee machen. Ich habe keine Ahnung, wie er bei Schäfer und Co. dosiert wird, aber ich denke, dass man ihn auch ganz gut bei Wauwaus einsetzen kann, wenn sie mal länger in die Transportbox müssen, ohne ihnen zu schaden.
Schöne Grüße
MM
Eine MM-Antwort, wie sie leibt und lebt
Hätte ich nicht anders schreiben wollen.
Eine MM-Antwort, wie sie leibt und lebt
Hätte ich nicht
anders schreiben wollen.
Hallo Latanos,
bitte eine kleine, blöde Zwischenfrage: Was ist eine MM-Antwort?
MfG M.P. (Manchmal macht sich in den Foren leider der Aküfi breit - Abkürzungsfimmel a la SMS)
Danke für die Antwort im voraus.
Eine MM-Antwort, wie sie leibt und lebt
Hätte ich nicht
anders schreiben wollen.Hallo Latanos,
Hallo Bommelmops,
bin zwar nicht Lantanos, aber ist ja auch nicht so schlimm, oder?
bitte eine kleine, blöde Zwischenfrage:
Es gibt doch keine blöden Fragen. …nur blöde Antworten… 
Was ist eine
MM-Antwort?
Eine Antwort des Gartenexperten Martin May.
Ganz einfach, kein Geheimcode oder so…
Schönen Tag noch, Finjen
Danke Finjen für die schnelle Antwort. Da wär ich nicht drauf gekommen. Schönen Tag noch M.P.
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